Wittmund „Die Verkehrsbehörde des Landkreises Wittmund der Stadt Wittmund hat eine verkehrsbehördliche Anweisung erteilt bezüglich der Freigabe der Fußgängerzone für den Fahrradverkehr sowie für den Lieferverkehr von 18 bis 11 Uhr. Bisher war das Fahrradfahren zugelassen von 19 bis 10 Uhr.“ So lautete die Information von offizieller Seite. Und wir titelten daraufhin in der heutigen Zeitungsausgabe: „Keine freie Fahrt für Radler“.

Das ist falsch. Denn es wird eben doch eine völlige Öffnung der Fußgängerzone für Radler geben statt nur eine Ausweitung der freien Phase von 18 bis 11 Uhr, in der Radler im Wittmunder „Pudding“ fahren dürfen. Bürgermeister Rolf Claußen räumte heute ein, dass die Auskunft der Stadt irreführend gewesen sei.

Die Freigabe der Verkehrsbehörde des Landkreises in dieser Zeit betrifft tatsächlich nur den Lieferverkehr - und nicht auch den mit dem Fahrrad, wie das unglückliche „sowie“ in der offiziellen Information vermuten ließ. Wir bitten daher um Entschuldigung für eine Meldung, die immerhin aus Radlersicht nun zum Guten korrigiert werden kann in: „Freie Fahrt für Radler“.

Der Lieferverkehr, der bisher von 7 bis 10 Uhr sowie 13 bis 14.30 Uhr zugelassen war, darf künftig von 18 bis 11 Uhr in die Fußgängerzone. Eine völlige Freigabe war für diesen nicht genehmigt worden, da es zu Störungen des Fußgängerverkehrs kommen könne. Nach einem Jahr wollen Landkreis, Polizei und Stadt sich über die Erfahrungen des Kompromisses austauschen und diese bewerten.

Neue Verkehrszeichen bestellt

Die Stadt hat nun die neuen Verkehrszeichen für die Fußgängerzone bestellt. Viele dieser Verkehrszeichen sind mittlerweile stark in Mitleidenschaft gezogen. Erst wenn diese Schilder aufgestellt sind, tritt die neue Regelung in Kraft, betont Jürgen Peters von der Stadtverwaltung. Überdies sollen Fahrradfahrer darauf hingewiesen werden, dass in einer Fußgängerzone weiterhin Fußgänger klaren Vorrang haben vor Radfahrern und diese auch nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen. Entsprechende Hinweisschilder seien nicht in den Verkehrszeichenkatalogen enthalten und müssten noch erarbeitet werden, so die Stadtverwaltung. Eventuell werde man die Freigabe auch noch durch Aktionen begleiten.

Da die obigen Punkte noch abzuarbeiten sind und mit einer neuen Regelung in der Vorweihnachtszeit nicht begonnen werden sollte, geht die Stadt von einer Umsetzung im Januar oder Februar 2020 aus.

Verhaltensregeln für Radfahrer

Die Stadt weist zusätzlich auf bestimmte Verhaltensregeln für die Radfahrer hin:

- Vorrang: Fußgänger vor Fahrradfahrer;

- Tempolimit: Schrittgeschwindigkeit;

- situationsangepasst fahren, eventuell das Fahrrad schieben;

- ausreichend Abstand zu Passanten halten;

- rücksichtsvoll fahren: besonders bei Kindern, Senioren und mobilitätseingeschränkten Menschen sollte man vorsichtig fahren.

Bürgermeister Rolf Claußen sagte: „Mit der verkehrsbehördlichen Anordnung ist die Sache entschieden. Im Grunde ist es wichtig, dass alle aufeinander Rücksicht nehmen und sich an die Regeln halten.“

Manfred HochmannStellv. Redaktionsleitung

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