Wilhelmshaven Die Bundesliga-Reserve des TSV Grün-Weiß Dankersen Minden ist Samstag (Anwurf 19 Uhr, Sporthalle Dankersen) nächster Gegner der Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV. Klingt eher unspektakulär und nach einer leicht lösbaren Aufgabe für den souveränen Spitzenreiter beim Tabellenelften.

Wäre da nicht der jüngste 34:24-Heimerfolg der Gastgeber über den TuS Spenge, mit dem die Grün-Weißen in der Vorwoche für Aufsehen im Nord-Westen sorgten. „Minden hat die EM-Pause genutzt und einige Spieler aus der ersten Mannschaft eingesetzt“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Das hat sich ausgezahlt und wird sich sicherlich auf unser Spiel am Samstag auswirken.“

Neben Torhüter Leon Grabenstein und den Feldspielern Max Nowatzki, Justus Richtenhain, Jonas Molz und Simon Strakeljahn – alle gehören zum Mindener Erstliga-Kader und kamen auch im Hinspiel beim WHV zum Einsatz – warf GWD-Trainer Moritz Schäpsmeier gegen Spenge auch noch die Außen Mats Korte und Max Staar sowie die Rückraumspieler Juri Knorr und Savvas Savvas auf die Platte.

Bei den Jadestädtern sieht man das Mindener Personal-Karussell gelassen, von einer Verzerrung des Wettbewerbs sprechen Köhrmann und WHV-Manager Dieter Koopmann nicht. Im Gegenteil: „Wir freuen uns auf die Herausforderung – genau diese Spiele brauchen wir“, sagt Koopmann. Denn: „Ein 39:22 gegen die Panther und viele spektakuläre Tore sorgen zwar auf der Tribüne für Begeisterung. Der sportliche Wert – speziell der zweiten Halbzeit – hält sich aber in Grenzen.“

Köhrmann meldete nach dem jüngsten Kantersieg dennoch Gesprächsbedarf an. Vor allem die Abwehrleistung in den ersten 30 Minuten hatte dem Trainer nicht gefallen. „Wir hatten einen klaren Plan, der aber leider nicht umgesetzt wurde“, sagt der Coach. „Erst nach dem Wechsel wurde es besser. Morgen müssen wir deutlich früher aufwachen, sonst bekommen wir Probleme.“

Egal, wer morgen Abend beim Gastgeber aufläuft – Köhrmann rechnet fest damit, dass die GWD-Reserve den Tabellenführer wieder ähnlich offensiv verteidigen wird, wie im Hinspiel. Seinerzeit hatten die Jadestädter diese Aufgabe über weite Strecken gut gelöst. Auf der Zielgeraden stellte sich der WHV aber beinahe selbst ein Bein und brachte dadurch nur einen hauchdünnen 30:29-Erfolg über die Linie.

„Meine Mannschaft hat sich in den letzten Monaten weiterentwickelt“, sagt Köhrmann. „Wir wissen, wie wir mit der offensiven 3:2:1 umgehen müssen und was wir definitiv lassen sollten.“ Personell ist die Lage auf der rechten Seite unverändert: Evgeny Vorontsov befindet sich im Aufbautraining, fällt für Minden aber definitiv aus. Fraglich bleibt der Einsatz von Yannick Pust, der Schritt für Schritt wieder ins Training integriert wurde – sich aber selbst noch nicht wieder fit gemeldet hat.

Die ersten beiden Tage der Trainingswoche gehörten Maja Ivanovic und Tanja Sarenac vom niederländischen Fitness-Kooperationspartner „Total Movement“. Köhrmann: „Wir haben eine weitere Phase abgeschlossen und können jetzt den nächsten Schritt gehen.“

Carsten ConradsSportredaktion

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