Roffhausen /Schortens Die zwölf Partner im Zweckverband Jade-Weser-Park haben einen langen Atem. Vor zwölf Jahren haben sie den ersten Spatenstich gefeiert und danach Höhen und Tiefen erlebt. Jetzt scheint die Logistikbranche diesen Standort mit schnellem Autobahnanschluss und der Nähe zum Jade-Weser-Port entdeckt zu haben.

Als einen richtig großen Ansiedlungserfolg darf die Ansiedlung einer 7000 Quadratmeter großen Logistikhalle für den Onlinehändler Amazon angesehen werden. Der international tätiger Projektentwickler Panattoni wird das Projekt umsetzen und erst Details erläutern, wenn die Baugenehmigung auf dem Tisch liegt. Damit rechnet man beim Zweckverband Ende März. Feinabstimmungen hat es in den vergangenen Wochen gegeben, alles läuft nach Plan, bisher wurde dieses Vorhaben ohne großen Öffentlichkeitswirbel Punkt für Punkt abgearbeitet.

Der Amazon-Konzern ist bundesweit in den vergangenen Jahren und Monaten wegen seiner Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten. Eben deshalb hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies einen Dialog mit den Gewerkschaften empfohlen.

Auf dem 6,3 Hektar großen Gelände im Eingangsbereich des Jade-Weser-Parks sollen in diesem Amazon-Logistik- und Sortierzentrum etwa 100 bis 150 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Gebiet des Jade-Weser-Parks ist in mehrere Ausbauabschnitte gegliedert, 40 Hektar sind erschlossen. Davon haben das Hermes-Verteilzentrum, die Spedition Beeken und der Entsorger Augustin schon etliche Quadratmeter erworben und entsprechend bebaut, alle haben noch Ausbaureserven. Außerdem stehen noch weitere 100 Hektar zur Verfügung.

Der Jade-Weser-Park ist als gemeinsames Gewerbe- und Industriegelände, auf dem ein 24-Stunden-Betrieb möglich ist, von den Städten Jever, Schortens, Varel, Wilhelmshaven und Wittmund, den Gemeinden Wangerland, Sande, Friedeburg, Bockhorn und Zetel sowie den Landkreisen Wittmund und Friesland entwickelt worden. Gewerbesteuereinnahmen werden entsprechend der Anteile ausgeschüttet.

Ein Tiefpunkt des Jade-Weser-Parks waren die vor sechs Jahren gescheiterten Pläne für eine Pizzafabrik, die ein Schweizer realisieren wollte.

Michael MehrtensLokalredaktion

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