Wilhelmshaven Die Bismarckstraße ist seit geraumer Zeit eine der Hauptachsen in die und aus der Stadt heraus. Die Polizei hatte vor Jahren festgestellt, dass in dem Bereich in Höhe der Johanniter besonders schnell gefahren wird; deshalb wurde mit anderen Experten in der Unfallkommission entschieden, dort eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage („Blitzer“) aufzustellen.

Mitte des Jahres wurde der „Starenkasten“ gestohlen und im Kanal versenkt. Seitdem steht dort nur noch der Mast, an dem der Kasten befestigt ist, der auf beide Richtungsfahrbahnen gedreht werden kann. „Der Auftrag für die Wiederherrichtung des Geschwindigkeitsmessplatzes an der Bismarckstraße wurde kürzlich erteilt“, teilte Julia Muth, Sprecherin der Stadt Wilhelmshaven, auf Anfrage der WZ mit.

Die Zahl der Unfälle hat sich seit dem Diebstahl des „Blitzers“ nicht erhöht, sagte Kriminalhauptkommissar Andreas Kreye, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland: „Wir haben festgestellt, dass die Autofahrer langsamer fahren als früher; wahrscheinlich weil sie glauben, der Blitzer wäre noch in Betrieb.“ Während es 2017 acht Unfälle gegeben habe, waren es im Vorjahr vier und 2019 bisher drei – ohne die Kreuzungsbereiche Friedrich-Paffrath-Straße und Schaarreihe.

Insgesamt gibt es im Stadtgebiet noch zwei weitere stationäre Blitzer, einen auf der B 210 bei „Hornbach“ stadteinwärts sowie einen auf der Friedrich-Paffrath-Straße in Höhe Kirchreihe stadtauswärts.

2018 nahm die Stadt durch die drei „Blitzer“ 243 619,60 Euro ein, 2019 waren es bis Ende Oktober 170 901,70 Euro. Der Rückgang hat mehrere Ursachen: einer ist der gestohlene „Blitzer“. Zudem war die B 210 längere Zeit durch Asphaltierungsmaßnahmen voll gesperrt; zudem wurden Sensoren erneuert wie auch am Messplatz Friedrich-Paffrath-Straße.

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