Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland insgesamt bis dato 942 687 (+13 554 zum Vortag) Infektionen und 14 361 Todesfälle. (Stand: 24. November, 7 Uhr).

Eine aktuelle Übersicht über Inzidenzen im Land Niedersachsen finden Sie Coronavirus/aktuelle-inzidenz-ampel-193672.html" target="_blank">hier.

Wilhelmshaven:

Akute Coronafälle: 58 (+1 zum Vortag)

Gesamtzahl: 219 (genesen: 158, verstorben: 3)

Inzidenzwert: 49,9

(Stand: 24. November, 15.38 Uhr)

Landkreis Friesland:

Akute Coronafälle: 82 (+6).

Gesamtzahl: 322 (genesen: 237, verstorben: 3)

Inzidenzwert: 50,7 (Maskenpflicht)

(Stand: 24. November, 15 Uhr)

Landkreis Wittmund:

Akute Coronafälle: 38 Personen (-5)

Gesamtzahl: 253 (genesen: 212 Personen, verstorben: 3)

Inzidenzwert: 50,9

(Stand: 24. November, 10.55 Uhr)

Landkreis Aurich:

Akute Coronafälle: 133 Personen (+10)

Gesamtzahl: 948 (genesen: 799, verstorben: 16)

Inzidenzwert: 57,5

(Stand: 24. November, 10 Uhr)

+++ Ticker von Dienstag, 24. November +++

Macron lockert Corona-Beschränkungen in Frankreich

Angesichts einer verbesserten Corona-Lage hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erste Lockerungen der strengen Beschränkungen im Land angekündigt. „Der Höhepunkt der zweiten Welle ist vorbei“, sagte Macron am Dienstagabend bei einer Ansprache im französischen Fernsehen. Die Bemühungen hätten sich ausgezahlt - man müsse diese aber nun fortsetzen.

Einzelhandelsgeschäfte, die bisher geschlossen waren, könnten von diesem Wochenende an wieder öffnen, sagte der 42-Jährige. Bürger müssen zwar weiter Bescheinigungen ausfüllen, wenn sie auf die Straße gehen. Seit Ende Oktober dürfen die Menschen nur mit triftigem Grund das Haus verlassen. Allerdings seien Spaziergänge und Sport ab dem Wochenende in einem Radius von 20 Kilometern für drei Stunden erlaubt. Bisher galt eine Stunde in einem Radius von einem Kilometer.

Bars und Restaurants sollen vorerst geschlossen bleiben - ihre Wiederöffnung ist erst für den 20. Januar vorgesehen. Macron gab einen Ausblick auf die kommenden Wochen. So solle es ab dem 15. Dezember keine strikten Ausgangsbeschränkungen mehr geben - allerdings eine nächtliche Ausgangssperre ab 21 Uhr. (Quelle: dpa)

Weihnachten wird anders – Ferien starten am 16. Dezember

Noch ein paar Wochen Lockdown, dann ist Weihnachten. Dieses Jahr ist nicht alles, aber vieles anders. In den Geschäften stapeln sich die Adventskalender, aber Weihnachtsmärkte sind abgesagt. In den Schulen schlottern die Kinder beim Stoßlüften, morgens im Radio läuft die Zahl der Neuinfektionen, manche kennen schon Krankheitsfälle in der eigenen Familie. Es ist ernst. Das Coronavirus macht keine Weihnachtspause.

Weihnachten, das ohnehin überfrachtete christliche Fest, ist zum Politikum geworden, schon seit Sommer wird darüber diskutiert. Der November erinnert an die Knecht-Ruprecht-Schule: Wenn dann alle brav sind und sich an die Corona-Regeln halten, können wir zusammen feiern und müssen nicht über Skype „O Tannenbaum“ singen. Nun gilt die Ansage aus der Politik: Die Zahlen steigen immer noch, wir müssen weiter durchhalten, dürfen aber feiern. Es wird nicht Weihnachten mit Helene Fischer, sondern Weihnachten mit Karl Lauterbach.

Was sich abzeichnet, bevor die Länder am Mittwoch mit der Kanzlerin verhandeln: Der Teil-Lockdown wird verlängert. Man wird noch weniger Menschen treffen dürfen, über die Feiertage wird es aber Ausnahmen geben. Geht es nach den Ländern, können bis zu zehn Leute unterm Weihnachtsbaum sitzen, die Zahl der Haushalte ist nicht festgelegt. Kinder bis 14 Jahren sollen dabei in den meisten Ländern nicht mitgezählt werden. Vorher sollte man sich in freiwillige Quarantäne begeben, um die Ansteckungsgefahr zu verkleinern. Die Weihnachtsferien sollen außerdem bundesweit schon am 16. Dezember beginnen und Corona-Tests bei Erkältungssymptomen in der Vorweihnachtszeit leichter zugänglich sein. (Quelle: dpa)

Fünf Vorschläge zum besseren Schutz an Schulen

Während viele gesellschaftliche Bereiche strengen Corona-Regeln unterworfen sind, um die Kontakte zu beschränken und damit mögliche Infektionsketten zu unterbrechen, bleibt das Bildungswesen, insbesondere die Schulen, im zweiten Lockdown bisher weitestgehend unberührt. Daher haben Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, die Landräte Sven Ambrosy (Friesland) und Holger Heymann (Wittmund) sowie Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist in einem digitalen kommunalen Corona-Gipfel fünf konkrete Vorschläge erarbeitet, wie Schüler, Eltern und Lehrer besser geschützt werden können. Das teilten die vier heute in einer Presseinformation mit.

Temporäre generelle Maskenpflicht in den Bildungseinrichtungen ab Sekundarstufe I (ab Klasse 7): Diese Maskenpflicht soll für Lehrpersonal, Kinder, Jugendliche und sonstiges Begleitpersonal gelten. Neben einer Maskenpflicht ab Sekundarstufe I schlagen Möller und die Verwaltungschefs vor, dass diese auch für Eltern, die ihre Kinder in die Kindertagesstätte oder Grundschule bringen, gilt. Außerdem sollten, wenn möglich, verschiedene Eingänge genutzt, eine Einbahnregelung sowie feste zeitliche Bring- und Abholkorridore geschaffen werden.

Gestaffelte Anfangszeiten und Einsatz von mehr Fahrzeugen um Schülerverkehr zu entlasten: Möller, Ambrosy, Heymann und Feist befürchten, dass bei einer weiteren Verschärfung der Situation die Anzahl der verfügbaren Busse und Busfahrer erneut zum Problem werden könnten. Sie schlagen vor, dass Busfahrer der Bundeswehr eingesetzt werden. Fehlen Busse, könnte auf Reisebusse zurückgegriffen werden.

Hybride Beschulung und flexible Modelle möglich machen: Um erneute Schulschließungen abzuwenden, bedürfe es flexibler Modelle. Hybrid-Unterricht (eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht) sowie das Wechselmodell im Szenario B mit geteilten Klassen müssten dabei berücksichtigt werden. Möller und die Verwaltungschefs schlagen daher vor, dass dort, wo es das Infektionsgeschehen vorgibt und wo es von den Schulen gewünscht wird, hybride Modelle ab Klasse 7 aufwärts zum Tragen kommen. Für jüngere Schüler sollte – sofern möglich – weiter Präsenzunterricht angeboten werden.

Einsatz von Lehramtsstudenten mit Bachelorabschluss und pädagogischen Mitarbeitern: Um die Bildungsqualität, unabhängig vom Modell, aufrecht zu erhalten, braucht es zusätzliche Kräfte, die bei der Teilung von Klassen, aber auch bei hybrider Beschulung das Lehrerkollegium fachgerecht unterstützen, meinen Möller, Ambrosy, Heymann und Feist. Sie schlagen daher vor, Lehramtsstudenten mit Bachelor-Abschluss beziehungsweise pädagogische Mitarbeiter einzusetzen.

Nutzungsstrategie für schlecht belüftete Räume: Die vier Gipfel-Teilnehmer bedauern, dass in vielen Schulen „immer noch zahlreiche Räume aufgrund baulicher Gegebenheiten, aber auch aufgrund von Sicherheitsaspekten, schlecht zu belüften sind“. Viele Räume seien nur durch den Einsatz mobiler Luftfilter nutzbar. Der Bund fördert jedoch nur den zeitintensiven Einbau stationärer Geräte. „Mit mobilen Geräten wäre eine kurzfristige Ausstattung und Nutzung der Räume möglich“, halten Möller, Ambrosy, Heymann und Feist dagegen. Sie fordern, „dass das Bundesprogramm entsprechend gestaltet und die Anschaffung mobiler Filteranlagen ermöglicht wird“.

Bund plant Dezemberhilfen für Firmen von 17 Milliarden Euro

Der Bund plant bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Details dazu sind bisher unklar. Die Verhandlungen liefen auf Hochtouren, hieß es vor Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch zum weiteren Vorgehen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet, Firmen könnten mit Hilfen in einem Umfang von 15 bis 20 Milliarden Euro rechnen.

16. Todesfall im Landkreis Aurich

Der 16. Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist im Landkreis Aurich zu verzeichnen. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 77 Jahre alten Mann aus dem Kreis. Das melden die Kliniken Aurich-Emden-Norden in einer Pressemitteilung. Derzeit werden in den drei Häusern insgesamt 18 Covid-19 Patienten behandelt. Diese verteilen sich wie folgt: Aurich 10 (davon 1 auf der Intensivstation), Emden 7 (1) und Norden 1 (0).

Niedersachsen startet früher in die Weihnachtsferien

Die Weihnachtsferien in Niedersachsen beginnen einige Tage früher als bisher geplant. Das sagte eine Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag. Die Weihnachtsferien sollen am 16. Dezember beginnen. Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant gewesen. Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln darauf geeinigt, die Ferien zu verlängern - mit Ausnahme von Bremen habe Einigkeit geherrscht, hieß es aus der Stuttgarter Staatskanzlei. Nach bisherigem Stand soll die Schule in Niedersachsen im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen.

Quarantäne an der Oberschule Obenstrohe

Das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland hat für die Schülerinnen und Schüler von insgesamt sechs Klassen bzw. Kursen der Oberschule Obenstrohe bis auf Weiteres Quarantäne angeordnet, weil fünf Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Klassen und Kurse verteilen sich auf die Jahrgänge 6, 7 und 10. Auch Lehrkräfte, die als Kontaktpersonen gelten, befinden sich bis auf Weiteres in Quarantäne

Inzidenzwert steigt – Nun herrscht die erweiterte Maskenpflicht in Friesland

Der aktuelle Inzidenzwert für den Landkreis Friesland liegt derzeit bei 50,7. Das bedeutet, dass nun verschärfte Regelungen zur Maskenpflicht gelten:

Auf allen Parkflächen des Einzel- und Großhandels, wie bei Supermarkt und Baumarkt (zu den jeweiligen Öffnungszeiten) sowie in bestimmten öffentlichen Bereichen wie Wochenmarkt und Fußgängerzone gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Eine Übersicht der öffentlichen Bereiche finden Sie hier.

Sobald die Inzidenz wieder unter 50 liegt, gilt eine Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Bund will für 2021 rund 130 Millionen Schnelltests sichern

Der Bund will für das neue Jahr weiteren Nachschub an Corona-Schnelltests organisieren, die künftig deutlich öfter eingesetzt werden sollen. Ziel sei, für das erste Quartal 2021 rund 60 Millionen Tests für Deutschland zu sichern, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag vom Gesundheitsministerium erfuhr. Für das zweite Quartal sollen 40 Millionen Antigen-Tests folgen, dann bis Jahresende weitere 30 Millionen. Die Tests sollen prioritär im Gesundheitswesen und der Pflege eingesetzt werden.

Für die letzten Monate dieses Jahres sind bereits größere Kontingente über Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert worden, damit die Länder oder Einrichtungen sie kaufen können. Nach sechs Millionen Tests für Oktober und 12,5 Millionen für November sollen es laut Ministerium im Dezember 17,5 Millionen Schnelltests sein.

Unionsfraktionschef Brinkhaus: An Silvester nicht alles aufmachen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus plädiert im Gegensatz zu den Ministerpräsidenten für strengere Corona-Regeln zumindest über Silvester. Weihnachten sei nicht nur für ältere Menschen sehr wichtig, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. „Aber Silvester müssen wir nun wirklich nicht wieder alles aufmachen. Weihnachten und Silvester zusammen würde uns wahrscheinlich wieder stark zurückwerfen.“

Die Ministerpräsidenten hatten sich vor den Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch darauf geeinigt, dass die Kontaktbeschränkungen vom 23. Dezember bis 1. Januar gelockert werden sollen. In diesem Zeitraum sollen Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden. Kinder bis 14 Jahren sollen hiervon ausgenommen sein.

Brinkhaus appellierte im Interview zudem an die Bundesländer, diese müssten die bevorstehenden Corona-Impfungen gut planen, damit es genügend Impfzentren gebe und davor keine langen Menschenschlangen entstehen würden. „Das muss jetzt schnell und überzeugend vorbereitet werden, da sind die Länder sehr gefordert.“ Er hoffe, dass alle Länder mit dem entsprechenden Druck in die Umsetzung kämen, sagte Brinkhaus. Das Thema dürfe keinesfalls an nachgeordnete Behörden wie die Gesundheitsämter delegiert werden.

Experten warnen vor vermeintlichen Wundermitteln gegen Corona

Experten warnen vor dubiosen Corona-Schutz-Versprechen bei Anbietern von Mitteln wie Ingwerextrakt und Hanföl. „Unter den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es keine Wundermittel gegen Covid-19“, betonte Friedel Cramer, Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), am Dienstag in Berlin. „Es ist meiner Meinung nach unerhört, wie manche Händler in der derzeitigen Situation versuchen, aus den Ängsten der Menschen Profit zu schlagen.“ Nahrungsergänzungsmittel könnten Covid-19-Erkrankungen weder verhindern noch heilen. Sie dürften auch nicht mit krankheitsbezogenen Aussagen beworben werden.

In Deutschland haben die Kontrollstellen der Länder bereits 60 derartige Angebote im Internet gefunden. Im Zuge einer europaweiten Kontrollaktion wurden bisher 592 auffällige Internetseiten identifiziert. Die deutschsprachigen Angebote wurden laut BVL zur Überprüfung an die zuständigen Überwachungsbehörden weitergeleitet. Nach Kontrollen seien die Angebote geändert oder gelöscht worden.

Länder einigen sich auf Regeln für Weihnachten und Silvester

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt.

Im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar können Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Kinder bis 14 Jahren seien hiervon ausgenommen.

Der aktuelle Teil-Lockdown soll dem Länder-Papier zufolge bis zum 20. Dezember verlängert werden. Bei einer Inzidenz von „deutlich“ unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und wenn weitere Bedingungen erfüllt sind, sollen Länder die Möglichkeit bekommen, hiervon abzuweichen.

Die Ministerpräsidenten plädieren für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an - für Weihnachten und Silvester soll es eine Sonderregelung geben. „Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken“, heißt es in dem Beschlussentwurf. Kinder bis 14 Jahre seien hiervon ausgenommen.

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Märklin verzeichnet hohe Nachfrage während der Corona-Krise

Der Modelleisenbahn-Hersteller Märklin verzeichnet während der Corona-Pandemie eine gestiegene Nachfrage. Diese macht sich beim Marktführer vor allem bei der Service-Hotline bemerkbar. „Es gibt extrem viele Leute, die sich neu mit dem Hobby beschäftigen und Aufbauhilfe brauchen“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Sieber über die Kunden des Göppinger Unternehmens.

Aktuell mangele es nicht an der Nachfrage, sondern eher daran, dass die Produktionskapazitäten eingeschränkt seien. Aufgrund der Corona-Krise standen im Frühjahr die Märklin-Fabriken am deutschen Stammsitz Göppingen und in Ungarn über Wochen still. Anfang des Jahres hatte Sieber noch von einem Umsatzplus um 5 auf 117 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019/2020 gesprochen. Mit 112 Millionen Euro Umsatz schloss das Geschäftsjahr nun auf Vorjahresniveau. Für dieses Jahr wagt Sieber keine genaue Prognose, hält aber ein leichtes Wachstum für möglich.

13 554 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter dem Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13 554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14 419 gelegen. Am Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942 687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 249 auf insgesamt 14 361. Das RKI schätzt, dass rund 636 700 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, fast eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

+++ Ticker von Montag, 23. November +++

Böller-Verkaufsverbot: Bisher keine einheitliche Linie unter Ländern

Unter den Ministerpräsidenten der Länder zeichnet sich bisher keine einheitliche Linie zur Frage eines generellen Verkaufsverbots für Silvesterböller ab. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend von Teilnehmern der Länder-Beratungen. Es wurde betont, Entscheidungen solle es erst am Mittwoch bei den Beratungen von Bund und Ländern geben. Diskutiert wurde demnach ein Verbot von Feuerwerken zu Silvester auf bestimmten öffentlichen Plätzen.

Die unionsgeführten Bundesländer hatten sich anders als SPD-Länder gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterböller ausgesprochen. Der Verkauf und das Mitführen von Pyrotechnik solle nicht untersagt werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Stattdessen solle es einen Appell geben sowie ein Verbot von Feuerwerk auf belebten Plätzen. (Quelle: dpa)

GPS-Werkstatt in Varel-Jeringhave geschlossen

Das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland hat veranlasst, dass die GPS-Werkstatt in Varel-Jeringhave bis auf Weiteres geschlossen bleibt, da mehrere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Alle Beschäftigten sowie Mitarbeiter der GPS-Werkstatt werden nun getestet. Das betrifft rund 200 Personen.

Längerer Teil-Lockdown absehbar

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen ist eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember absehbar. Auch die unionsgeführten Bundesländer wollen die für November geltenden Maßnahmen bis zum 20. Dezember verlängern, wie aus einem Papier hervorgeht, das der dpa vorliegt. Eine Fortführung bis zu diesem Datum sieht auch ein bereits bekannt gewordener Beschlussentwurf vom Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz vor, den derzeit Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller innehat. Demnach soll es weitere Verlängerungen geben, falls die Infektionslage nicht abflaut. Der Berliner Vorschlag sieht bis Mitte Januar erhebliche Kontaktbeschränkungen vor, wobei es Lockerungen für die Weihnachtsfeiertage geben soll. (Quelle: dpa)

Alle Schulen und Kitas im Landkreis Hildburghausen schließen

Nach besonders hohen Corona-Infektionszahlen binnen einer Woche werden ab Mittwoch im thüringischen Landkreis Hildburghausen alle Schulen und Kitas geschlossen. Darauf verständigte sich der Kreis mit der Thüringer Landesregierung. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bestätigte die Maßnahme am Montag. Zuvor hatte der MDR berichtet. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner erreichte am Montag den Stand von 396. In keinem anderen Landkreis in Deutschland war die Sieben-Tagen-Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) höher.

Schwesig für frühere Corona-Lockerungen bei Inzidenz von unter 35

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich für frühere Corona-Lockerungen in Bundesländern ausgesprochen, die einen Inzidenzwert von unter 35 haben. „Mecklenburg-Vorpommern erfüllt diese Voraussetzungen im Moment noch nicht. Wir liegen immer noch knapp unterhalb der Schwelle zum Risikogebiet. Aber wenn die Zahlen weiter absinken und dann stabil bleiben, könnten wir bei uns erste Lockerungen vornehmen“, sagte Schwesig der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

An diesem Montag wollen die Landesregierungschefs ihre Position festlegen für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch.

Schwesig betonte erneut, dass es für Corona-Hotspots verschärfte Regeln geben müssen. „Wir haben in Deutschland Regionen mit mehr als 200 Fällen pro 100 000 Einwohner. Wir müssen verhindern, dass die Welle aus den Hochrisikogebieten in andere Regionen hineinschwappt.“ Der Inzidenzwert steht für die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage. (Quelle: dpa)

16 Genesungen in Wilhelmshaven

Verlängerter Teil-Lockdown bremst Wirtschaft weiter aus

Bei einem verlängerten Teil-Lockdown in der Corona-Krise droht der deutschen Wirtschaft aus Sicht von Ökonomen ein neuer Rückschlag.

Für das Schlussquartal rechnen sie dann wieder mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung, aber weniger stark als im Frühjahr. Schon jetzt sorgen die seit Anfang November geltenden Einschränkungen nach Darstellung etwa des Einzelhandels und der Gastrobranche für herbe Verluste. Im Fall längerer Restriktionen fordern betroffene Unternehmen auch eine Ausweitung der Hilfen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät an diesem Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Dabei zeichnet sich eine Verlängerung des Teil-Lockdowns ab, der seit Anfang November gilt und zunächst bis Monatsende befristet war.

Baumärkte boomen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise beschert den Bau- und Gartenfachmärkten in Deutschland einen anhaltenden Nachfrageboom. Insgesamt setzte die Do-it-Yourself-Branche in den ersten neun Monaten gut 17,3 Milliarden Euro um.

Das entspreche einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete der Handelsverband Heimwerken, Bau und Garten (BHB) am Montag in Köln.

Auch im dritten Quartal, das normalerweise eher durch Kaufzurückhaltung in der Hauptreisezeit und das nahende Ende der Gartensaison gekennzeichnet sei, habe die Branche weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnet. „Das ist sicherlich in der Hauptsache fehlenden Reisemöglichkeiten geschuldet“, urteilte der Branchenverband. Außerdem habe die wachsende Bedeutung der eigenen vier Wände in der Pandemie dazu geführt, dass viele Sanierungs-, Renovierungs- und Verschönerungsprojekte angegangen worden seien.

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Handel: In den Innenstädten bleiben die Kunden aus

Der Teil-Lockdown in Deutschland sorgt nach Darstellung des Einzelhandelsverbandes HDE weiterhin für weitgehend leere Innenstädte.

„Das ist insbesondere im für die Händler für gewöhnlich umsatzstarken Weihnachtsgeschäft für viele Unternehmen existenzbedrohend“, warnte am Montag der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. Er forderte mehr staatliche Unterstützung für den Einzelhandel.

Nach einer aktuellen Umfrage des HDE unter 580 Händlern lag die Kundenzahl in den Stadtzentren auch in der dritten Novemberwoche um 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Umsätze hätten um knapp ein Drittel unter dem Vorjahreswert gelegen. Im Bekleidungshandel habe das Minus sogar 40 Prozent betragen.

„Wenn die Politik jetzt nicht zeitnah mit Hilfsprogrammen eingreift, dann überschreiten wir zeitnah den Kipppunkt, ab dem viele Händler nicht mehr zu retten sein werden“, sagte Genth. Er forderte von der Politik, die Novemberhilfen auch für Einzelhändler zu öffnen. Außerdem müssten die Überbrückungshilfen so angepasst werden, dass auch der Einzelhandel davon profitieren könne.

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Politiker Lauterbach: Zuschauer in Stadien „realitätsfremd“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet nach dem nächsten Corona-Gipfel auch weitere Einschränkungen für den Sport.Sollten sich die Fallzahlen nicht gut entwickeln, „dann könnte ich mir gut vorstellen, dass wir den Freizeitsport und auch den Profisport, zumindest den Hallensport, komplett verbieten“, sagte der 57 Jahre alte Bundestagsabgeordnete im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor den Beratungen von Bundesregierung und Ministerpräsidenten am Mittwoch. „Selbst beim Profi-Fußball bin ich nicht sicher, wie lange wir das noch durchhalten“, meinte Lauterbach.

Das komplette Interview lesen Sie hier.

Spahn und Scholz erwarten noch 2020 erste Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus.

„Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren Mitte Dezember einsatzbereit sein sollen. Das scheine zu klappen.

Auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) machte Hoffnungen auf Impfungen noch in diesem Jahr. „Wir haben die Vorbereitungen dafür getroffen, dass es noch im Dezember losgehen könnte“, sagte Scholz am Sonntagabend auf „Bild live“. Er glaube, es gehe „mit der Impfung schneller los, als wir vor einiger Zeit gedacht haben“, betonte der Vizekanzler.

Spahn zeigte sich optimistisch, dass es nicht bis Ende 2021 dauern werde, bis alle Bevölkerungsgruppen durchgeimpft sind. So benötige man für viele der voraussichtlichen Impfstoffe keine tiefe Kühlung. Sie könnten in normalen Arztpraxen gegeben werden. „Und dann geht es schnell: Vergessen wir nicht, dass jährlich in wenigen Wochen bis zu 20 Millionen Menschen gegen Grippe geimpft werden“, sagte Spahn.

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Beschlussvorlage: Silvester-Feuerwerk soll untersagt werden

Die SPD-geführten Bundesländer wollen in diesem Jahr kein Silvester-Feuerwerk zulassen.

Das Zünden, der Kauf und der Verkauf von Böllern und Raketen sollen deshalb über den Jahreswechsel in Deutschland verboten werden, berichten die „Berliner Morgenpost“ und das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ unter Berufung auf einen Beschlussentwurf des Vorsitzlandes der Ministerpräsidentenkonferenz. Den Vorsitz hat derzeit Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) inne.

Ziel sei es, Gruppenbildung zu vermeiden, die Einsatzkräfte wie Polizei und Feuerwehr zu entlasten und Kapazitäten des Gesundheitssystems frei zu halten, heißt es in dem auch der dpa vorliegenden Papier, das das Datum 22. November trägt. An diesem Mittwoch beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Derzeit gilt ein Teil-Lockdown, der aber Ende November ausläuft.

Psychiater: Home-Schooling verändert Schüler mental

Angesichts der seit längerem geltenden Regelung, den Unterricht für ältere Schüler nur digital anzubieten, sehen Experten in Italien Auswirkungen dadurch auf die Entwicklung der Kinder. Die Situation, zu Hause zu lernen, habe Auswirkungen auf die mentale Verfassung und persönliche Entwicklung der Schüler, erklärte der Psychiater Massimo Di Giannantonio in Rom.

Die Verwirrung zwischen Realem und Virtuellem nehme für die ohnehin schon von Technik und Medien geprägten Jugendlichen zu. Es werde angenommen, dass sich die Zeit der Reifung, des Selbstständigwerdens und der Entwicklung des Verantwortungsbewusstseins dadurch verlangsamen könnte.

Wegen der andauernden Lernsituation regt sich in vielen italienischen Städten Widerstand seitens der Schüler gegen das sogenannte Home-Schooling.

Niederegger rechnet trotz Corona mit gutem Weihnachtsgeschäft

Trotz der Corona-Pandemie läuft die Marzipanproduktion bei der Lübecker Firma Niederegger seit Wochen auf Hochtouren. Die Nachfrage nach weihnachtlichen Artikeln wie Herzen, Sternen und Broten aus Marzipan aus dem In- und Ausland sei ungebrochen, sagte Unternehmenssprecher Kathrin Gaebel am Mittwoch. Die Produktionsmengen bewegten sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In der Saison verlassen nach Firmenangaben täglich rund 30 000 Kilogramm Marzipan das Werk in Lübeck.

„Süßwaren sind erfahrungsgemäß recht krisenfest, die werden immer gekauft“, sagte Gaebel. Solange der Einzelhandel geöffnet bleibe, mache man sich keine Sorgen. „Außerdem hat auch der Verkauf über unseren Onlineshop schon im ersten Lockdown im Frühjahr kräftig zugelegt“, sagte sie.

Auch der Export von Niederegger-Produkten ins Ausland läuft nach Angaben der Unternehmenssprecherin nach wie vor gut. Die größten Exportmärkte Niedereggers sind nach Unternehmensangaben die USA, England und Russland. Das Weihnachtsgeschäft macht rund 60 Prozent des Jahresumsatzes aus. Zu dessen Höhe macht das Familienunternehmen stets keine Angaben.

10 864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10 864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10 824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 929 133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14 112. Das RKI schätzt, dass rund 618 800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.