Wilhelmshaven Eine berufliche Zukunft bei Bundeswehr und Polizei bleibt sehr gefragt. Beim Berufsorientierungstag im Neuen Gymnasium zogen diese Informationsangebote besonders großes Interesse auf sich, wie Sonja Heykes, Fachobfrau Politik-Wirtschaft und Organisatorin der Veranstaltung, berichtet. Nicht zuletzt die Möglichkeit des Studiums im öffentlichen Dienst ist für viele Gymnasiasten verlockend. Auslandseinsätze für Soldaten und Attacken auf Polizisten haben daran nichts geändert. Der Schule sei es aber wichtig, den Vorstellungen der Schüler die Wirklichkeit entgegenzustellen.

Die Agentur für Arbeit leistet dabei Unterstützung, auch schon in der Vorbereitungsphase. Diese gründliche Berufsvorbereitung, in der Schüler auf Anforderungsprofile in den unterschiedlichen Berufen und auf das breite Spektrum anderer Ausbildungswege hingewiesen werden, sei unverzichtbar, so Heykes.

40 Referenten stellten in 50 Veranstaltungen Studien-, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten vor. Die Jade Hochschule, die Hanze University Groningen und die Hochschule Emden informierten über Studiengänge. Die Berufsakademie Wilhelmshaven stieß mit ihrem Bachelor-Ausbildungsgang Soziale Arbeit auf großes Interesse. Eine Ärztin, ein Apotheker, ein Amtsrichter und eine Lehrerin berichteten über ihre Tätigkeit in klassischen Berufsfeldern.

Dem Neuen Gymnasium liegt daran, den Blick der Schüler zu weiten. Außerhalb des akademischen Studiums gibt es auch für Abiturienten attraktive Ausbildungswege, einschließlich dualer Studiengänge. Heykes zeigte sich erfreut, dass die Brune-Mettcker Druck- und Verlagsgesellschaft die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in einem Medienunternehmen vorstellte.

Vynova Wilhelmshaven warb für die chemische Industrie als Arbeitgeber. Bei naturwissenschaftlich-technischen Berufen aber halten sich vor allem die Schülerinnen zurück. Sie konzentrieren sich weiter auf den sozialen und kommunikativen Bereich, beobachtet Sonja Heykes. Alle Bemühungen der Schule, das Interesse an MINT-Berufen zu wecken und den Frauen-Anteil in diesem Bereich zu stärken, hätten nur begrenzt Früchte getragen.

Ungebrochen ist, trotz Verlängerung der Schulzeit durch die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren Gymnasium, das Interesse an einem Auslandsaufenthalt. Die Schüler wüssten die dadurch zu gewinnende Selbstständigkeit und Sprachkompetenz zu schätzen, so Heykes.

Ursula Grosse BockhornLokalredaktion

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