Pfalzdorf Es ist vollbracht: Sowohl das Team von Jens Goldenstein als auch die Routiniers um Frido Walter haben mit deutlichen Siegen am Sonntag die letzten Zweifel beseitig und jeweils die Landesmeisterschaft perfekt gemacht. Für das Männer-I-Team aus Leerhafe bedeutet die Niederlage gleichzeitig den Abschied aus der Königsklasse.

Der 22. Titelgewinn ist für die Pfalzdorfer Männer I ein ganz besonderer. Zehn lange Jahre mussten sich die Nachfolger von Walter und Henkel gedulden, um endlich wieder einmal die hölzerne Plakette des Landesverbandes in ihr Vereinslokal zu holen. Fünf Vize-Meisterschaften in dieser Zeit deuteten zwar das große Potenzial der Mannschaft an, der ganz große Wurf sollte aber bisher nicht gelingen. Als sie in dieser Saison kurz davor stand, den Sack zuzumachen und die Planungen für die Meisterfeier schon auf Hochtouren liefen, machte ihr die Coronakrise einen großen Strich durch die Rechnung. Entsprechend groß war die Freude, als vom Landesverband endlich das Signal kam, die Saison fortzusetzen. Matchwinner gegen Leerhafe war die erste Holzgruppe, die neun Wurf zum knapp zweistelligen Ergebnis (9,084/2,050/0,053/-0,090) beisteuerte und ihren Ruf als beste Formation der diesjährigen Landesliga-Saison eindrucksvoll untermauerte.

Nicht wenige Kenner der Szene trauen es der Mannschaft zu, nun endgültig aus dem Schatten ihrer namhaften Vorgänger herauszutreten und eine ähnliche Erfolgsserie hinzulegen, wie es „Gute Hoffnung“ in den 80er- und 90er-Jahren unter der Regie von Frido Walter schon einmal gelang. Dieser feiert nun mit seiner Männer-II-Mannschaft den insgesamt zwölfen Titel in dieser Altersklasse – sechs davon wurden unter seiner Regie eingefahren. Wie gewohnt ging der Kapitän auch im Saisonfinale mit Leistung voran. Ardorf hielt zunächst nur mit der Gummikugel einigermaßen mit. Mit dem schwarzen Wurfgeschoss erhielten die Männer um Holger Menken dagegen eine Lehrstunde in Sachen Straßenboßeln und hatten der Walter-Gruppe nichts entgegenzusetzen. Mit 13:0 (8,140/4,122) wurden die Wittmunder mit einer deutlichen Packung auf die Heimreise geschickt.

Und dennoch hat der Doppelerfolg aus Sicht der Auricher einen bitteren Wermutstropfen: Nur zu gerne hätten sie mit allen Teams ihrer Ligen eine gemeinsame Meisterfeier abgehalten, die aus den bekannten Gründen nicht stattfinden durfte. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, die Feier wird, wenn möglich, nachgeholt!“, erklärte Frido Walter.

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