Wilhelmshaven /Berlin Möller begrüßt in einer Mitteilung die Forderung der IG Metall an die Bundesregierung nach einem Spitzengespräch zur Zukunft des Überwasserschiffbaus. Es gehe auch um die Arbeitsplätze von rund 15 000 Beschäftigten auf den Werften und bei Zulieferern.

Die Auftragsvergabe für das Mehrzweckkampfschiff (MKS) 180“ an ein niederländisch geführtes Konsortium hat die deutsche Industrie im Norden aufgeschreckt und stößt auch auf politischen Widerstand. Die unterlegene Werft GNYK geht juristisch gegen die Entscheidung vor. Die vier Schiffe sollen bei Blohm + Voss in Hamburg gebaut werden – und laut Planung ab 2027 in Wilhelmshaven stationiert.

„Thema darf nicht weiter verschleppt werden“

„Wir haben bereits im Koalitionsvertrag, dass der Überwasserschiffbau zur Schlüsseltechnologie erklärt wird. Die zuständigen Minister, insbesondere der Wirtschaftsminister und die Verteidigungsministerin müssen jetzt Klarheit schaffen und das Thema nicht weiter verschleppen“, betont Möller. Das entsprechende Strategiepapier soll sich in der Ressortabstimmung befinden.

Die deutsche Marine brauche dringend neue Schiffe – und diese müssen angesichts der in die Zukunft reichenden Einsatz- und Übungsdichte zügig und nachhaltig beschafft werden. „Durch das bestehende Verfahren werden die Schiffe nicht schnell genug beschafft, Personal- und Infrastrukturvorhaben und nicht zuletzt die Flotten- und Einsatzplanung leiden darunter.“ Eine europaweite Ausschreibung sei zu zeitaufwendig, zudem seien viele der europäischen Werften staatlich subventioniert oder sogar in staatlicher Hand: „Das ist keine faire Wettbewerbssituation für unsere kleinen und mittelständischen Werften.“

Siemtje Möller stärkt deshalb der Gewerkschaft den Rücken: „Unsere Küsten sind geprägt von der Werftindustrie, die seit über 100 Jahren bei uns beheimatet ist. Wir hier haben schon immer wegweisende Schiffsklassen entwickelt und gebaut. Wir hier haben das Know-How und die Erfahrung im Schiffbau und das seit vielen Generation. Das soll auch in Zukunft so bleiben.“

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