Ostfriesland /Friesland /Wilhelmshaven Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven ist nach letzter erfolgter Meldung der Stadt vier Personen infiziert. Die Gesamtzahl der bisherigen Infizierten liegt bei 32. Eine Person ist verstorben. Die Stadt Wilhelmshaven hat nach ausbleiben von Neuinfektionen Anfang Juli angekündigt, nicht mehr täglich über die Infektionszahlen zu berichten. (Stand: 6. August, 21.07 Uhr)

Derzeit ist keine Person aus dem Landkreis Friesland mehr mit dem Coronavirus infiziert. 37 Patienten sind mittlerweile genesen, zwei Menschen sind gestorben. Insgesamt gab es bislang 39 Menschen aus dem Kreisgebiet, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. (Stand: 6. August, 17.20 Uhr)

Der Landkreis Wittmund hat seine täglich Information zu Corona-Infektionen im Juni eingestellt. Zuletzt gab es dort keine Infektionen (Stand 19. Juni). 41 Personen gelten als geheilt. Insgesamt waren bisher 41 Menschen infiziert. Der Landkreis informiert erst wieder, wenn es eine Neuinfektion geben sollte.

Derzeit sind im Landkreis Aurich 16 Personen an Corona erkrankt. Insgesamt gab es 153 positive Nachweise, 129 Personen gelten als geheilt. Acht infizierte Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. (Stand: 6. August, 17.33 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland 214.214 Infektionen und 9183 Todesfälle. (Stand: 7. August, 7.10 Uhr).

+++ Ticker von Freitag, 7. August +++

Wieder Maskenpflicht in der Nordseepassage

Die Nordseepassage führt wieder eine Maskenpflicht auf allen allgemeinen Centerflächen ein. Dafür gibt es laut Center Manager Norbert Fels mehrere Gründe. Als Hauptgrund nennt er die neue Entwicklung der Fallzahlen in Deutschland. Schon mehrere Tage in Folge infizierten sich täglich mehr als 1 000 Personen mit dem Coronavirus. Auch in Wilhelmshaven sind aktuell wieder aktive Fälle bekannt.

Ebenfalls haben die Gespräche mit den Besuchern, die dem Centermanagement ihre Ansichten zur Aufhebung der Pflicht schilderten, zum Entscheidungsprozess beigetragen. In Abstimmung mit den Mietpartnern, der Stadtverwaltung und der Eigentümervertretung wurde entschieden, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ab Montag, 10. August, wieder durchzusetzen.

Aberdeen nach Corona-Ausbruch zurück im Lockdown

Aberdeen ist zurück im Lockdown. Nachdem am Mittwoch 54 Corona-Fälle in der schottischen Universitätsstadt gemeldet wurden, ordnete die Erste Ministerin des Landes, Nicola Surgeon, die Einschränkungen an. Wie die BBC berichtet, ist die Zahl der Infizierten seit dem auf 79 gestiegen.

Die mehr als 228.000 Einwohner Aberdeens sind angehalten, sich nicht gegenseitig in ihren Haushalten zu besuchen und sich nicht weiter als fünf Kilometer von ihrer eigenen Wohnung zu entfernen. Der Lockdown gilt auch für Urlaubsreisen.

Der Ausbruch der Infektionen wird auf Pubs und Restaurants in der Innenstadt zurückgeführt, die nun für mindestens sieben Tage schließen müssen. Die Stadt plant jedoch weiterhin, in der nächsten Woche die Schulen wieder zu öffnen. (Quelle: bbc)

Indien hat als drittes Land mehr als 2 Millionen Corona-Fälle

Indien hat als drittes Land der Erde mehr als zwei Millionen registrierte Corona-Infektionen. Wie Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore zeigen, stieg die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in nur knapp drei Wochen von einer auf zwei Millionen Fälle. In Indien nehmen die bekannten Neuinfektionen damit schneller zu als in anderen Ländern der Erde - auch als in Brasilien oder den USA, die beide bislang deutlich mehr Infektionen verzeichnen.

Trotzdem lockert das Land seine Schutzmaßnahmen zusehends. Wegen des anfangs sehr strikten Lockdowns verloren Millionen Tagelöhner ihre Arbeit und drohten zu verhungern. Mit mehr als 41 000 Toten durch die Krankheit Covid-19 ist die offizielle Sterberate in Indien aber deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern. (Quelle: dpa)

Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona geschlossen

Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust, wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz, wie aus Mitteilungen der beiden Landkreise vom Freitag hervorgeht. An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert. (Quelle: dpa)

Export bricht im ersten Halbjahr ein – Juni-Zahlen machen Hoffnung

Die Corona-Krise hat tiefe Löcher in die deutsche Exportbilanz des ersten Halbjahres gerissen. Der Wert der Warenausfuhren brach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,4 Prozent auf 576,8 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im Juni setzte sich die im Mai begonnene Erholung fort. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Exporte kräftig um 14,9 Prozent. Es war der stärkste Anstieg im Vormonatsvergleich seit Beginn der Zeitreihe 1990. Dennoch liegen die Ausfuhren noch 16,0 Prozent unter dem Vorkrisenniveau im Februar 2020. Im Vergleich zum Juni 2019 verringerten sich die Ausfuhren um 9,4 Prozent auf 96,1 Milliarden Euro. Die Importe sanken um 10,0 Prozent auf 80,5 Milliarden Euro.

Der April hatte bislang den Tiefpunkt markiert. Zeitweise Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten hinterließen tiefe Spuren. Zuletzt spürten die deutschen Exporteure die Erholung der Wirtschaft in vielen Ländern. In der Branche machte sich nach einer Umfrage des Ifo-Instituts im Juli vorsichtiger Optimismus breit. (Quelle: dpa)

Deutsche Industrie erholt sich weiter von Corona-Einbruch

Die deutsche Industrie hat sich auch im Juni von dem drastischen Produktionseinbruch in der Corona-Krise erholt. Im verarbeitenden Gewerbes sei die Fertigung im Monatsvergleich um 8,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten mit einem etwas schwächeren Zuwachs um 8,2 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Juni war der zweite in Folge. In den Monaten März und April war die Produktion wegen der Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie stark gefallen.

Dass die Krise immer noch schwer wiegt, zeigt der Jahresvergleich. Gegenüber dem Vorjahresmonat war die Gesamtherstellung im Juni um 11,7 Prozent rückläufig. Das Vorkrisenniveau wird immer noch klar unterschritten: Im Vergleich zu Februar liegt die Gesamtproduktion 12,1 Prozent niedriger. In der Automobilindustrie ist die Produktion im Juni laut Bundesamt mit 54,7 Prozent zum Vormonat weiter stark angestiegen. Sie liegt in der deutschen Schlüsselindustrie aber noch gut 20 Prozent niedriger als im Februar. Im Februar waren die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie noch nicht in Kraft. (Quelle: dpa)

Chinas Außenhandel legt trotz Corona-Krise weiter zu

Trotz der globalen Corona-Pandemie sind Chinas Exporte im vergangenen Monat unerwartet stark gestiegen. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legten im Juli im Vergleich zum Vormonat um 7,2 Prozent zu, wie die Pekinger Zollverwaltung am Freitag berichtete. Leicht schwächer fielen dagegen die Importe aus, die um 1,4 Prozent schrumpften. Unterm Strich legte der Außenhandel damit um 3,4 Prozent auf einen Wert von rund 413 Milliarden US-Dollar zu. Zwar laufen die Geschäfte wieder an, seit Januar gerechnet muss China aber noch immer ein Minus beim Außenhandel von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. (Quelle: dpa)

Gouverneur von Ohio nach positivem Befund negativ getestet

Wenige Stunden nach einem positiven Corona-Befund ist der Gouverneur des US-Bundesstaats Ohio, Mike DeWine, zum zweiten Mal getestet worden - mit negativem Ergebnis. Bei dem letzteren Test habe es sich um einen hochempfindlichen Polymerasekettenreaktionstest gehandelt, beim ersteren um einen Anti-Gen-Test, teilte DeWine am späten Donnerstagabend (Ortszeit) auf Twitter mit. Kurz vor einem Besuch von Präsident Donald Trump in Ohio habe der Anti-Gen-Test das positive Ergebnis gebracht. Solche Untersuchungen seien vor einem Kontakt mit dem Präsidenten vorgeschrieben. Man habe in Ohio nicht viel Erfahrung mit Anti-Gen-Tests, erklärte der Republikaner DeWine weiter. „Wir werden mit dem Hersteller zusammenarbeiten, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie es zu der Diskrepanz zwischen diesen beiden Tests gekommen sein könnte.“ DeWine hätte Trump, der in Ohio unter anderem ein Unternehmen besuchte, auf dem Flughafen in Cleveland begrüßen sollen. Die Termine mit dem Präsidenten sagte der 73-Jährige nach dem positiven Befund jedoch ab.

Ein falsches positives Ergebnis sei „ungewöhnlich“, twitterte der Direktor des Globalen Gesundheitsinstituts der Elite-Universität Harvard, Ashish Jha. Es sei zwar unklar, welcher Test genau durchgeführt worden sei, Anti-Gen-Tests seien üblicherweise aber präzise. (Quelle: dpa)

Forscher befürchten fast 300 000 Corona-Tote in den USA

Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle am Donnerstag. Das Modell des Instituts befürchtet nun bis 1. Dezember 295.000 Tote. Vor der jüngsten starken Zunahme der Neuinfektionen in den USA hatte das Modell bis 1. November noch mit rund 230.000 Toten gerechnet. Mehr zu diesem Thema gibt es hier.

Spahn: Gesundheitswesen kann mit 1000 Neuinfektionen umgehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht.Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann“, sagte der CDU-Politiker dem ZDF-“Heute Journal“.

„Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen. Mehr dazu lesen Abonnenten hier.

1147 Neuinfektionen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 214 214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 7.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Bis Freitagmorgen hatten 195 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: dpa)

+++ Ticker von Donnerstag, 6. August +++

Ein neuer Coronafall in Wilhelmshaven

Die Stadt Wilhelmshaven hat am Donnerstagabend einen weiteren Coronafall gemeldet. Damit beträgt die Gesamtzahl der Personen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven, die mit Covid-19 infiziert sind bzw. waren, nun 32.

Erstmals mehr als 1000 neue Corona-Infektionen seit Anfang Mai

Erstmals seit drei Monaten hat das Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI demnach 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, wie es am frühen Donnerstagmorgen hieß. Die Schwelle von 1000 neuen Corona-Fällen war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab, ist der jetzige Anstieg nicht hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen. Doch über alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt. Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt.

Finnland führt Reisebeschränkungen für Niederlande und Belgien ein

Wegen steigender Corona-Zahlen in den betroffenen Ländern beschränkt Finnland ab Montag erneut die Einreise für Menschen aus den Niederlanden, Belgien und Andorra. Das bedeutet, dass Finnland für diese Länder wieder Grenzkontrollen einführt und Reisende aus diesen Staaten aufgerufen werden, für 14 Tage in Quarantäne zu gehen und Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden. Wie die finnische Regierung am Donnerstag mitteilte, dürfen Menschen aus Deutschland und Dänemark trotz der dort ebenfalls erhöhten Infektionsraten weiter einschränkungsfrei einreisen. Die deutschen und dänischen Anstiege ließen sich auf lokale Ausbruchsherde zurückführen. (Quelle: dpa)

Gewerkschaft: Mehr Rechte für Zugbegleiter bei Maskenpflicht

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer verlangt mehr Kompetenzen für die Zugbegleiter, damit die Maskenpflicht in Zügen besser durchgesetzt werden kann. Das sei derzeit nicht so einfach, sagte der Vorsitzende Claus Weselsky am Donnerstag. „Unsere Kolleginnen und Kollegen draußen in den Zügen haben keinen Machthebel.“ Die Maskenpflicht müsse in die Beförderungsbedingungen und damit ins Hausrecht der Bahn aufgenommen werden.

IG Bau: Corona-Disziplin auf dem Bau sinkt

Die „Corona-Disziplin“ auf dem Bau sinkt: Auf immer mehr Baustellen in Wilhelmshaven und Friesland wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau). „Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus auf die leichte Schulter. Das ist fatal“, sagt die Vorsitzende der IG Bau Nordwest-Niedersachsen, Gabriele Knue.

Viele Bauunternehmen blendeten die Gefahr einer Infektion mit dem Covid-19-Virus inzwischen einfach aus, so die IG Bau. Bei ihren Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf „grobe Corona-Sünden“: „Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige. Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind wieder an der Tagesordnung.“

Corona-Schutz auf dem Bau koste Geld. Das seien aber notwendige Kosten, die die Bauunternehmen nicht scheuen dürften. Dass das Arbeiten unter freiem Himmel das Infektionsrisiko reduziere, sei nur die halbe Wahrheit. Spätestens beim Innenausbau und beim Sanieren sehe das dann schon ganz anders aus.

Zudem lauere bei gemeinsamen Pausen eine hohe Infektionsgefahr. Ebenso auf dem Weg zur Baustelle im Sammeltransporter. Die IG Bau fordert ein Lohnplus von 6,8 Prozent, mindestens jedoch 230 Euro pro Monat mehr. Darüber hinaus sollen Azubis 100 Euro zusätzlich im Monat erhalten.

Landkreis Aurich meldet 16 Corona-Fälle

Über sieben weitere aktive Corona-Infektionen informiert der Landkreis Aurich. Nach dem am Mittwoch neun Personen gemeldet waren, stieg die Zahl der Nachweise innerhalb eines Tages auf 16. Sechs der Betroffenen kommen aus der Stadt Aurich, zwei aus der Gemeinde Krummhörn und acht aus der Gemeinde Südbrookmerland. Insgesamt gab es bislang 153 positive Nachweise von Covid-19 im Kreisgebiet.

Zwei Infektionsgeschehen stehen in Zusammenhang mit einer Reiserückkehr aus Risikogebieten. Hierbei handelt es sich um zwei Familien mit insgesamt sieben Personen. Eine weitere Familie mit sieben Personen hat sich im familiären Umfeld infiziert. Weitere zwei Personen haben sich außerhalb des Landkreises infiziert. Ausgehend von den bekannten Fällen wurden Kontaktpersonen ermittelt und weitere Abstriche genommen, deren Ergebnisse noch ausstehen.

Derzeit befinden sich 43 Personen in häuslicher Quarantäne.

Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag

Einreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten müssen sich von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte. Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) - aus der EU sind derzeit Luxemburg und die die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man „auf Nummer sicher“ gehen. „Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist.“ Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

Bereits seit vergangenem Samstag können sich alle Einreisenden aus dem Ausland freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Jede bisher unentdeckte Infektion mache einen Unterschied, sagte Spahn. Er verteidigte es erneut, dass die Reisenden dafür nicht selbst zur Kasse gebeten werden sollen. Die Kosten übernimmt letztlich der Bund. (Quelle: dpa)

Umfrage: Mehrheit erwartet schärfere Corona-Regeln

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen erwartet noch in diesem Jahr eine erneute Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Hälfte der Befragten rechnet „eher“ mit schärferen Regeln, weitere 32 Prozent gehen „auf jeden Fall“ davon aus, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des „Spiegel“ ergeben hat.

Rund ein Drittel (31 Prozent) derjenigen, die an eine erneute Verschärfung glauben, erwartet lockerere Maßnahmen als im Frühjahr. 42 Prozent meinen hingegen, dass es noch strengere Regeln geben könnte als zu Beginn der Corona-Krise. Dass eine solche deutliche Verschärfung die wirtschaftliche Gesamtsituation Deutschlands verschlechtern würde, gaben 88 Prozent der Umfrage-Teilnehmer an. (Quelle: dpa)

Lufthansa: Entlassungen nicht mehr vermeidbar

Nach einem weiteren Milliardenverlust im zweiten Quartal verschärft die Lufthansa ihre Sparmaßnahmen. Der Vorstand stimmte die Mitarbeiter am Donnerstag auf betriebsbedingte Kündigungen ein.Bislang sollten diese in Verhandlungen mit den Gewerkschaften durch andere Sparbeiträge noch vermieden werden. Dieses Ziel sei nun auch für Deutschland nicht mehr realistisch, erklärte Vorstandschef Carsten Spohr. Bislang fehlen Abkommen mit Verdi und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit.

Auch die Mitglieder der Kabinengewerkschaft Ufo haben dem erreichten Eckpunkte-Papier noch nicht zugestimmt. Der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa im zweiten Quartal einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Weil pocht auf Kurzarbeitergeldverlängerung auf 24 Monate

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) pocht angesichts der Corona-Krise auf eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate. „Ich bin der Auffassung, dass man das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate erweitern sollte“, sagte Weil in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv am Donnerstag. „Wir haben es ja nicht mit einer normalen Konjunkturkrise zu tun, sondern mit einer Krise ganz besonderer Art. Solche Krisen müssen auch flexibel beantwortet werden“, so der SPD-Politiker. Ende Juni hatten sich bereits die Wirtschaftsminister der Länder für eine entsprechende Verlängerung ausgesprochen, eine Entscheidung gibt es aber noch nicht. Grundsätzlich gilt derzeit eigentlich eine zeitliche Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber bereits jetzt auch auf bis zu 21 Monate verlängert werden. (Quelle: dpa)

Corona ließ Ausbildungsvertrag platzen

Eigentlich wollte Jennifer (Name von der Redaktion geändert) aus Holtriem zum 1. August ihre Ausbildung beginnen und endlich ihr eigenes Geld verdienen. Für den Umzug in die 70 Kilometer entfernte Stadt hatte ihre Mutter sogar einen Kredit aufgenommen, damit die 19-Jährige ihren Traumjob hätte erlernen können. Doch dann kam Corona, und Jennifer steht derzeit vor dem Nichts: Ausbildungsvertrag geplatzt, zurück zu Mama nach Holtriem, Leben von Hartz IV, denn alle Bemühungen, doch noch eine Ausbildung beginnen zu können, sind bisher fehl geschlagen. Wie die junge Frau mit der Situation umgeht, lesen Abonnenten hier.

Soldaten aus Wilhelmshaven testen Reiserückkehrer

Bei der Corona-Testung von Reiserückkehrern aus Risikogebieten helfen Sanitäter des Sanitätsunterstützungszentrums Wilhelmshaven seit Montag am Bremer Flughafen. Dort testen sie nach eigenen Angaben pro Tag bis zu 600 Personen. Aus der Sicht von Stabsfeldwebel Thorsten Hinrichs, selbst ausgebildeter Notfallsanitäter, hat bisher alles planmäßig funktioniert: „Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt läuft einwandfrei. Wir wurden gut aufgenommen und gut in unsere Aufgabe eingewiesen.“ Ein Abstrich-Trupp besteht aus zwei Soldaten. Einer macht das protokollarisch-administrative, der andere macht den eigentlichen Abstrich. Mehr zu diesem Theme lesen Sie hier.

Vor allem größere Firmen wollen an Homeoffice festhalten

Viele Unternehmen in Deutschland wollen einer Studie zufolge nach der Corona-Krise am Homeoffice festhalten - auch in der Industrie. Im verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem der Maschinenbau, die Chemie- und die Autoindustrie zählen, haben vor Ausbruch der Pandemie nur in jeder vierten Firma Beschäftigte regelmäßig von zuhause gearbeitet, wie aus einer Auswertung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht. Nun seien es fast 50 Prozent. Für die Zeit nach der Krise planen demnach etwa 37 Prozent der Unternehmen, Homeoffice einzusetzen. Das ZEW befragte 1765 Firmen, 775 aus dem verarbeitenden Gewerbe, 990 aus der Informationswirtschaft.„Aufgrund der neuen Erfahrungen und Erkenntnisse planen viele Unternehmen, Homeoffice auch nach der Krise intensiver zu nutzen als vor dem Beginn der Corona-Pandemie“, sagte ZEW-Experte Daniel Erdsiek.

Noch stärker als in der Industrie sind die Veränderungen in der Informationswirtschaft, die die IKT-Branche, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister umfasst. „Schon vor der Krise setzte etwa jedes zweite Unternehmen in der Informationswirtschaft Homeoffice ein, da sich hier deutlich mehr Tätigkeiten für das ortsflexible Arbeiten eignen“, erläuterte Erdsiek. Fast zwei Drittel der Firmen planten nun, auch nach der Krise Homeoffice zu nutzen. (Quelle: dpa)

Städte und Landkreise sehen sich auf nächste Corona-Welle vorbereitet

Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland sehen sich für den Fall weiter steigender Corona-Infektionszahlen gerüstet. „Darauf sind die Kommunen und die staatlichen Einrichtungen nach den Erfahrungen der ersten Infektionsfälle deutlich besser vorbereitet“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Deutschen Presse-Agentur. Landsberg verwies auf den Ausbau von Laborkapazitäten für Corona-Tests und Schutzmaterialien, die in „großem Umfang“ mithilfe des Bundes und der Länder beschafft worden seien. „Auch wenn der Beschaffungsmarkt natürlich weiter angespannt ist, sind Kommunen, Krankenhäuser und Arztpraxen wesentlich besser ausgestattet“, sagte Landsberg. Zu Krisenbeginn waren etwa Mund-Nasen-Masken Mangelware.

Auch die Landkreise sehen sich in ihrem Pandemie-Management gut aufgestellt: „Die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten haben den Landkreisen geholfen, ihren Umgang mit einer Zunahme von Infektionen weiter zu verbessern und zu beschleunigen“, sagte der Beigeordnete für Gesundheit beim Landkreistag, Jörg Freese. Zwar sei bei den Gesundheitsämtern die Personalstärke wegen der niedrigen Infektionszahlen zuletzt zurückgegangen. Bei Bedarf könne aber zeitnah wieder aufgestockt werden. „Dass dies den Landkreisen auch tatsächlich gelingt, haben die lokalen Ausbrüche und deren schnelle Eindämmung seit März 2020 gezeigt“, sagte Freese. (Quelle: dpa)

RKI meldet 1045 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213 067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 6.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis Donnerstagmorgen hatten 195 200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, bei 0,97 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (Quelle: dpa)

+++ Ticker von Mittwoch, 5. August +++

Bayern: Schon jetzt 150 Euro Bußgeld für erstmalige „Masken-Muffel“

„Masken-Muffel“ im öffentlichen Nahverkehr in Bayern müssen anders als in Nordrhein-Westfalen auch bei erstmaligen Verstößen schon jetzt mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. „Wenn eine Minderheit meint, sich nicht an die Maskenpflicht halten zu müssen, ist das nicht akzeptabel. Wer andere gefährdet, muss zu Recht mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch. „Die Einhaltung der Maskenpflicht ist entscheidend bei der Bekämpfung der Pandemie“, betonte er. (Quelle: dpa)

Die Kanaren versichern alle Touristen gegen Corona

Die Kanaren versichern als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus während des Urlaubs auf den Inseln. Die Versicherung decke den Rückflug in die Heimat, die Quarantäne-Unterkunft sowie auch die medizinischen Kosten ab, sagte die regionale Tourismusministerin Yaiza Castilla am Mittwoch in Santa Cruz de Tenerife nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens mit einem Versicherungsunternehmen. (Quelle: dpa)

Italiens Regierung will Maskenpflicht weiter verlängern

Italiens Regierung will die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und andere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter verlängern. Das geht aus italienischen Medienberichten vom Mittwoch hervor. Das Kabinett berate über eine Reihe von Vorschriften, die noch diese Woche angekündigt werden sollten, hieß es bei Nachrichtenagenturen. Zu den erwarteten Beschlüssen gehöre auch die weitere Stützung der notleidenden Wirtschaft im Umfang von rund 25 Milliarden Euro, schrieb die Agentur Adnkronos am Mittwoch. (Quelle: dpa)

Keine Ausgangssperre für Touristen über 65 in der Türkei

Touristen in der Türkei sind von der wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre ausgenommen. Darauf wies ein Sprecher des Auswärtigen Amts auf Nachfrage hin.

Gastronomen in Wilhelmshaven kontrolliert

Das Ordnungsamt der Stadt Wilhelmshaven hat Gastronomen auf die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. Das Ergebnis war positiv, wie die Stadt jetzt auf Facebook mitteilte.

Neun Infizierte im Landkreis Aurich

Der Landkreis Aurich hat aktuelle Zahlen zu Corona-Inefktionen veröffentlicht:

Niedersachsen: 150 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer

Niedersachsen möchte wie auch Nordrhein-Westfalen künftig bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro kassieren. Eine Neufassung des Bußgeldkataloges, der für Maskenverstöße deutlich höhere Sanktionen vorsieht, werde in Kürze vorgelegt, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover am Mittwoch. Bislang sah der Bußgeldkatalog für Maskenverweigerer in Niedersachsen 20 Euro Strafe vor, die konkrete Höhe liegt aber im Ermessen der örtlichen Behörden.

Die härtere Gangart gegenüber Menschen, die in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Maske tragen, wird in Niedersachsen vor dem Hintergrund wieder steigender Corona-Infektionszahlen gewählt. „Wir haben ein leicht erhöhtes Aufkommen im Vergleich zu den vorherigen Wochen“, sagte Ministeriumssprecherin Stefanie Geisler. Bei im Durchschnitt etwa 50 Menschen pro Tag werde in Niedersachsen derzeit eine Corona-Infektion festgestellt, am Mittwoch gab es 46 nachgewiesene Neuinfektionen. (Quelle: dpa)

TV-Branche will Ausfallfonds für Fernsehproduktionen

In der TV-Branche wird die Forderung nach einem Ausfallfonds für Fernsehproduktionen in der Corona-Pandemie lauter. Der Geschäftsführer der Produktionsfirma Ufa, Nico Hofmann, und der Co-Geschäftsleiter der Streamingplattform TVNOW, Henning Tewes, schrieben in einem Gastbeitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe): „Wir brauchen einen von den Ländern gestützten Ausfallfonds für die deutsche Fernsehproduktion – unter Eigenbeteiligung von Sendern und Produzenten.“Für einen möglichen Produktionsausfall in Corona-Zeiten sei die Vielzahl der Produktionsunternehmen in Deutschland nicht gewappnet, heißt es weiter.

Solche Risiken könnten insbesondere private TV-Sender nicht länger auffangen. In den vergangenen Wochen liefen langsam wieder Dreharbeiten in Deutschland an, nachdem viele Projekte wegen des Lockdowns gestoppt oder verschoben worden waren. An den Sets gelten zahlreiche Regeln. (Quelle: dpa)

Johns Hopkins: Mehr als 700 000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als 700 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Mittwochmorgen (MESZ) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Inzwischen gibt es demnach bereits mehr als 18,5 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Erst vor rund zweieinhalb Wochen war die Schwelle von 600 000 Toten und 14 Millionen bestätigten Infektionen überschritten worden. Seither hat sich die Pandemie unter anderem in den USA, Brasilien, Peru, Mexiko, Indien und Südafrika weiter ausgebreitet.

Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Dort gibt es bislang Johns Hopkins zufolge etwa 4,8 Millionen bestätigte Infektionen und rund 157 000 Todesfälle. An zweiter Stelle steht Brasilien mit etwa 2,8 Millionen bekannten Infektionen und rund 96 000 Todesfällen. (Quelle: dpa)

5900 zusätzliche Beschäftigte in Gesundheitsämtern

In der Corona-Krise haben die deutschen Gesundheitsämter einem Medienbericht zufolge rund 5900 zusätzliche Beschäftigte eingesetzt. Diese seien vor allem bei der Kontaktnachverfolgung, für Corona-Tests und zur Kontrolle von Quarantäne-Anordnungen tätig geworden, berichtet die „Passauer Neue Presse“ (Mittwoch) unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Städtetages und des Deutschen Landkreistages.

356 Gesundheitsämter in den Flächenländern haben dem Bericht zufolge derzeit rund 13.900 Stellen mit Ärztinnen und Ärzten sowie nichtärztlichem Personal besetzt. Träger der Gesundheitsämter sind die Landkreise und die kreisfreien Städte.

Regierung plant kein Gesetz für Zugriff auf Corona-Gästelisten

Das Bundesjustizministerium will den Zugriff auf Daten sogenannter Corona-Gästelisten durch die Polizei aktuell nicht gesetzlich regeln. Die Bundesregierung plane nicht, ein Begleitgesetz dazu auf den Weg zu bringen, heißt es in einer Auskunft des Ministeriums an den tourismuspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Marcel Klinge. Sie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

„Die Verwendung der Daten durch Ermittlungsbehörden zur Aufklärung von Straftaten begegnet aus Sicht der Bundesregierung keinen Bedenken, wenn und soweit die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden“, schreibt der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesjustizministeriums, Christian Lange (SPD), in der auf den 27. Juli datierten Antwort. Der Zugriff sei durch die Strafprozessordnung geregelt und benötige ohnehin die Zustimmung eines Richters. Die Beschlagnahmung und Auswertung sei nicht schon bei jeglichem Anfangsverdacht einer Straftat statthaft, heißt es in dem Schreiben. „Sondern nur dann, wenn die bei den Gastwirten gespeicherten Daten für die Untersuchung, beispielsweise zur Ermittlung der Identität von Zeugen, von Bedeutung sein können.“ Dabei müsse der Zugriff auch in einem angemessenen Verhältnis zur Schwere der Tat stehen. (Quelle: dpa)

Corona-Ausbruch in St. Wolfgang unter Kontrolle

Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18. Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Ergebnisse neuer Tests von etwa 400 Beschäftigten sollen am Donnerstag vorliegen. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen seit Ende Juli gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter in zwei Lokalen, die daraufhin freiwillig geschlossen hatten.

Die Behörden hatten die Infizierten über Kontaktpersonen gefunden und Schutzmaßnahmen verhängt. Bis 9. August gilt eine Sperrstunde von 23 Uhr an. Im Rest des Landes muss um 1.00 Uhr nachts geschlossen werden. Abreisende Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bei der Zahl von Tagesbesuchern und Übernachtungen habe es einen spürbaren Einbruch gegeben, sagte der Geschäftsführer der örtlichen Tourismusgesellschaft, Hans Wieser. „Tatsache ist, dass uns die Situation schon stark getroffen hat.“ An diesem Mittwoch will er mit Landesregierung und Stadtverwaltung einen „Comeback-Plan für den Tourismus“ vorstellen. Aktuell gibt es in Österreich nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwas über 1400 aktive Erkrankungen mit Covid-19. 23 Patienten werden nach Angaben von Dienstag auf der Intensivstation behandelt. (Quelle: dpa)

Städte steigen in Planung für Weihnachtsmärkte ein

Rund vier Monate vor Beginn der Vorweihnachtszeit sind die Planungen für die Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Pandemie mit vielen offenen Fragen verbunden. In einigen Kommunen wird davon ausgegangen, dass es im Dezember auch in diesem Jahr Glühweinstände und Bratwurst vom Grill geben wird. „Zurzeit wird mit einer Durchführung des Weihnachtsmarktes, wenn auch unter coronakonformen Bedingungen, geplant“, sagt die Sprecherin der Stadt Osnabrück, Anell Schulz.

Vielerorts werden schon Konzepte erarbeitet, wie mit einer Vergrößerung der Marktfläche oder Markierungen auf dem Boden der Besucherandrang entzerrt werden kann. In Hannover und Göttingen wird noch abgewartet, wie sich die Corona-Bestimmungen verändern. Zunächst bis 31. Oktober sind Großveranstaltungen überwiegend verboten. (Quelle: dpa)

Disney erleidet 4,7 Milliarden Dollar Verlust

Die Corona-Pandemie hat den US-Unterhaltungsriesen Walt Disney tief in die roten Zahlen gebracht. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel unterm Strich ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro) an, wie der Konzern nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mitteilte.Vor einem Jahr hatte es noch einen Nettogewinn von 1,8 Milliarden Dollar gegeben, das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 1,4 Milliarden. Die Erlöse brachen um 42 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar ein. Mehr zum Thema lesen Abonnenten hier.

RKI meldet 741 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 741 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 212 022 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen im Internet meldete (Datenstand 5.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9168. Bis Mittwochmorgen hatten 194 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, bei 0,99 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (Quelle: dpa)

+++ Ticker von Dienstag, 4. August +++

Das steckt hinter dem Ende der Maskenpflicht in der Nordseepassage

Nachdem bekannt wurde, dass das Tragen von Gesichtsmasken in der Wilhelmshavener Nordseepassage nur noch eine Empfehlung aber keine Pflicht mehr ist, sorgte das für Diskussionen. Wir haben mit dem Centermanager Norbert Fels über die Gründe für die Lockerung gesprochen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Friesland bleibt auf den Ernstfall vorbereitet

In vielen Teilen Deutschlands wird von immer mehr Corona-Infektionen berichtet. Doch in Friesland gibt es derzeit keinen akuten Fall – daran änderten auch die zahlreichen Urlauber in der Region nichts. Dennoch will der Landkreis auch weiterhin für den Ernstfall vorbereitet sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in ihren Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt. (Quelle: dpa)

„Mit Respekt und Demut“: DFL geht Fan-Rückkehr vorsichtig an

Die Profi-Clubs einigen sich auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr der Zuschauer. Auswärtsfans müssen verzichten, Stehplätze sind vorerst gesperrt und die Tickets personalisiert. Zudem gibt es kein Bier mehr in den Stadien. Mehr dazu lesen Sie hier.

Fast 500.000 weniger offene Stellen in Deutschland

Schwere Zeiten für Berufsanfänger und Arbeitslose: Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im zweiten Quartal um eine halbe Million gesunken. Wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mitteilte, fiel sie um 36 Prozent auf 893.000. Weil zugleich die Arbeitslosigkeit zunahmen, kam auf drei Arbeitslose nur noch eine offene Stelle.

Polen verzeichnet Höchstwert bei neuen Corona-Infektionen

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Dienstag verzeichneten die Behörden 680 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der bisherige Rekordwert wurde am Samstag erfasst, er lag bei 658 Neuinfektionen. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 48 149 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 1738 Menschen starben demnach mit dem Virus.

Das Virus scheint sich auch unter Parlamentariern in Warschau auszubreiten. Drei Mitglieder des Senats, der zweiten Kammer des Parlaments, sind bereits positiv getestet worden. Plenarsitzungen wurden verschoben. (Quelle: dpa)

Millionen Euro zusätzlich für Artenschutz in Corona-Zeiten

Die Coronavirus-Pandemie bedroht vielerorts den Artenschutz. Dorfgemeinschaften und Wildhüter können teils ihre Schutzaufgaben nicht mehr wahrnehmen, weil ihnen die Lebensgrundlage weggebrochen ist und sie sich um die Familie kümmern müssen, berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN). Mehr lesen Sie hier.

Studie: Wohl deutlich mehr Corona-Infizierte in Italien

Das Coronavirus könnte in Italien sechs Mal stärker verbreitet sein als bekannt. Das Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen Corona-Antikörper entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Das entspreche rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. In Italien leben rund 60 Millionen Menschen. Das Ergebnis der Studie basiert auf Tests bei 64.660 repräsentativ ausgewählten Menschen vom 15. Mai bis 15. Juli - die Ergebnisse seien bis 27. Juli eingegangen. Laut den Daten der US-Universität Johns Hopkins haben sich in Italien bislang gut 248.000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 35.000 Infizierte starben.

Der Studie zufolge gibt es jedoch große regionale Unterschiede, wie Ansa weiter berichtete. In der Lombardei wurde bei 7,5 Prozent der Menschen Antikörper festgestellt, in Süditalien bei weniger als einem Prozent. (dpa)

Ärzteverband: Zweite Corona-Welle schon da

Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. „Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der „Augsburger Allgemeinen“.

Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. „Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen“, warnte Johna.

Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden. „Weil sich das Pandemiegeschehen langsam aufbaut, müssen wir für Covid-19-Patienten gestuft Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, also eine zeitliche Staffelung der Vorhaltung einführen“, sagte Johna.

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Anwerbung ausländischer Pflegekräfte stockt wegen Corona

Wegen der Corona-Krise ist die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte ins Stocken geraten.

Im Sommer 2019 hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) entsprechende Initiativen im Kosovo, auf den Philippinen und in Mexiko gestartet, weil in Deutschland Fachkräfte in der Pflege fehlen. Aufgrund der Pandemie seien die Maßnahmen zur Anwerbung auf den Philippinen und in Mexiko derzeit auf unbestimmte Zeit unterbrochen, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. „Ursprünglich war ab dem zweiten Quartal 2020 die Einreise der ersten zusätzlich angeworbenen Pflegefachkräfte vorgesehen.“

Eine Einreise aus dem Kosovo und weiteren Westbalkan-Staaten nach Deutschland sei auch aktuell grundsätzlich möglich. Amtliche Zahlen über die Zuwanderung von Pflegefachkräften aus den drei genannten Ländern gibt es nach Ministeriumsangaben für 2019 und 2020 aber noch nicht.

In der Pflege arbeiten laut Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 1,7 Millionen Menschen, fast 40.000 Stellen sind aber unbesetzt. In der Altenpflege dauere es 205 Tage, um eine freie Stelle mit einer Fachkraft zu besetzen, in der Krankenpflege 174 Tage. Zudem gehe etwa 40 Prozent des heutigen Fachpersonals in den nächsten zehn bis zwölf Jahren in Rente, sagte Peter Tackenberg, der stellvertretende Geschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe unter Berufung auf Auswertungen der Pflegeberufekammern der dpa. „Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Der Arbeitsmarkt ist quasi leergefegt.“

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Kreuzfahrt-Branche kämpft mit Neustart

Die Corona-Krise hat die Kreuzfahrt-Branche weiter im Griff. Die norwegische Reederei Hurtigruten bietet nach einem Coronavirus-Ausbruch auf ihrem Kreuzfahrtschiff „Roald Amundsen“ vorerst keine Reisen mit ihren drei Expeditionsschiffen mehr an.

Am Wochenende verschob zudem die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises ihren Neustart nach der Corona-Zwangspause. Die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee für die erste Augusthälfte wurden abgesagt, weil die letzte formale Freigabe durch den Flaggenstaat Italien noch ausstand.

Hurtigruten teilte mit, sowohl in Norwegen als auch außerhalb norwegischer Gewässer würden bis auf Weiteres alle Kreuzfahrten mit der „Roald Amundsen“ sowie den Schiffen „Fridtjof Nansen“ und „Spitsbergen“ gestoppt. Zuvor waren 36 Besatzungsmitglieder, darunter ein deutscher Staatsbürger, sowie mittlerweile auch bislang fünf Passagiere des Schiffes positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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Steinmeier warnt vor Verantwortungslosigkeit

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Verstöße gegen Corona-Auflagen bei Kundgebungen in Berlin kritisiert und an den Gemeinschaftssinn appelliert. „Die Verantwortungslosigkeit einiger Weniger ist ein Risiko für uns alle“, sagte Steinmeier am Montag in einer Videobotschaft.

„Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler. Und wir gefährden darüber hinaus die Erholung unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft, unseres Kulturlebens. Jede und jeder von uns steht jetzt in der Verantwortung, einen zweiten Lockdown zu verhindern.

Die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer, sprach mit Blick auf die Missachtung von Hygieneregeln wie dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz und Abstandhalten von inakzeptablen Bildern. „Das Verhalten von vielen Demonstrierenden ist in keinster Weise gerechtfertigt und nutzt das hohe Gut der Demonstrationsfreiheit aus.“ Demonstrierende hätten „Gesundheit und Leben“ anderer riskiert. Friedliche Kundgebungen seien aber wichtig. „Kritik muss in der Demokratie immer möglich sein.“

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+++ Ticker von Montag, 3. August +++

Bahn will Maskenpflicht auch mit Zug-Verweisen durchsetzen

Die Bahn will die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen zum Schutz vor dem Coronavirus notfalls mit Verweisen durchsetzen. „Wenn eine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar“, erklärte der bundeseigene Konzern am Montag in Berlin. Bei Fahrgästen, die sich hartnäckig weigern, seien solche Verweise bereits möglich. Zusammen mit der Bundespolizei werde dies auch „konsequent“ umgesetzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Infektionen in Wilhelmshaven: Kontaktverfolgung ist problematisch

Nachlässigkeit bei den Schutzmaßnahmen erschwert in einem der neuen Corona-Fälle in Wilhelmshaven die Kontaktverfolgung und damit die weiteren Schutzmaßnahmen des Gesundheitsamtes. Darauf macht die Stadtverwaltung aufmerksam. Konkret geht es darum, dass in einem gastronomischen Betrieb die Gästeliste nachlässig geführt wurde. In diesem Fall wurden oft die Anwesenheitszeiten und die Tischnummern nicht notiert.

Aktuell sind in Wilhelmshaven drei Corona-Fälle gemeldet. Zwei Fälle gehören zu einer Familie (Elternteil und Kind), die aufgrund einer bereits festgestellten Covid-19-Infizierung im weiteren Familienkreis getestet worden sind. Die verwandte Person, von der sich die beiden Wilhelmshavener angesteckt haben, hat ihren Erstwohnsitz nicht in der Stadt. Der dritte Fall ist davon unabhängig. Diese Person hatte sich aufgrund entsprechender Symptome bei seinem Hausarzt in Behandlung gegeben und wurde dort getestet.

Alle drei Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Entsprechend der Vorgaben des RKI beträgt die Quarantäne bei positiv getesteten Personen zehn Tage, sofern die Person am Ende dieser Zeit mindestens zwei Tage lang beschwerdefrei ist. Neben diesen drei Corona-Fällen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven befinden sich derzeit zwei Personen, deren Erstwohnsitz nicht Wilhelmshaven ist, hier in Quarantäne.

Außer-Haus-Verkaufsverbot von Alkohol in Ausgehvierteln zeigt Wirkung

Das nächtliche Außer-Haus-Verkaufsverbot von Alkohol in Hamburgs beliebtesten Ausgehvierteln hat am Wochenende Wirkung gezeigt - und viele Menschen in die Bars und Gaststätten statt auf die Straße gezogen. „Wir sind froh, dass das Alkoholverkaufsverbot an diesem Wochenende dazu geführt hat, dass sich die Szenen der letzten Wochenenden bei uns im Bezirk nicht wiederholt haben“, sagte Falko Droßmann (SPD), Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „Wir haben bei unseren gemeinsamen Kontrollen mit der Polizei auf dem Kiez eine deutliche Verbesserung der Situation feststellen können.“ (Quelle: dpa)

Debatte um Maskenpflicht in Schulen - In NRW sogar im Unterricht

Nordrhein-Westfalen führt eine Maskenpflicht an Schulen ein - an weiterführenden und berufsbildenden Schulen auch im Unterricht. Damit gibt das einwohnerstärkste Bundesland in diesem Bereich nun die strengsten Regeln vor. Nachdem Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sich am Wochenende für eine Maskenpflicht ausgesprochen hatte, ist die Debatte in mehreren Ländern in vollem Gange. Auch Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg haben - zum Teil bereits zuvor - angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll dort jedoch nicht im Unterricht gelten.

In Mecklenburg-Vorpommern galt am Montag - dem ersten Schultag nach den sechswöchigen Sommerferien - noch keine landesweite Maskenpflicht. Doch nachdem die Debatte ins Rollen gekommen war, schwenkte die Bildungsministerin des Landes, Bettina Martin (SPD), um. Künftig soll nach ihren Worten die Maskenpflicht in weiterführenden Schulen im Schulgebäude, aber nicht im Klassenraum gelten. An Grundschulen soll es demnach weiterhin keine Maskenpflicht geben. (Quelle: dpa)

Melbourne verschärft Lockdown weiter - Geschäfte und Pubs schließen

In Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne haben die Behörden wegen der Corona-Pandemie den Lockdown weiter verschärft. Die meisten Geschäfte, Pubs und Hotels müssen ab Mittwoch geschlossen bleiben. Nur Geschäfte für Lebensmittel, Supermärkte, Apotheken, Postämter und Tankstellen dürfen weiter öffnen. Die Bürger seien dazu aufgerufen, unbedingt im Homeoffice zu arbeiten - Ausnahmen gebe es nur für Arbeitnehmer, bei denen dies nicht möglich sei, sagte der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Montag. Die Maßnahmen sollen für mindestens sechs Wochen gelten. In der Millionenmetropole, der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria im Südosten Australiens, grassiert seit Wochen eine zweite Corona-Welle. Victoria ist die am schlimmsten betroffene Region des Landes. Am Montag stieg die Zahl der Neuinfektionen dort um 429 - insgesamt gebe es derzeit etwa 6500 aktive Fälle in Victoria, teilten die Gesundheitsbehörden mit. (Quelle: dpa)

Gesundheitsminister beraten über Fan-Rückkehr in die Stadien

Die Gesundheitsminister der Länder wollen sich in der kommenden Woche mit einer möglichen Rückkehr der Zuschauer in die deutschen Fußballstadien beschäftigen. „Die Gesundheitsministerkonferenz berät dazu am 10. August“, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage mit. Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD) ist derzeit Vorsitzende der GMK. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hofft auf eine Rückkehr von Zuschauer in die Stadien.

Spahn: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten diese Woche

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bekräftigt, dass die Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Laufe dieser Woche in Kraft treten soll.

Einen genauen Termin nannte er am Montag im ARD-“Morgenmagazin“ aber noch nicht: „Wir haben erste Entwürfe“, sagte der CDU-Politiker. „Wir wollen das gut abstimmen auch mit den Ländern, da das ja auch vor Ort dann an den Flughäfen zum Beispiel oder an den Bahnhöfen gelebt werden können muss. Und deswegen finde ich es wichtig, es gut zu machen.“

Er betonte, bis dahin gelte für alle Einreisenden aus Risikogebieten die Pflicht zu zwei Wochen Quarantäne. Er verwies zudem darauf, dass sich seit Samstag alle Einreisenden innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen können.

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Ifo-Umfrage: Homeoffice und Onlinekonferenzen bleiben

Homeoffice und Onlinekonferenzen werden auch nach der Corona-Krise die Arbeitswelt prägen.

64 Prozent der Unternehmen wollen künftig Besprechungen häufiger online durchführen, 61 Prozent Dienstreisen dauerhaft einschränken, wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Münchner Ifo-Instituts bei 800 Personalleitern ergab. Zudem sieht das Ifo einen „Durchbruch beim Homeoffice“ durch Corona. 73 Prozent der Unternehmen, die während der Pandemie verstärkt auf das Arbeiten von zuhause gesetzt haben, planen demnach, auch in Zukunft mehr davon anzubieten.

Auch bei vielen Unternehmen, die bisher eher skeptisch waren, soll das Homeoffice Einzug halten. Die Hälfte der Betriebe, die es bisher nicht hochgefahren hat, will die Möglichkeiten hier verstärken. Und selbst unter den Unternehmen, die befürchten, dass ihre Mitarbeiter zuhause weniger produktiv sind, wollen 61 Prozent diese Form der Arbeit ausweiten. (dpa).

Urlaub trotz Corona: Was Reisende in Europa beachten müssen

Wer jetzt in den Urlaub fahren will, muss sich gut vorbereiten. Viele außereuropäische Reiseziele fallen wegen Einreisebeschränkungen und Reisewarnungen weg. Urlaub in europäischen Ländern ist aber möglich.

Bis Ende August hat das Auswärtige Amt (AA) seine weltweite Reisewarnung verlängert, für den Großteil der europäischen Länder gilt das nicht mehr. Nur vor Reisen nach Luxemburg warnt das AA derzeit noch wegen hohen Zahlen von Neuinfektionen. Jedes Reiseland hat seine Besonderheiten.

Einen Überblick über aktuelle Bestimmungen lesen Sie hier.

Stimmung in Chinas Industrie hellt sich weiter auf

Chinas Industrie bleibt nach der Corona-Krise auf Erholungskurs. Nachdem vergangene Woche schon der Einkaufsmanagerindex (PMI) des chinesischen Statistikamtes eine deutlich bessere Stimmung angezeigt hatte, bestätigte am Montag auch der Frühindikator des Wirtschaftsmagazins „Caixin“ den Trend.

Sein Index für das herstellende Gewerbe stieg im Juli im Vergleich zum Vormonat von 51,2 auf 52,8 Punkte - und damit so schnell wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

Analysten hatten mit einer Steigerung gerechnet, aber nicht mit so einem deutlichen Sprung. Über der Marke von 50 Punkten ist von einer Ausweitung der industriellen Tätigkeit auszugehen.

„Die neuesten PMI-Daten signalisierten im Juli eine solide Verbesserung der Lage in Chinas verarbeitendem Gewerbe“, hieß es bei „Caixin“. Noch immer gingen Unternehmen jedoch bei Neueinstellungen vorsichtig vor. Trotz der besseren Auftragslage sei die Zahl der Mitarbeiter sogar leicht zurückgegangen.

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Altmaier will Ladensterben in Innenstädten verhindern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will in der Corona-Krise Pleiten von kleineren Läden in Innenstädten verhindern. „Wir müssen Konzepte zur Wiederbelebung der Innenstädte entwickeln“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir wollen verhindern, dass es zu einem Sterben der Geschäfte in den Innenstädten kommt.“ Dabei setzt er vor allem auf Digitalisierung, um Einzelhändler zu stärken und das Shoppen und Verweilen für Kunden in den Stadtzentren attraktiver zu machen.

„Jetzt kommt es weniger darauf an, immer neues Geld zu verteilen, sondern darauf, die Attraktivität der Innenstädte zu stärken“, sagte Altmaier mit Blick auf Forderungen, Konsumgutscheine auszugeben. Die Absenkung der Mehrwertsteuer bis Ende des Jahres wirke nach seiner Beobachtung und trage dazu bei, dass vor allen Dingen Investitionen in höherwertige Konsumgüter vorgezogen würden.

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Studie: Menschen können Hunde und Katzen anstecken

Haustiere wie Hunde und Katzen können von Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert werden. Diese Annahme von Wissenschaftlern hat jetzt eine Studie italienischer Forscher an einer verhältnismäßig großen Zahl von Tieren bestätigt.

Die Wissenschaftler hatten 540 Hunde und 277 Katzen in Norditalien, vor allem in der Lombardei, untersucht. Die Tiere lebten in Haushalten mit Corona-Patienten oder in besonders stark von Corona betroffenen Gebieten. Bei 3,4 Prozent der Hunde und 3,9 Prozent der Katzen konnten die Forscher Antikörper gegen das Virus nachweisen. Das deutet auf eine zurückliegende Infektion hin.

Die Tests auf Viren in Abstrichen aus dem Mund-, Nasen-, Rachenraum waren bei allen Tieren negativ - die Virenausscheidung endet nach zwei Wochen. Getestet wurde zwischen März und Mai 2020. Die Ergebnisse der Studie wurden vorab veröffentlicht und noch nicht von wissenschaftlichen Fachkollegen begutachtet.

Die Ergebnisse der Studie sind nach den Worten des Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts Greifswald, Thomas Mettenleiter, nicht überraschend. „Sie bestätigen, was wir schon wissen“, äußerte er. Es sei jedoch gut, eine Studie mit einer solchen Anzahl an Haustieren zu haben. „Es ist nicht so einfach, an Proben zu kommen.“

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Anti-Corona-Proteste in Berlin: Debatte über Demonstrationsrecht

Die massenhaften Verstöße gegen die Corona-Auflagen bei den Demonstrationen in Berlin haben eine Debatte über die Grenzen der Versammlungsfreiheit entfacht.

Die Demonstrationsfreiheit sei „ein besonders wichtiges Rechtsgut“, sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) der „Süddeutschen Zeitung“. Jedoch müssten die Auflagen zur Eindämmung der Pandemie eingehalten werden, um andere nicht zu gefährden. „Mir fehlt jedes Verständnis für Demonstranten, die sich hierüber selbstherrlich hinwegsetzen.“

Parteiübergreifend wurde der Ruf nach einem harten Durchgreifen laut. CDU-Innenexperte Armin Schuster stellte Demonstrationen dieser Art generell infrage. Aus seiner Sicht wäre es verhältnismäßig, solche Versammlungen „nur noch unter sehr viel strengeren Auflagen oder gar nicht mehr zu genehmigen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) unterstrich, Demonstrationen dürften nur in absoluten Ausnahmefällen eingeschränkt werden. „Aber wenn die Demonstranten selbst zum Hochrisiko werden, darf der Staat nicht tatenlos zusehen“, erklärte er der „Welt“.

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Recht im Beruf: Darf mein Arbeitgeber einen Corona-Test verlangen?

Für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten ist ein Corona-Test seit Ende Juli ohnehin Pflicht. Ob das flächendeckend klappt, wird sich erst noch zeigen. Darf auch der Arbeitgeber einen Test von seinen Arbeitnehmern verlangen?

Ja, sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Das geht jedoch nicht willkürlich. „Der Arbeitgeber braucht ein besonderes Interesse dafür. Er kann zum Beispiel nicht sagen, er will von allen seinen Mitarbeitern einen Corona-Test.“

Stellt sich die Frage, wann ein solches berechtigtes Interesse vorliegt: Das sei dann der Fall, wenn es Anhaltspunkte gibt, dass eine erhöhte Infektionsgefahr vorliegt, erklärt der Fachanwalt. „Im Moment, bei einer globalen Pandemie, ist die Infektionsgefahr aber quasi überall erhöht.“

Maßgeblich sei, dass der Arbeitgeber keine eigene Bewertung dessen vornimmt, was er für eine erhöhte Infektionsgefahr hält. Vielmehr müsse er bei seinen Entscheidungen die Maßnahmen der Behörden berücksichtigen. Also etwa die der Landesbehörden, die zum Beispiel Quarantäneverordnungen erlassen oder aber die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI).

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Einschulung: Corona-Einschränkungen für Kinder werden bleiben

Der Stundenplan war bei den meisten Kindern in den vergangenen Wochen sehr übersichtlich: Hier und da 90 Minuten Präsenzunterricht, der Rest wurde von zu Hause aus erledigt. Damit soll nach den Sommerferien Schluss sein.

Laut Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18. Juni 2020 sollen Kinder an allen Schulen dann wieder regelmäßig Unterricht haben - trotz Coronavirus.

Oliver Dickhäuser ist Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Mannheim. Er ist skeptisch, ob es nach den Ferien überall wieder Normalbetrieb geben wird. Außerdem rechnet er mit langfristigen Auswirkungen für die Kinder - die sich sogar im späteren Einkommen niederschlagen werden.

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+++ Ticker von Sonntag, 2. August +++

Sänger Johannes Oerding ist gegen Autokino-Konzerte

Der Sänger Johannes Oerding hält nichts von Konzerten im Autokino. Dafür sei er nicht der richtige Mann, sagte der 38-Jährige am Sonntag dem privaten Radiosender Hit Radio FFH.

„Mit Hupen verbinde ich einfach nichts Gutes. Ich brauche die Reaktion des Publikums.“ Wegen der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Verbots von Konzerten vor größeren Zuschauermengen waren zuletzt einige Künstler in Autokinos aufgetreten, wo die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können.

Während der Corona-Krise sei er so oft zu Hause gewesen wie in den letzten sechs Jahren nicht mehr, sagte Oerding. „Ich hatte den Kopf frei. Ich musste nicht irgendwohin. Es fing schon wieder an, dass meine Mutter ungefragt anfing, meine Wäsche zu waschen und zu bügeln.“ (dpa).

36 Corona-Fälle auf norwegischem Passagierschiff

Nach dem Ausbruch des Coronavirus unter der Besatzung eines Passagierschiffs in Norwegen ist das Virus mittlerweile bei 36 Crew-Mitgliedern nachgewiesen worden.

Unter ihnen sei auch ein deutscher Staatsbürger, teilte die norwegische Reederei Hurtigruten mit. 33 andere Betroffene kämen aus den Philippinen sowie jeweils einer aus Frankreich und Norwegen. Im Zuge der Corona-Nachverfolgung wurde Hurtigruten nach eigenen Angaben zudem darauf aufmerksam gemacht, dass das Virus bei einem Passagier bestätigt worden sei, nachdem dieser auf einer vorherigen Tour mit der „Roald Amundsen“ auf Reisen gewesen sei.

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Polizeizugriff auf Gästedaten in mehreren Bundesländern

Sogenannte Corona-Gästelisten, die in Restaurants und Cafés ausliegen, dienen zur Nachverfolgung von Infektionsketten - in Einzelfällen greift aber auch die Polizei auf diese Daten zu, um Straftaten zu verfolgen.

In Bayern, Hamburg und Rheinland-Pfalz gab es solche Zugriffe bereits, in anderen Bundesländern sind solche Fälle bisher nicht bekannt oder gar nicht zulässig, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Bundesländern ergab.

Um die Nutzung der Daten ist eine Diskussion entbrannt. Denn eigentlich sind die Angaben vorrangig für örtliche Gesundheitsämter bestimmt und eine wichtige Recherchequelle im Fall eines Corona-Ausbruchs. Und meistens wird auf den Formularen Vertraulichkeit und eine Löschung nach vier Wochen zugesichert.

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Fan-Rückkehr in Stadien laut Söder nur „schwer vorstellbar“

Den Hoffnungen von Fußball-Fans auf eine baldige Rückkehr in die Bundesliga-Stadien hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Dämpfer versetzt.

„Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“ angesichts der steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat einen Leitfaden für die Teilzulassung von Fans in die Stadien erstellt. Sie will ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober durchsetzen und keine Gästefans in den Stadien bis zum Jahresende erlauben, wenn zur neuen Saison wieder Zuschauer in eingeschränkter Zahl zugelassen würden. Damit soll das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie verringert werden. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der Mitgliederversammlung am Dienstag zur Abstimmung.

„Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde“, sagte CSU-Chef Söder mit Blick auf möglicherweise viele Tausende Fans in den Arenen.

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Israel: Proteste gegen Netanjahu und seinen Corona-Kurs

Tausende Israelis haben erneut gegen Korruption und das Krisenmanagement von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Corona-Pandemie protestiert.

Am frühen Sonntagmorgen löste die Polizei eine Demonstration nahe der offiziellen Residenz Netanjahus in Jerusalem auf und nahm 12 Personen fest.

Die Sicherheitskräfte hätten dabei „angemessene Gewalt“ eingesetzt, erklärte ein Polizeisprecher. Dagegen sagt eine Demonstrantin der dpa, die Polizei sei „übermäßig aggressiv“ vorgegangen, um die verbliebenen Menschen auseinanderzutreiben.

Seit Wochen kommen jeden Samstag mehr Gegner Netanjahus nahe der offiziellen Residenz des Regierungschefs zu Demonstrationen zusammen; diesmal forderten mehr als 10.000 Menschen dort den Rücktritt des 70-jährigen. Zu einer Kundgebung an der Privatresidenz Netanjahus in der Küstenstadt Caesarea erschienen nach Angaben der Polizei zudem rund 1000 Menschen.

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Dehoga für dauerhaft niedrige Mehrwertsteuer in Gastronomie

„Das ist eine ganz wichtige Maßnahme zur Stabilisierung der Branche“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges, der Deutschen Presse-Agentur.

Wir plädieren aus einer Vielzahl von Gründen für eine Entfristung dieser Regelung. Wir haben sie seit Jahren gefordert - auch aus Wettbewerbsgründen.

Die Steuern auf Speisen müssten gleich hoch sein - egal ob sie zum Mitnehmen „in der Pappe“ oder auf dem Teller serviert würden. „Das ist auch ein Frage der Wertschätzung“, sagte Hartges. „Wir sind das öffentliche Wohnzimmer der Gesellschaft.“

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+++ Ticker von Samstag, 1. August +++

Drei neue Corona-Fälle in Wilhelmshaven – Amtsarzt appelliert an Vernunft

Wie die Stadt am späten Samstagabend mitteilt, wurden dem Gesundheitsamt am 1. August drei neue Corona-Fälle gemeldet. Dies seien die ersten neuen, bestätigten Fälle nach rund einem Monat ohne Neuinfektion. In der Mitteilung der Stadt appeliert Amtsarzt an die Vernunft und Verantwortung jedes einzelnen, im Umgang mit dem Corona-Virus nicht nachlässig zu werden: „Konsequentes Abstandhalten, die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen sollten mittlerweile für uns alle selbstverständlich sein. Leider haben wir in den vergangenen Wochen immer wieder beobachten müssen, dass sich zusehends mehr Menschen nicht an diese Regelungen halten“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes. Die jetzt bestätigten neuen Fälle sollten laut Rübsamen somit zum Anlass genommen werden, sich selbst seiner Verantwortung für sich und andere wieder bewusster zu werden.Die Gesamtzahl der Personen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven, die mit Covid-19 infiziert sind bzw. waren, beträgt nun 31. 27 Personen sind bereits wieder genesen, eine Person ist verstorben.

Berliner Demo gegen Anti-Corona-Maßnahmen aufgelöst

Trotz steigender Infektionszahlen haben am Samstag Tausende Menschen mit einem Demonstrationszug durch Berlin gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Die Polizei ging von bis zu 17.000 Teilnehmern beim Demonstrationszug und 20.000 bei einer anschließenden Kundgebung aus.

Die Demonstranten forderten ein Ende aller Auflagen. Bereits während der Demonstration waren notwendige Hygienemaßnahmen nicht eingehalten worden. Die anschließende Kundgebung beendete die Polizei dann wegen zu wenig Abstands und fehlender Masken. Die Veranstalter seien nicht in der Lage, die Hygienemaßnahmen einzuhalten, sagte ein Polizeisprecher. Von der Bühne aus verkündete ein Polizist den Teilnehmern das Ende der Veranstaltung. Dabei wurde er mehrfach von lautem Buh-Geschrei unterbrochen. „Bitte gehen Sie nach Hause“, forderte der Polizeisprecher die Teilnehmer auf.

Während der mehrstündigen Demo gingen Einsatzkräfte zunächst mit Lautsprecherdurchsagen oder Einzelansprachen vor. „Darüber hinaus werden Verstöße dokumentiert, sodass auch im Nachgang die Ahndung von Verstößen möglich ist“, kündigte die Polizei an.

Zudem gab es erste juristische Konsequenzen. „Aufgrund der Nichteinhaltung der Hygieneregeln wurde eine Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gefertigt“, twitterte die Polizei.

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Erzeugergemeinschaft warnt: Existenz vieler Krabbenfischer bedroht

– Den Krabbenfischern an der deutschen Nordsee brechen wegen der Corona-Pandemie die Einnahmen weg - und für einige wird es aus Sicht der Erzeuger eng.

„Vereinzelt sind Betriebe schon in Insolvenz gegangen, andere hangeln sich noch durch“, sagte der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer, Kai-Arne Schmidt. Grund sei die zurückgefahrene Produktion in den marokkanischen Schälzentren auf knapp 30 Prozent. Dort wird ein Großteil der Nordseekrabben gepult. „Marokko ist der Flaschenhals. Das Fatale ist, dass ein großer Bedarf da ist: Der Verbraucher fragt das Produkt nach, das es in den Läden nicht mehr ausreichend gibt“, sagte Schmidt.

Die Händler nehmen weniger Krabben ab, weil sie nicht weiterverarbeitet werden können. Daher fahren die knapp 100 Fischereifahrzeuge der Erzeugergemeinschaft von Sylt (Schleswig-Holstein) bis Ditzum in Ostfriesland laut Schmidt derzeit nur an drei Tagen die Woche raus. „Die Krabbenfischer fangen jetzt eigentlich ihr Geld - im August, September, Oktober, November. Wenn du in den Zeiten nicht richtig fischen kannst, wirst du den Winter nicht überleben.“

Die Fischereiberaterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Hilke Looden, sagte: „Im Vergleich zum letzten Jahr, was ja auch schon ein Ausnahmejahr war, haben wir bis Ende Juni im ersten Halbjahr 30 Prozent weniger Anlandungen in Niedersachsen gehabt.“ 2019 sei der Handel fast das ganze Jahr beschränkt gewesen, weil die Lager von 2018 noch voll waren. Gleichzeitig seien dadurch auch die Preise gedrückt worden. (dpa).

Steigende Fallzahlen: Altmaier will mit Strafen gegensteuern

Angesichts zunehmender Coronavirus-Neuinfektionen plädiert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln.

„Wer andere absichtlich gefährdet, muss damit rechnen, dass dies für ihn gravierende Folgen hat“, sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir dürfen den gerade beginnenden Aufschwung nicht dadurch gefährden, dass wir einen erneuten Anstieg der Infektionen hinnehmen.“ Nicht nur Altmaier fürchtet derzeit eine zweite Infektionswelle und erneute stärkere Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Seit Mitte Juli zeigen die Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland wieder eine schneller steigende Tendenz. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen im Internet bekanntgab, meldeten die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 955 neue Corona-Infektionen (Datenstand 1.8., 0.00 Uhr).

Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden“, schrieb das RKI in seinem aktuellen Lagebericht. „Das gelingt nur, wenn sich die gesamte Bevölkerung weiterhin engagiert, z.B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent einhält - auch im Freien -, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt.

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Zweite Welle: Ökonomen warnen vor großen Folgeschäden

Führende Ökonomen haben sich besorgt über die gestiegene Zahl der täglichen Corona-Infektionen geäußert. „Eine zweite Welle könnte wirtschaftlich schädlicher sein als die erste Welle.

Denn viele Unternehmen sind angeschlagen, haben hohe Schulden und kaum mehr Rücklagen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der „Rheinischen Post“ (Samstag).

Die Erfahrung der USA zeige, dass klare Regeln und frühzeitige Beschränkungen wichtig seien, um eine Infektionswelle so gering wie möglich zu halten und den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. „Nur wenn sich die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung verantwortlich verhält, kann es gelingen, die Restriktionen zeitlich zu begrenzen und den Schaden zu minimieren“, sagte Fratzscher.

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955 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209.653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 1.8., 0.00 Uhr).

Am Freitag hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 870 gelegen. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9148.

Bis Samstagmorgen hatten 192.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

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Warnung vor zweiter Welle: Esken für flächendeckende Tests

SPD-Chefin Saskia Esken fordert angesichts steigender Infektionszahlen eine deutliche Ausweitung der Corona-Tests in Deutschland.

Nötig sei eine Strategie, die es erlaube, durch flächendeckende und zugleich gezielte Tests Infektionen frühzeitig zu identifizieren und damit weitere Ansteckungsrisiken zu verringern, sagte Esken der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). „Da ist jetzt Verantwortung in Bund, Land und Kommune gefragt und gefordert.“

Gerade diejenigen, die bei der Frage von Lockerungen vorangeprescht seien, sollten jetzt alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um eine zweite Welle zu verhindern. „Die unbestrittene Notwendigkeit einer europaweiten Strategie darf niemanden davon abhalten, hier und heute Verantwortung zu übernehmen.“

Ich sehe einfach die realistische Gefahr einer zweiten Welle“, sagte Esken weiter dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntag). Die SPD-Chefin mahnte: „Wir können uns auch im Inland keinen Leichtsinn leisten. Viele Institutionen versuchen jetzt wieder in die gewohnte Normalität, also in alte Strukturen zurückzukehren. Das ist absolut verständlich, aber womöglich lebensgefährlich.“ Esken warnte: „Es steht jetzt viel für unser Land auf dem Spiel.

Inzwischen 33 Infektionen: Corona-Ausbruch auf Hurtigruten-Schiff

Nach dem Ausbruch des Coronavirus unter der Besatzung eines Passagierschiffs in Norwegen sind 29 weitere Crew-Mitglieder positiv auf das Virus getestet worden.

Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen von vier auf 33, wie die Reederei Hurtigruten am Samstag mitteilte. Die Corona-Tests von 120 weiteren der insgesamt 158 Besatzungsmitglieder der „Roald Amundsen“ seien negativ ausgefallen, fünf andere müssten nochmals getestet werden.

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Familiennachzug geriet in Coronakrise ins Stocken

In der Coronavirus-Pandemie ist der Nachzug von Familienangehörigen aus dem Ausland beinahe zum Erliegen gekommen.

Zwischen März und Juni vergaben deutsche Auslandsvertretungen nur 2753 Visa zum Familiennachzug, wie das Auswärtige Amt auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mitteilte. Zum Vergleich: 2016 bis 2019 wurden pro Jahr stets mehr als 100.000 Einreisegenehmigungen zum Familiennachzug erteilt. Im ersten Quartal des laufenden Jahres waren es immerhin noch 21.725 Visa.

„Aufgrund von Reisebeschränkungen, Flugverboten und pandemiebedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Herkunftsländern können die Pass- und Visastellen an vielen deutschen Auslandsvertretungen seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie nur eingeschränkt oder im Notbetrieb arbeiten“, hieß es zur Erklärung aus dem Auswärtigen Amt.

Deutsche Staatsbürger oder Bürger von Nicht-EU-Staaten, die eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis haben, können Angehörige zu sich nach Deutschland holen. Das gilt für den Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner und gemeinsame minderjährige Kinder. Minderjährige können ihre Eltern nach Deutschland nachholen. Für in Deutschland lebende EU-Bürgerinnen und Bürger sind die Regelungen großzügiger als für Bürger von Nicht-EU-Staaten.

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+++ Ticker von Freitag, 31. Juli +++

Ab Samstag nur noch „Maskenempfehlung“ in Nordseepassage

Seit Beginn der Pandemie galt innerhalb der Nordseepassage eine strenge Maskenpflicht. Wie das Centermanagement in dieser Woche mitteilte, wird sich diese Richtlinie jedoch jetzt ändern. Ab dem 1. August wird für die Nordseepassage nur noch eine Empfehlung für das Tragen eines Mundschutzes ausgesprochen. Dies gelte jedoch nur für die allgemeinen Centerflächen, nicht für die Flächen der Geschäfte innerhalb der Nordseepassage. Dort gelte weiterhin die bestehende Maskenpflicht.

Zudem haben weitere Regeln für den Aufenthalt in der Nordseepassage Bestand: Kunden müssen weiterhin einen Abstand zu anderen Kunden sowie dem Center- und Verkaufspersonal von mind. 1,5 Metern einhalten. Das Shoppingcenter darf nicht mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung betreten werden. Menschenansammlungen sind untersagt. Seit Anfang Juli gelten folgende Kernöffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr und Samstag von 10 bis 18 Uhr. Bei einzelnen Geschäften könne es noch Abweichungen geben.

SAP und Telekom bauen internationale Corona-Warn-Plattform

Die Deutsche Telekom und SAP sollen für die EU-Kommission eine Warn-Plattform bauen, die Corona-Apps verschiedener Staaten miteinander vernetzt.

Man könne bestätigen, dass der Auftrag der EU-Kommission „kurz vor Abschluss“ stehe, sagte ein Telekom-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Die Plattform soll es ermöglichen, dass die Corona-Warn-Apps verschiedener Staaten miteinander kommunizieren, so dass die Warnungen auch über Grenzen hinweg oder im Ausland funktionieren. Die Kooperation werde dem Bericht zufolge zunächst Staaten betreffen, die ähnliche dezentrale Lösungen einsetzen wie Deutschland - dazu gehören etwa die Niederlande, Österreich oder Dänemark.

Telekom und SAP hatten gemeinsam die deutsche Corona-Warn-App entwickelt. Zuletzt gab es Probleme, weil die App teilweise nicht ordnungsgemäß funktioniert hatte - diese sollen aber mittlerweile behoben sein. Bislang können die Apps der EU-Staaten jedoch noch nicht grenzüberschreitend kommunizieren und Warnungen ausgeben.

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Amazon wird zum Profiteur der Pandemie

Amazon hat inmitten der Pandemie weiter vom Shopping-Boom im Internet profitiert. Im zweiten Quartal schoss der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert um 40 Prozent auf 88,9 Milliarden Dollar (75,1 Mrd Euro) in die Höhe, wie der Konzern nach US-Börsenschluss in Seattle mitteilte.

Der Gewinn des weltgrößten Onlinehändlers betrug 5,2 Milliarden Dollar, was im Jahresvergleich in etwa einer Verdopplung entspricht. Die Ergebnisse lagen erheblich über den Prognosen der Analysten, die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit kräftigen Kursaufschlägen. Dass Amazon mit seinen Lieferdiensten zu den großen Profiteuren der Corona-Krise zählt, hatte sich bereits im Vorquartal gezeigt. Zudem floriert das Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Netz weiter, auch wenn Amazons Flaggschiff AWS die hohen Erwartungen zuletzt nicht ganz erfüllen konnte.

Die von vielen Unternehmen genutzte Web-Plattform steigerte den Umsatz im abgelaufenen Quartal um 29 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar, damit flaute das Wachstum gegenüber dem Vorquartal spürbar ab. Allerdings entspricht das auch dem längerfristigen Trend. Generell profitiert in der Pandemie auch das Cloud-Geschäft, da etwa die vermehrte Heimarbeit die Nachfrage steigen lässt. Für Amazon ist die Sparte wegen ihrer hohen Gewinnspannen sehr lukrativ, im jüngsten Vierteljahr lag das Betriebsergebnis bei 3,4 Milliarden Dollar.

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Formel 1-Fahrer Sergio Perez nach uneindeutigem Corona-Test isoliert

Der Formel 1 droht der erste Coronavirus-Fall. Am Donnerstag wurde der mexikanische Fahrer Sergio Perez wegen eines nicht eindeutigen Test-Ergebnisses vor dem Großen Preis von Großbritannien vorsorglich isoliert.

Der 30-Jährige vom Team Racing Point musste zunächst auf das Ergebnis eines weiteren Tests warten, bevor er das Gelände der Rennstrecke in Silverstone betreten durfte. Perez verpasste kurzfristig die obligatorische Pressekonferenz vor dem Grand Prix am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) und fehlte auf dem Podium neben Teamkollege Lance Stroll. Perez hielt sich fernab der Strecke auf, wie sein Rennstall bei Twitter mitteilte.

Erst bei einem negativen Ergebnis dürfte Perez ab Freitag wieder in sein Auto steigen und an Training, Qualifying und dem vierten WM-Lauf der Saison teilnehmen. Ein positives Ergebnis würde das verhindern. Die Austragung des Rennens soll aber deswegen nicht gefährdet sein. Racing Point müsste dann aber auf einen Ersatzfahrer zurückgreifen. Dabei würde es sich um den Belgier Stoffel Vandoorne oder Esteban Gutierrez aus Mexiko handeln. Beide verfügen über Formel-1-Erfahrung.

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Strengere Corona-Maßnahmen im Norden Englands

Wegen eines starken Anstiegs von Coronavirus-Infektionen sind in Teilen Nordenglands die Kontaktbeschränkungen verschärft worden.

Betroffen davon sind Millionen Menschen im Großraum Manchester sowie Teile von West Yorkshire und East Lancashire. Die Maßnahmen waren erst kurz vor Inkrafttreten in der Nacht zum Freitag verkündet worden, was auf Kritik unter anderem der Opposition stieß. Man habe schnell handeln müssen, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock in Interviews.

In den betroffenen Regionen dürfen sich Mitglieder verschiedener Haushalte nicht mehr in Innenräumen und Privatgärten treffen. Sie sollen auch nicht gemeinsam Pubs und Restaurants besuchen. Die Maßnahmen gelten ebenfalls für die weiter südlich gelegene Stadt Leicester. Einige andere Einschränkungen dort werden aufgehoben.

Hancock führte die verstärkte Ausbreitung des Virus auf Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Abstandsregeln zurück. Die Regierung handle „schweren Herzens“, schrieb er auf Twitter. „Aber wir können einen Anstieg von Covid-Fällen in ganz Europa sehen und sind entschlossen, alles Nötige zu tun, um die Menschen zu schützen.“

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Erstmals Urlauber auf Mallorca wegen Corona-Infektion in Quarantäne

Erstmals seit der Wiedereröffnung der Balearen-Inseln mit Mallorca für den internationalen Tourismus sind Urlauber nach Behördenangaben positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt worden. Über die Herkunft oder die Nationalität der Betroffenen teilte die regionale Gesundheitsbehörde am Freitag auf Anfrage zunächst nichts weiter mit. Die Zeitung „Diario de Mallorca“ schrieb, es handele sich insgesamt um zehn Urlauber mit nur leichten oder gar keinen Krankheitssymptomen. Die Gesundheitsbehörde bestätigte die von der Zeitung genannte Zahl zunächst nicht. Bei einigen der in einem Hotel untergebrachten Menschen könne es sich auch um Familienangehörige handeln, die nicht infiziert seien.

Die Urlauber seien in dem von der Regionalregierung eigens für Quarantäne-Maßnahmen angemieteten Hotel Morlans Garden in der Stadt Peguera knapp 25 Kilometer westlich von Palma de Mallorca untergebracht worden. Die Regionalregierung übernehme alle Kosten für Unterbringung und Verpflegung, aber nicht möglicherweise anfallende Kosten für eine medizinische Behandlung.

Die bei deutschen beliebten Balearen hatten sich als erste spanische Region schon am 15. Juni in einem Pilotprojekt zunächst nur für Urlauber aus Deutschland wieder geöffnet. Seit dem 1. Juli dürfen alle Bürger aus der EU und aus Schengenstaaten nach Spanien einreisen.

Die Infektionszahlen auf den Inseln sind im Vergleich zu stärker betroffenen spanischen Regionen wie Barcelona oder Aragón und Navarra relativ niedrig. Allerdings sorgten Bilder von wilden Partys vor allem deutscher und britischer Urlauber, bei denen keine Vorsichtsmaßnahmen eingehalten wurden, für Empörung.

Einen schweren Rückschlag für die Tourismusbranche der Balearen und ganz Spaniens war die Entscheidung der britischen Regierung, für alle Rückkehrer aus Spanien eine vierzehntägige Quarantäne anzuordnen. Daraufhin stornierten viele Urlauber ihre Reservierungen. Deutschland rät nur von touristischen Reisen nach Katalonien, Navarra und Aragón ab. (Quelle: dpa)

Corona-Kontaktbeschränkungen in norddeutscher Stadt Heide eingeführt

Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen hat die Stadt Heide in Schleswig-Holstein einen Tag früher als zunächst geplant wieder strengere Schutzmaßnahmen eingeführt. Im öffentlichen Raum gilt damit von Freitag an in Heide wieder die Kontaktbeschränkung, dass sich maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen, wie Landrat Stefan Mohrdieck mitteilte. Diese Einschränkung gilt auch für öffentliche und private Veranstaltungen in der Dithmarscher Kreisstadt. Die Einhaltung der Maßnahmen werde verstärkt kontrolliert. Testungen sollten ausgeweitet werden. Ursprünglich sollten die Einschränkungen erst ab Samstag gelten.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts hat es im Kreis Dithmarschen mit Stand 30. Juli 00.00 Uhr 26,3 Fälle pro 100 000 Einwohner gegeben. Der Grenzwert für Einschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei 50 Fällen. (Quelle: dpa)

Drei spanische Regionen nun auf Liste der Corona-Risikogebiete

Die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gelten für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun auch als Risikogebiete. Das geht aus einer Aktualisierung der entsprechenden Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag hervor. In den drei Gebieten in Spanien wurde laut Bundesgesundheitsministerium die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. In der EU steht bisher schon Luxemburg auf der Liste, die auch für deutsche Touristen wichtig ist.

Für Reiserückkehrer aus offiziell eingestuften Risikogebieten soll in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht kommen - über freiwillige Tests hinaus, die für alle Einreisenden aus dem Ausland kostenfrei möglich sein sollen. Wegen des starken Anstiegs der Infektionen rät bereits auch das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in die drei spanischen Regionen ab. Dies ist nicht gleichbedeutend mit der Einstufung als Risikogebiet auf der RKI-Liste. (Quelle: dpa)

Handel bittet Verbraucher um Disziplin bei Corona-Regeln

Angesichts wieder steigender Infektionen hat der deutsche Einzelhandel Verbraucher aufgefordert, die Corona-Regeln wieder disziplinierter einzuhalten.

Bei einem zweiten Lockdown seien viele Handelsunternehmen nicht mehr zu retten, warnte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser. Unterdessen legten die Umsätze im Einzelhandel im Juni zu.

Es erfüllt mich mit großer Unruhe, dass es viele offenbar nicht mehr so genau mit der Einhaltung der Regeln nehmen und die Zahl der Infizierten wieder steigt“, sagte Sanktjohanser am Freitag. Er appellierte an das Verantwortungsgefühl der Menschen: „Lassen Sie uns das Erreichte nicht kaputt machen.

Die Corona-Krise werde den Handelsunternehmen abseits des Lebensmittelhandels voraussichtlich Umsatzeinbußen von 40 Milliarden Euro bescheren, fürchtet der HDE. Dies könne 50 000 Handelsstandorte in Deutschland die Existenz kosten, sagte Sanktjohanser. „Für viele Händler gäbe es bei erneuten Einschränkungen oder gar einer zweiten Phase des Lockdowns keine Chance mehr, der Insolvenz zu entgehen.“

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Starker Schub für Online-Handel in der Pandemie – Modegeschäft leidet

Der Trend zum Einkaufen im Internet hat in der Corona-Krise an Fahrt gewonnen. Im Juni stieg der Umsatz im Online- und Versandhandel preisbereinigt um fast ein Drittel (30,7 Prozent) gemessen am Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Ein Wachstum dieser Größenordnung sei selbst in dieser sehr dynamischen Branche ungewöhnlich und „zu einem erheblichen Teil auf einen Sondereinfluss der Pandemie zurückzuführen“.

Da in der Corona-Krise zeitweise viele Geschäfte schließen mussten und Verbraucher Infektionen fürchteten, bekam der ohnehin boomende Online-Handel einen zusätzlichen Schub. Mit dem Umsatzplus von mehr als 30 Prozent im Juni wuchs der Internet- und Versandhandel viel stärker als der Einzelhandel insgesamt, der um 5,9 Prozent zulegte.

Dabei wuchsen auch die Erlöse mit Einrichtung, Haushaltsgeräten und Baubedarf (plus 14,6 Prozent) sowie mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (plus 2,3 Prozent) deutlich, wie die Wiesbadener Statistiker erklärten. Weit unter Vorjahresniveau blieben indes die Geschäfte mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (minus 16 Prozent). Auch der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, worunter Waren- und Kaufhäuser fallen, litt mit Einbußen von gut 11 Prozent.

Der Einzelhandel war im Mai aus dem Corona-Tief gekommen. Gemessen am Februar, dem Monat vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland, lag der Umsatz im Juni nun kalender- und saisonbereinigt 1,4 Prozent höher. Die Branche sieht sich aber nicht über den Berg: Die Corona-Krise werde den Handelsunternehmen abseits des Lebensmittelhandels voraussichtlich Umsatzeinbußen von 40 Milliarden Euro bescheren, sagte der Präsident des Branchenverbands HDE, Josef Sanktjohanser. Viele Bekleidungshändler durchlebten weiter schwere Zeiten. (Quelle: dpa)

Schleppender Start für Nato-Pläne zu zweiter Corona-Welle

Die von der Nato vorbereitete Krisenhilfe für den Fall einer zweiten Welle der Corona-Pandemie könnte deutlich weniger umfangreich ausfallen als geplant.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatten Mitgliedstaaten zuletzt noch nicht einmal 1,6 Millionen Euro für den neuen Treuhandfonds zur Pandemieabwehr zugesagt. Hoffnung der Nato-Zentrale war es, zügig mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag zusammenzubekommen.

Mit dem Geld aus dem bereits im Juni beschlossenen „Pandemic Response Trust Fund“ will die Nato eigentlich den Aufbau von Lagern mit medizinischer Ausrüstung ermöglichen und im Fall einer zweiten großen Corona-Welle auch Partnerländer wie die Ukraine unterstützen können. Angesichts der sich hinziehenden Vorbereitungen ist nun allerdings unklar, ob wirklich im großen Stil Krisenhilfe geleistet werden könnte - vor allem wenn es bereits zeitnah zu einer zweiten Pandemie-Welle kommen sollte.

Ein Nato-Sprecher bestätigte der dpa, dass bis zuletzt erst neun der 30 Alliierten feste Zusagen für den Fonds gemacht hatten. Er betonte allerdings, dass von mehreren Ländern „signifikante“ Materialspenden angekündigt worden seien. Dazu gehörten unter anderem 200 moderne Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung. Weitere Angebote seien in Vorbereitung, hieß es.

Als Grund für die schleppenden Vorbereitungen werden in Bündniskreisen noch laufende Abstimmungen unter Mitgliedsländern genannt. Offensichtlich betrachteten zudem einige Nato-Staaten die zivile Krisenvorsorge eher als Thema für die EU als für das Verteidigungsbündnis, hieß es.

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Schauspieler Bryan Cranston spendet nach Corona-Infektion Blutplasma

„Breaking-Bad“-Star Bryan Cranston (64) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der Hollywoodstar in einer Videobotschaft auf Instagram bekannt. „Ich bin einer der Glücklichen“, sagte Cranston. Er habe nur leichte Beschwerden gehabt.

In einem Video, mit weißer Schutzmaske, zeigt sich Cranston in einer Einrichtung in Los Angeles beim Spenden von Blutplasma für die Corona-Forschung.

„Zieht die verdammten Masken an, wascht eure Hände und haltet Abstand“, ruft der Schauspieler seine Fans auf. Auch er habe die Pandemie satt, räumt Cranston ein, aber alle müssten sich noch eine Weile gedulden.

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Nachfrage steigt – Bio boomt auch in der Corona-Krise

Bio boomt - besonders in der Corona-Pandemie. Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge stieg die Nachfrage nach Lebensmitteln aus ökologischer Erzeugung in den ersten drei Monaten der Corona-Krise deutlich stärker als die Umsätze im Lebensmittelhandel insgesamt.

„Die Corona-Krise hat den Trend zu bewussterem Konsum anscheinend nicht gestoppt. Ganz im Gegenteil: Sie scheint ihn verstärkt zu haben“, urteilt der GfK-Handelsexperte Robert Kecskes.

Mit dieser Einschätzung steht er nicht allein. Das Informationsportal Ökolandbau berichtet von Rekordumsätzen im Naturkosthandel und einem Boom bei Bio-Abo-Kisten. Auch die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ) in Bayern beobachtet: „Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Einkauf für Bio-Produkte.“ Insbesondere regionale Angebote seien gefragt.

Bei einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts AMM gaben 30 Prozent der Konsumenten an, ihre Bio-Einkäufe in der Pandemie ausgeweitet zu haben. „Der Anteil von Bio-Produkten am Lebensmitteleinkauf hat durch die Pandemie einen weiteren Schub erhalten“, ist deshalb auch der Leiter der Studie, der Handelsexperte Joachim Riedl von der Hochschule Hof, überzeugt.

Der Umfrage zufolge profitierten die Bio-Produkte in den vergangenen Monaten nicht nur von ihrem Ruf, hochwertig, umweltfreundlich und gesund zu sein. Die Konsumenten griffen auch deshalb zu Bio-Produkten, weil sie in Zeiten der weltweiten Pandemie regionale Anbieter und Bauern unterstützen wollten. Außerdem stand oft angesichts ausgefallener Restaurantbesuche und abgesagter Urlaubsreisen mehr Geld für hochwertige Lebensmittel zur Verfügung.

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Berlin führt Maskenpflicht an Schulen ein

Berlin wird im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht an Schulen einführen. Die Regelung soll nach dem Ende der Sommerferien für Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte in Schulgebäuden gelten, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mitteilte.

Sie müssen einen Mund-Nasen-Schutz zum Beispiel auf Fluren, in Aufenthalts- und Gemeinschaftsräumen oder der Toilette tragen. In Unterrichtsräumen, auf dem Pausenhof oder im Hort soll diese Verpflichtung nicht gelten.

In Berlin starten die Schulen am 10. August. Mit der Maskenpflicht, die der Senat am kommenden Dienstag noch formal beschließen muss, ist Berlin eine Art Vorreiter unter den Bundesländern. Auch anderswo in Deutschland könnte der Mund-Nasen-Schutz nach Ende der Ferien zum Schulalltag gehören, entsprechende Überlegungen gibt es bereits. Offen ist aber vielfach noch, ob und in welchem Umfang das verpflichtend sein soll.

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Viele Australier mit Coronavirus halten sich nicht an Lockdown

Jeder vierte mit dem Coronavirus infizierte Australier im Corona-Hotspot Victoria hält sich den Behörden zufolge nicht an die Gesundheitsvorschriften und geht weiter unter Menschen. Als Gesundheitsinspektoren in den vergangenen zwei Tagen die Häuser von mehr als 500 Personen überprüft hätten, seien 130 von ihnen nicht zu Hause gewesen - und unter anderem weiter zur Arbeit gegangen, sagte der Premierminister des südöstlichen Bundesstaates, Daniel Andrews, am Freitag. „Um Himmels willen, wenn Sie das Virus haben, müssen Sie zu Hause bleiben“, betonte der Politiker.

Gegen 100 Menschen in Victorias Hauptstadt Melbourne werde ermittelt, weil sie die Lockdown-Regeln gebrochen hätten. Die Polizei habe bereits 124 Bußgelder in Höhe von bis zu 1300 australischen Dollar (790 Euro) verhängt, so Andrews.

In der Millionenmetropole war vor drei Wochen nach steigenden Corona-Zahlen erneut ein strikter Lockdown ausgerufen worden, der noch bis mindestens 19. August dauern soll. Andrews schloss aber nicht aus, dass die Maßnahme verlängert werden könnte, um die Ausbreitung einzudämmen.

In Victoria wurden innerhalb von 24 Stunden 627 neue Fälle registriert, acht Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. Dies ist die zweithöchste Zahl nach dem Rekord von 723 Neuinfektionen vom Vortag. (Quelle: dpa)

Iran: Einreiseverbot für Touristen wegen steigender Corona-Fälle

Wegen ansteigender Corona-Zahlen führt der Iran von diesem Samstag (1. August) an ein vorübergehendes Einreiseverbot für ausländische Touristen ein. Medienangaben vom Freitag zufolge können bis auf Weiteres nur Nicht-Touristen wie etwa ausländische Geschäftsleute ein Visa beantragen. Sie müssen aber von Samstag an bei der Einreise einen negativen Corona-Test von einem international anerkannten Institut ihres Landes vorweisen. Der Test muss auf Englisch und nicht älter als 96 Stunden sein, wie die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf eine Pressemitteilung der Ausländerbehörde meldete.

Im Iran gab es auch am Donnerstag wieder einen Anstieg der Fallzahlen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben binnen 24 Stunden 226 Patienten in Verbindung mit dem Virus. Damit liege die Zahl der Todesopfer aktuell bei 16 569. Im gleichen Zeitraum wurden mehr als 2600 Neuinfektionen erfasst. Somit stieg die Zahl der bisher nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 300 000.

Der erneute Anstieg der Fallzahlen ist nach Einschätzung von Experten das Ergebnis der Lockerungen Ende Mai. Die hatten dazu geführt, dass die Bevölkerung die Hygienevorschriften und auch die Pandemie nicht mehr ernst nahm. Betroffen ist besonders die Hauptstadt Teheran mit mehr als 10 Millionen Einwohnern, die seit Dienstag wegen der hohen Infektionsfälle zur roten Zone erklärt wurde.

Die iranische Ärztekammer warnte sogar vor einem Mangel an Ärzten und Pflegern, sollte der derzeitige Anstieg nicht gestoppt werden. Dennoch will Präsident Hassan Ruhani an den Lockerungen festhalten. Die Gesundheit der Menschen sei zwar wichtig, ihr Einkommen aber auch, so der Präsident. (Quelle: dpa)

+++ Ticker von Donnerstag, 30. Juli +++

US-Experte Fauci warnt vor Zunahme weiterer Covid-19-Fälle

Der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat vor einem Anstieg der Coronavirus-Fälle in einigen Bundesstaaten gewarnt. Er rief in einem Interview des Senders MSNBC daher am Mittwoch (Ortszeit) dringend dazu auf, fünf Maßnahmen zu befolgen:

Masken tragen, Menschenansammlungen meiden, einen Mindestabstand von mindestens sechs Fuß (rund 1,8 Meter) einhalten, Händewaschen und sich von Bars fernhalten oder diese, wo möglich, schließen.

„Wenn wir nicht anfangen, diese fünf Prinzipien ziemlich strikt zu befolgen, wird es unvermeidlich passieren, dass die Bundesstaaten, die noch nicht in Schwierigkeiten sind, wahrscheinlich in Schwierigkeiten geraten werden“, warnte der renommierte Immunologe. Fauci ist Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten und gehört als Berater der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses an.

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Historischer Konjunktureinbruch in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft hat auf dem Höhepunkt der Corona-Krise einen noch nie da gewesenen Einbruch erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 10,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte.

Es war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen im Jahr 1970. Selbst auf dem Höhepunkt der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 war das Minus mit 4,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal nur etwa halb so groß. Bereits zum Jahresanfang war die Wirtschaftsleistung gesunken. Europas größte Volkswirtschaft steckt in einer tiefen Rezession.

Nach Angaben der Wiesbadener Behörde sind im zweiten Quartal die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen erheblich eingebrochen sowie die privaten Konsumausgaben und die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen wie Maschinen. Der Staat erhöhte dagegen seine Konsumausgaben. Dazu zählen unter anderem Gehälter der Mitarbeiter.

Im Vorjahresvergleich brach die Wirtschaftsleistung um 11,7 Prozent ein. Den bisher stärksten Rückgang gegenüber einem Vorjahresquartal hatte es während der Wirtschafts- und Finanzkrise mit minus 7,9 Prozent im zweiten Vierteljahr 2009 gegeben..

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6,7 Millionen Menschen im Mai in Kurzarbeit

In Im Mai waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 6,7 Millionen Menschen in Deutschland in Kurzarbeit. Im April hatte die Zahl noch bei 6,1 Millionen gelegen. Damit war im Mai nach Hochrechnungen die höchste jemals ermittelte Zahl von Kurzarbeitern in der Bundesrepublik erreicht, wie die Behörde am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. (Quelle: dpa)

Ökonomen: Corona-Krise lässt Österreichs Wirtschaft einbrechen

Österreichs Wirtschaft ist durch den Lockdown in der Corona-Krise nach Berechnung von Ökonomen um 12,8 Prozent geschrumpft. Die Rezession im zweiten Quartal habe ein historisches Ausmaß gehabt, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Donnerstag in Wien mit. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zogen laut Wifo einen massiven Ausfall der Konsumnachfrage mit sich. Das spiegele sich in Wertschöpfungseinbußen in Tourismus, Verkehr, Handel, persönliche Dienstleistungen sowie Kunst, Unterhaltung und Erholung wider. Im Gleichklang mit dem internationalen Umfeld sei auch die heimische Industrie sowie die Exportnachfrage eingebrochen. (Quelle: dpa)

Athen: Dutzende kranke Flüchtlinge fliegen nach Deutschland

Deutschland nimmt erneut eine große Gruppe kranker Minderjähriger und zahlreiche Mitglieder ihrer Familien auf. Es handelt sich um 85 Minderjährige und 90 Familienangehörige, die am Donnerstag aus Athen nach Deutschland fliegen sollen. Dies teilte der stellvertretende griechische Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos mit. „Die heutige (am Donnerstag) Abreise trägt zur Entlastung der (Camps) der Inseln bei“, erklärte er. Die Lager auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis sind weiterhin überfüllt.Die Ausreise von minderjährigen Flüchtlingen aus Griechenland nach Deutschland und anderen EU-Staaten war vorübergehend wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden. Der Plan sieht vor, dass rund 1600 Minderjährige in andere EU-Staaten und in die Schweiz gebracht werden sollen. Mehr als 200 Minderjährige wurden bereits von Deutschland, der Schweiz, Finnland und Portugal aufgenommen. (Quelle: dpa)

Corona lässt Stromverbrauch sinken - Ökoenergie legt zu

Die Corona-Krise hat auch Spuren beim Stromverbrauch in Deutschland hinterlassen. Weil viele Fabriken wochenlang stillstanden, ging er kräftig zurück. Eine weitere Folge: Die Erneuerbaren deckten erstmals mehr als die Hälfte des Bedarfs. (Quelle: dpa)

Corona-Krise brockt Airbus Milliardenverlust ein

Die Corona-Krise hat den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand unter dem Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro, wie der Konkurrent des US-Konzerns Boeing am Donnerstag in Toulouse mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro gestanden.

Jetzt will der Konzern die Produktion seines jüngsten Langstreckenjets A350 noch stärker zurückfahren als geplant. Statt sechs sollen nur noch fünf Maschinen des Typs pro Monat die Werkshallen verlassen. Das entspricht rund der Hälfte des Vorkrisenniveaus.

In der schwierigen Lage will Airbus-Chef Guillaume Faury vor allem den Geldabfluss im Konzern stoppen. Übernahmen und Finanzierungen für Kunden herausgerechnet, solle im zweiten Halbjahr unter dem Strich kein Geld mehr aus dem Konzern abfließen, kündigte der Manager an. Eine neue Prognose für Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr wagte er weiterhin nicht. (Quelle: dpa)

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