Wilhelmshaven /Oldenburg Im Prozess gegen den 42 Jahre alten Mann aus Wilhelmshaven, der sich wegen Diebstahls in einer Berufungsverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht verantworten musste, ist die Berufung des Angeklagten gegen ein Urteil des Amtsgerichtes in Wilhelmshaven verworfen worden. Damit bleibt es bei den vier Monaten Gefängnis, die der erheblich vorbestrafte 42-Jährige nun verbüßen muss.

Der Angeklagte soll in einem Verbrauchermarkt in Wilhelmshaven zwei Flaschen Tequila und eine Flasche Jägermeister gestohlen haben. Der Mann hatte das bestritten. Er behauptete, die beiden Flaschen Tequila in einem ersten Verbrauchermarkt gekauft zu haben. Nur die Flasche Jägermeister habe er in einem zweiten Verbrauchermarkt gestohlen. Einen Kassenzettel für den angeblichen Einkauf der zwei Tequila-Flaschen hatte der Angeklagte nicht.

Der 42-Jährige hatte einen Videobeweis beantragt. Überwachungskameras des ersten Verbrauchermarktes, wo er die beiden Flaschen ordnungsgemäß bezahlt haben will, sollten ausgewertet werden. Doch es gab von dem angeblichen Einkaufstag keine Videofilme mehr. Das Oldenburger Gericht hatte dafür aber den Detektiv des zweiten Verbrauchermarktes als Zeugen geladen. Und der erklärte, der Angeklagte habe alle drei Flaschen in „seinem“ Verbrauchermarkt gestohlen.

Er habe auch alle drei Flaschen in einer Tasche gehabt. Der Angeklagte hatte erklärt, die gekauften Flaschen und die gestohlene Flasche in unterschiedlichen Taschen gehabt zu haben. Nachdem der Angeklagte von dem Detektiv mit den drei Flaschen erwischt worden war, war ein Protokoll angefertigt worden. Darin wurde festgehalten, dass der Angeklagte alle drei Flaschen in dem Verbrauchermarkt gestohlen habe. Dieses Protokoll hatte der Angeklagte unterschrieben. Damit stand auch für die Oldenburger Berufungskammer die Schuld des Angeklagten fest. Am ersten Urteil war somit nichts zu ändern gewesen.

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Jägermeister | Landgericht Oldenburg

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