Wilhelmshaven /Roffhausen /Sande Langsam aber sicher nimmt der Sportbetrieb wieder Fahrt auf: Positive Meldungen gibt es von den Roffhauser Sportschützen und von der Kanujugend des KSV Sande. Außerdem waren einige Jadestädter beim Paris-Halbmarathon am Start – natürlich nur virtuell.

SV Olympia Roffhausen: Pfingsten steht vor der Tür damit für die Sportschützen von Olympia Roffhausen auch das traditionelle Schützenfest. Nicht jedoch in diesem Jahr. „Wie anderen Vereinen auch wurde uns der Königsball 2020 unmöglich gemacht“, sagt Thomas Merkel. „Und wenn der Höhepunkt des Jahres plötzlich ausfällt, entsteht gefühlsmäßig einfach ein großes Loch.“ Da das vergangene Jahr in Roffhausen aber ein besonders erfolgreiches war, wollten die Schützen auf die obligatorische Festzeitschrift keinesfalls verzichten. Deshalb hat Festleiter Merkel aus vielen Geschichten (mit Besenwerfen, Königsball und erfolgreichen Wettkämpfen) die 67. Ausgabe zusammengezimmert, die dank Unterstützung einiger Sponsoren inzwischen auch gedruckt wurde.

Normalerweise wird das Vereinsblatt an Übungsabenden verteilt. Da das Training aber (trotz ausreichend Abstand auf den Schießbahnen) coronabedingt bis heute nicht möglich ist, wurde die Festzeitschrift von der Schützenjugend des Vereins verteilt. Merkel: „Von vielen Mitgliedern wurde sie an der Haustür schon erwartet. Jetzt hoffen wir, möglichst bald wieder mit dem Training beginnen zu dürfen.“

Leichtathletik: Neun Wilhelmshavener nahmen jetzt erfolgreich am virtuellen Paris-Eiffel-Spring-Halbmarathon teil. Dabei blieben Jenny Berger, Maik Grenz, Kerstin Paul, Matthias Gerbers, Andrea Kirchner, Marion Kirschner, Katrin Finko, Jörn Kirschner und Ulf Popken allesamt unter der Marke von 2:20 Stunden.

KSV Sande: Die Jugendgruppe des Kanu- und Segelvereins (KSV) Sande hat ihre Trainingsaktivitäten unterdessen bereits wieder aufgenommen – unter Einhaltung der aktuell geltenden Auflagen. Zum Auftakt trafen sich die Jugendlichen auf dem Vereinsgelände zum regen Informations-Austausch. Wer darf zur Schule gehen und wer noch nicht? Wie ist der Unterricht in Coronazeiten organisiert? Und wie hat man sich in den vergangenen Wochen die Zeit zu Hause vertrieben? Fragen, die Jugendliche in diesen Zeiten bewegen.

Unter Leitung von Jugendwartin Marlitt Janssen wurden aber auch kontaktarme Bewegungsspiele sowie Aufwärm- und Dehnübungen absolviert. „Auch wenn es noch nicht wieder aufs Wasser geht, waren alle froh, dass Treffen beim Verein wieder möglich sind“, sagt Janssen. „Die Vorfreude auf das nächste Training ist bei allen Beteiligten groß. Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, dass es beim Kanusport nicht nur um Sport, sondern auch um die Gemeinschaft geht.“ Sportliche Wettkämpfe auf dem Wasser liegen derzeit in der Tat noch in weitere Ferne. Aufgrund der Corona-Pandemie sind sämtliche Veranstaltungen Kanujugend im Bezirk Weser-Ems (darunter auch das traditionelle Elefantenrennen, die Kanu-Jugend-Spiele oder die Lampionfahrt) flächendeckend abgesagt worden.

Carsten ConradsSportredaktion

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