Spiekeroog Zwei Jollensegler waren am Samstagnachmittag vor Spiekeroog in Seenot geraten. Ein Hubschrauber der Marine rettete die beiden Wassersportler von ihrer gekenterten Jolle. Er war gemeinsam mit einem Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Einsatz.

Was war geschehen? Gegen 15.45 Uhr erfuhren die Seenotretter, dass zwischen den Inseln Langeoog und Spiekeroog eine Segeljolle gekentert war. Spaziergänger in Höhe des Spiekerooger Zeltplatzes hatten dies beobachtet und gemeldet. Die beiden Segler saßen auf dem blauen Rumpf ihres Bootes. Zur Unglückszeit herrschten vor Spiekeroog kräftige Westwinde mit bis zu 38 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit.

Die DGzRS-Seenotleitung Bremen alarmierte das Seenotrettungsboot „Neuharlingersiel“ der gleichnamigen Freiwilligen-Station und einen Such- und Rettungshubschrauber des Marinefliegergeschwaders 5. Der Hubschrauber befand sich glücklicherweise bereits in der Luft: Er trainierte gerade mit den Borkumer Seenotrettern, unterbrach die Übung und nahm sofort Kurs auf Spiekeroog. Seenotretter und Marineflieger trafen nahezu zeitgleich am Unglücksort nahe der Tonne Otzumer Balje 8 ein. Der Rettungshubschrauber nahm die beiden Segler mit der Winde an Bord und flog sie mit Verdacht auf Unterkühlung ins Krankenhaus nach Wittmund.

Die Besatzung der „Neuharlingersiel“ versuchte, die kieloben treibende Jolle auf den Haken zu nehmen. Aufgrund einer defekten Klampe am Bug ließ sich jedoch keine Leinenverbindung herstellen. Die Seenotretter mussten die Jolle deshalb treiben lassen und informierten die Verkehrszentrale über das Schifffahrtshindernis.

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