Ostfriesland Mit Drohnen den Landwirten und Jägern bei der Rehkitzsuche zu helfen – das war die Idee der Feuerwehr Osterhusen, die sich sehr für den Umweltschutz engagiert.

Der Hintergrund: Rehkitze werden in den Monaten Mai und Juno geboren. In den ersten Lebenswochen geben sie keine Witterung ab und sind dadurch vor Fressfeinden geschützt. Zusätzlich verstecken die Ricken ihre Jungen im hohen Gras der Wiesen. Weil sich die jungen Rehe bei drohender Gefahr aber klein machen und verstecken anstatt wegzurennen wie etwa Hasen, fallen sie oft den Mähdreschern zum Opfer. Das sei nicht nur traurig, so die Feuerwehr, sondern verderbe auch die Silage. Deshalb sollten, wenn möglich, Felder vor der Mahd abgesucht werden. Im Landkreis Aurich jetzt mit Unterstützung der Drohnengruppe der Feuerwehr.

Suche mit Drohnen funktioniert nur Frühmorgens

Für die Gruppe eine schöne Übungssituation und für die Rehkitze eine Chance, bei den anstehenden Mäharbeiten nicht vom Mähwerk erfasst zu werden. Da der Drohneneinsatz mit zwei Personen machbar ist, war es auch möglich, die aufgrund der Corona-Pandemie bestehenden Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Der einzige Haken: das Ganze funktioniert nur sehr früh morgens.

So machte sich ein Teil der Drohnengruppe Ende Mai gegen fünf Uhr auf den Weg. Nach Rücksprache mit dem Landwirt und einem Jäger wurde das Gebiet in Osterhusen, in dem Rehkitze vermutet wurden, abgesucht. Direkt bei der Premiere wurde ein Kitz mit Hilfe der Wärmebildkamera gefunden.

Das Tier wurde vom Jäger in Sicherheit gebracht. Dabei wird darauf geachtet, dass das Kitz nur mit geruchsneutralem Stoff oder mit viel Gras angefasst wird. Denn haftet menschlicher Geruch an ihm, wird es von der Mutter möglicherweise verstoßen.

Es gibt zahlreiche Anfragen von Landwirten und Jägern

Am Sonntagmorgen machte sich ein Trupp auf den Weg, um bei einem weiteren Landwirt die Felder abzusuchen. Auch hier war der zuständige Jäger mit dabei, um bei einem Fund das Kitz zu sichern. An diesem Morgen wurden jedoch „nur“ Hasen entdeckt. Da diese Tiere selbstständig flüchten können, war kein Handeln erforderlich. Es folgen weitere Aktionen, da es zahlreiche Anfragen von Landwirten und Jägern aus der Gemeinde Hinte und angrenzenden Ortschaften gibt.

Die Drohnengruppe wird versuchen, so viele Termine wie möglich abzuleisten.

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