Sande „Wenn du den Fußball liebst, dann liebst du den Fußball“, sagt Dominik Oeltermann, nach dem er gerade einmal wieder 90 Minuten für den FC Rot-Weiß Sande auf dem Platz stand. Dass die Nummer acht des Kreisligisten sich Woche für Woche in den Dienst der Mannschaft stellt, ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit, denn Oeltermann absolviert seit diesem Jahr eine Ausbildung zum Zollbeamten in Rostock. „Am Wochenende ist er meistens dabei, das verdient die größten Lobeshymnen“, erklärt FC-Trainer Lars Poedtke begeistert.

385 Kilometer trennen Sande von Rostock, doch Oeltermann sagt zu den Strapazen, die er auf sich nimmt nur: „Schade ist, dass ich unter der Woche nicht mit der Mannschaft trainieren kann.“ Am Sonntag hat er wieder die etwa vierstündige Fahrt auf sich genommen, mit Hilfe von Kollegen und Unterstützung seiner Familie. „Ich werde zu den Spielen immer von Freunden mitgenommen. Nach dem Spiel noch so eine Strecke selbst fahren zu müssen, wäre dann doch zu anstrengend“, sagt Oeltermann, und stellt die angespannte Personallage seines Teams in den Blickpunkt: „Heute hatten wir wieder nur zwölf Leute und einer spielt mit Bänderverletzung.“

Auch die lange Autofahrt stecke ihm nicht besonders in den Knochen, wenn der Anpfiff zum Spiel ertönt. Die Begeisterung für den Fußball und der Wille, seine Mannschaft nicht im Stich zu lassen, mache ihm das leicht.

Zum Jahreswechsel hofft der Mittelfeldspieler versetzt zu werden, doch falls nicht, wird er wohl auch künftig weiter 385 Kilometer zum Heimspiel zurücklegen.

Christoph SahlerVolontär

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Rot-Weiß Sande | TuS Lehmden

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