Schortens Die Pläne für ein neues Hotelprojekt an der Menkestraße stoßen nicht überall auf Gegenliebe. Georg Schwitters, viele Jahre im FDP-Ortsverband aktiv, hat einen offenen Brief formuliert. Er sieht den eigentlichen Marktplatz vorm Bürgerhaus in Gefahr und schreibt, dass sich „meines Erachtens die Stadt auf einen Irrweg“ begebe.

Städtebauliche Visionen bedürften der Visionen, wie sich die Stadt fortentwickeln solle, nicht der tagespolitischen Entscheidungen. Politik habe zurzeit nur eines im Auge: den Bau eines für die Stadt repräsentativen Hotels. „So wünschenswert ein gutes Hotel für die Bewirtung unserer touristischen Gäste und das Ansehen unserer Stadt in der öffentlichen Wahrnehmung ist, so falsch ist der Ansatz, diesem Vorhaben den Marktplatz zu opfern“, meinte Schwitters. (Anmerkung der Redaktion: Es soll ein kleiner Teil der Parkplätze für den Hotelbau genutzt werden, aber der Bürgermeister spricht davon, dass die Zahl der Stellplätze auf dem Bürgerhausvorplatz mindestens erhalten bleibt.)

„Marktplatz muss weiterentwickelt werden“

Schwitters betont, dass die Stadt „einen großen zentralen Platz“ brauche. Der Marktplatz vor dem Bürgerhaus sei geradezu ideal. Er müsste nach den Worten von Schwitters „weiterentwickelt“ werden. Insofern sei der Kauf der beiden Einfamilienhäuser an der Menkestraße durch die Stadt eine gute Entscheidung gewesen, bot sich doch die Option, den Platz zu vergrößern.

Schwitters: „Aber was soll nun daraus werden?“ Wenn die kommunale Fläche, die im Bebauungsplan zu sehen ist, zur Hälfte mit einem Hotelneubau zugebaut würde, bliebe der bisherige Marktplatz zwar erhalten, aber er ist dann für die Stadt kein repräsentativer zentraler Marktplatz, sondern nur „ein ein verstecktes Plätzchen, das verdeckt wird von einem großen Hotel.“

In seinem Brief fordert Schwitters: „Eine Stadt braucht einen großen, repräsentativen, zentralen Marktplatz. Auch die Stadt Schortens.“ Für ein Hotel gebe es an anderer Stelle ein Grundstück.

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