Wangerooge /Langeoog /Spiekeroog Seit einigen Tagen dürfen Touristen stufenweise wieder auf die Ostfriesischen Inseln, Tagestourismus ist aber noch nicht erlaubt. Das macht sich vor allem bei den Reedereien und Fährbetreibern bemerkbar, die dadurch deutliche Umsatzverluste verzeichnen.

Die Nordseebad Spiekeroog GmbH als Betreiberin des Fährbetriebes zwischen der Insel SPIEKEROOG und Neuharlingersiel war die erste, die die Preise für die Überfahrt angehoben hat. Schon seit dem 15. Mai müssen Touristen erheblich mehr zahlen. Bezahlte etwa ein erwachsener Frühbucher für eine einfache Fahrt bisher 15,70 Euro, so fallen jetzt 23,40 Euro an. Ohne Rabatt steigt der Ticketpreis von 17,40 auf 26 Euro. Die Regelung gilt befristet bis zum 13. Dezember.

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Auch die für die Fährverbindung zwischen Emden und BORKUM zuständige Reederei AG Ems hat am 15. Mai ihre Preise um vier Euro pro Fahrgast und zehn Euro pro Auto angehoben. Hin- und Rückfahrt kosten damit rund 39 Euro. Dies sei vorerst nötig, „um weitere laufende Defizite jedenfalls teilweise aufzufangen und auch zukünftig einen verlässlich fortlaufenden Betrieb abbilden zu können“, teilt die Reederei auf ihrer Internetseite mit.

Die Insel LANGEOOG hat in der vergangenen Woche nachgezogen. Bürgermeisterin Heike Horn berichtete in der Sitzung des Langeooger Inselrates, dass sich Rat und Verwaltung aufgrund der drohenden Verluste in der Schifffahrt zu einer „im Vergleich moderaten Anhebung der Fährpreise“ durchringen mussten. Auf einen „Wahnsinnseinschnitt“ habe man bewusst verzichtet, eine Steigerung der Kartenpreise von 15 Prozent halte man unter den gegebenen Umständen aber für verträglich. Diese Regelung gilt ab dem heutigen Donnerstag, 28. Mai, und ist befristet bis zum Ende des Jahres. Die durch die Preiserhöhung erwarteten Mehreinnahmen von 300.000 Euro verringerten den zuvor kalkulierten Verlust durch den Mehraufwand durch zusätzliche Fährfahrten und die fehlenden Umsätze mit Tagesgästen von 5,9 Millionen Euro allerdings nur leicht, so Horn. Die Frachttarife seien von der Anhebung nicht betroffen.

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Inzwischen hat auch die Reederei Norden-Frisia angekündigt, ihre Fährpreise im Verkehr von Norddeich nach NORDERNEY und JUIST anzuheben. Die Reederei führt als Grund Auswirkungen der Corona-Pandemie an, die unter anderem Mehrkosten verursacht und geringere Einnahmen zur Folge haben. Die Preisanhebung gilt ab dem 15. Juni. Laut Reederei werden die Preise für die Erwachsenen-Rückfahrkarte im Norderney-Verkehr um zwei Euro und für den Fahrgast nach Juist um drei Euro erhöht. Für Fahrzeuge werden die Preise um etwa fünf Prozent entsprechend den bestehenden Fahrzeugklassen angehoben.

Allein die Schifffahrt und Inselbahn (Deutsche Bahn) Wangerooge, die die Fähre zwischen WANGEROOGE und Harlesiel betreibt, sowie die Reederei Baltrum-Linie, die die Fähre zwischen BALTRUM und in Neßmersiel betreibt, wollen ihre Preise vorerst nicht erhöhen.

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