Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven ist eine Person infiziert. Die Gesamtzahl der bisherigen Infizierten lag bei 28. Eine Person ist verstorben. Die Stadt Wilhelmshaven hat angekündigt, nicht mehr täglich über die Infektionszahlen zu berichten – es sei denn, es gibt eine Neuinfektion. (Stand: 30. Juni, 20.54 Uhr)

Im Landkreis Friesland sind derzeit zwei Personen nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. 33 Patienten sind mittlerweile genesen, zwei Menschen sind gestorben. Insgesamt gab es bislang 37 Menschen aus dem Kreisgebiet, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. (Stand: 5. Juli, 15.51 Uhr)

Der Landkreis Wittmund hat seine täglich Information zu Corona-Infektionen im Juni eingestellt. Zuletzt gab es dort keine Infektionen (Stand 19. Juni). 41 Personen gelten als geheilt. Insgesamt waren bisher 41 Menschen infiziert. Der Landkreis informiert erst wieder, wenn es eine Neuinfektion geben sollte.

Derzeit ist im Landkreis Aurich eine Person an Corona erkrankt. Insgesamt waren 135 Personen infiziert, 126 gelten als geheilt. Acht infizierte Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. (Stand: 5. Juli, 15.52 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland 196.335 Infektionen und 9012 Todesfälle. In Niedersachsen gab es demnach bislang 13.664 Fälle und 635 Todesfälle (Stand: 5. Juli, 12 Uhr).

+++ Ticker von Sonntag, 5. Juli +++

Einkaufsbummel ohne Maske? Wohl erstmal nicht

Für ein Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel ist es aus Sicht mehrerer Bundesländer noch zu früh. Gegen ein zeitnahes Ende der Pflicht für den Mund-Nasen-Schutz in Geschäften sprachen sich am Sonntag Bayern, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hamburg aus. „Im Verlauf der Pandemie hat sich die Expertenmeinung gefestigt, dass die Mund-Nasen-Bedeckung eine sehr wirksame Maßnahme ist“, argumentierte beispielsweise Hamburgs Senatssprecher Marcel Schweitzer gegenüber der dpa. Auch Nordrhein-Westfalen reagierte zurückhaltend. Die Debatte war ins Rollen geraten, nachdem sich der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern für ein baldiges Ende der Maskenpflicht in seinem Land ausgesprochen hatte - und dafür von seiner Regierungschefin eingebremst wurde. „Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten“, hatte Minister Harry Glawe (CDU) der „Welt am Sonntag“ gesagt. (Quelle: dpa)

WHO verzeichnet Corona-Rekord - Lage in Deutschland stabil

Weltweit gesehen steigt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie immer weiter an. So meldete die Weltgesundheitsorganisation WHO am Wochenende einen Rekord: Binnen 24 Stunden seien 212 326 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus Sara-CoV-2 gemeldet worden (Stand 4.7. 10 Uhr), hieß es in einem WHO-Bericht. Die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus ist hingegen seit Anfang Mai vergleichsweise stabil.

Die meisten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurden dabei in Nord- und Südamerika (129 772) gemeldet. Davon entfielen allein mehr als 53 000 Fälle auf die USA und mehr als 48 000 auf Brasilien. Grund für steigende Infektionszahlen können sowohl ein tatsächliches Plus an Ansteckungen als auch umfangreichere Tests sein.

Insgesamt geht die WHO bisher von mehr als 11 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus weltweit sowie von mehr als 523 000 Todesfällen aus. In absoluten Zahlen verzeichneten demnach die USA (mehr als 2,7 Millionen), Brasilien (mehr als 1,5 Millionen) und Russland (mehr als 674 000) zuletzt die meisten Infektionen insgesamt. (Quelle: dpa)

Netanjahu: Notstandssituation wegen Corona-Ausbruch in Israel

Angesichts eines starken Anstiegs der Corona-Neuinfektionen in Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu von einer Notstandslage gesprochen. „Wir befinden uns mitten in einer neuen Corona-Attacke. Es ist ein sehr starker Ausbruch, auf der ganzen Welt und bei uns“, sagte der 70-Jährige am Sonntag während einer Kabinettssitzung. An diesem Montag wollte die Regierung sich erneut treffen, um über mögliche weitere Beschränkungen zu beraten. (Quelle: dpa)

Onlinehandel profitiert von der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat dem Online-Handel in Deutschland eine kräftigen Wachstumsschub beschert. Vor allem Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Tierbedarf, Medikamente oder Drogerieprodukte werden viel häufiger im Internet gekauft als vor der Pandemie. Das geht aus einer Marktstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) hervor.

Weitere Lockerungen im Sport

Die Niedersächsische Landesregierung hat im Zuge einen neuen Corona-Verordnung weitere Lockerungen auch im Bereich des Sports, insbesondere bei der Ausübung, beschlossen. Sie gelten ab Montag. „In den vergangenen Wochen haben wir Schritt für Schritt den Sportbetrieb wieder aufgenommen und die Beschränkungen gelockert. Nach der Öffnung der Sportanlagen im Freien folgte die Öffnung der Sporthallen – immer mit Abstand und viel Disziplin bei den notwendigen Hygienemaßnahmen“, sagt der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. „Die Sportlerinnen und Sportler haben sich vernünftig und entsprechend der jeweiligen Neuregelungen verhalten, so dass wir nun den nächsten und großen Schritt Richtung Normalität gehen können. Ich danke allen Sportlerinnen und Sportlern für ihren Teamgeist, ihre Geduld und ihre Rücksichtnahme.“ Im Grundsatz gilt weiterhin die kontaktlose Sportausübung mit einem Abstand von zwei Metern. Die Hygienemaßnahmen und die Abstandsgebote insbesondere auch beim Zutritt zur Sportanlage gelten weiterhin. Abweichend davon soll zukünftig aber auch die Sportausübung in festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen zulässig sein.

239 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 239 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 196.335 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Morgen meldete (Datenstand 5.7., 0.00 Uhr).

Mecklenburg-Vorpommern: Wirtschaftsminister will Maskenpflicht im Handel abschaffen

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat eine Abschaffung der Mund-Nase-Bedeckung im Handel ins Gespräch gebracht. „Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten“, sagte Glawe der „Welt am Sonntag“. Er gehe davon aus, dass das Kabinett in Schwerin in seiner Sitzung am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. „Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen“. Die Abstandsregel werde aber grundsätzlich bleiben. Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigsten Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus bundesweit.

+++ Ticker von Samstag, 4. Juli +++

Russland: Mehr als 10.000 Tote in der Corona-Krise

In Russland sind in der Corona-Krise insgesamt mehr als 10 000 Menschen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorben. 168 Todesfälle seien zuletzt gemeldet worden, teilten die russischen Behörden am Samstag in Moskau mit. Damit gibt es mehr Tote in Russland als in Deutschland, wo rund 9000 Tote registriert wurden. Die meisten Todesopfer in der Pandemie verzeichnen die USA mit knapp 130 000 Fällen.

In Russland, dem größten Land der Erde, haben sich bislang rund 675 000 Menschen mit dem hochansteckenden Coronavirus infiziert. (Quelle: dpa)

Freundin von Trump-Sohn positiv auf Corona getestet

Die Freundin des US-Präsidentensohns Donald Trump Jr., Kimberly Guilfoyle, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Nach dem positiven Testergebnis sei sie sofort isoliert worden, zitierten US-Medien am Freitag (Ortszeit) Sergio Gor, Finanzausschuss-Stabschef des Wahlkampfteams von Präsident Trump. Guilfoyle sammelt Spenden für Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt. „Es geht ihr gut“, hieß es weiter. Da sie keine Symptome zeige, soll sie erneut getestet werden, um sicherzustellen, dass das Ergebnis korrekt gewesen sei. (Quelle: dpa)

Tourismusgipfel in Oldenburg: Kooperation statt Kirchturmdenken

Weniger Kirchturmdenken und mehr regionale Zusammenarbeit: Diese Forderung stand im Mittelpunkt des dritten „Tourismusgipfels“. Der „Gipfel“ wurde gemeinsam von der Nordwest-Zeitung, der Emder Zeitung, dem Jeverschen Wochenblatt und dem Anzeiger für Harlingerland veranstaltet. NWZ-Chefredakteur Ulrich Schönborn führte als Moderator durch das Gespräch – wegen der Corona-Krise musste die Diskussionsrunde ohne Publikum stattfinden.

Rekord in Indien: Mehr als 22.000 neue Corona-Fälle an einem Tag

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Indien hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht, wurden binnen 24 Stunden bis Samstagmorgen 22 771 neue Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum starben 442 Menschen mit oder an dem Erreger Sars-CoV-2.Indien ist auf Platz vier der am stärksten von Corona betroffenen Länder der Welt - nach Russland, Brasilien und den USA. In dem südasiatischen Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern ist der Erreger Sars-CoV-2 bislang bei rund 648 000 Menschen nachgewiesen worden. (Quelle: dpa)

Nackte Existenzangst in hiesigen Hotels und Restaurants

Nie war die Bedeutung des Dehoga größer, nie der Zusammenhalt im Verband größer. Wenigstens ein positiver Aspekt für die ansässige Hotellerie und Gastronomie in der Krise. Olaf Stamsen, Vorsitzender des Dehoga-Stadtverbandes äußerte sich dazu auf der Jahreshauptversammlung.

Corona erschwert Vorbereitungen für Buchmesse

In 100 Tagen beginnt die Frankfurter Buchmesse - so die Corona-Pandemie nicht kurzfristig einen Strich durch die Rechnung macht. Wenn es läuft wie erhofft, wird die Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober zwar stattfinden, aber kleiner und virtueller sein als sonst. Eine corona-bedingte „Sonderausgabe“ nennt es Buchmessen-Direktor Juergen Boos.

Viele Fragen sind drei Monate vor dem Termin noch offen, etwa was aus dem Ehrengast-Auftritt Kanadas wird. Man sei „in Gesprächen“, hieß es dazu bei der Buchmesse. Frankfurter Medien hatten in der vergangenen Woche berichtetet, der Gastland-Auftritt Kanadas werde auf 2021 verschoben. Klar ist: Die Reisebeschränkungen beeinträchtigen die Vorbereitungen ebenso wie die Anreise von Autoren. (Quelle: dpa)

422 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 422 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 196 096 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Samstagmorgen meldete (Datenstand 4.7., 0.00 Uhr). (Quelle: dpa)

+++ Ticker von Freitag, 3. Juli +++

Mehr als 48.000 neue Corona-Fälle in Brasilien

Das von der Corona-Pandemie stark betroffene Brasilien hat mit mehr als 48 000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen der höchsten Tageswerte registriert. Damit haben sich fast 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte. 1252 Tote wurden zwischen Mittwochabend und Donnerstagabend erfasst, 61 884 Patienten sind in dem größten und bevölkerungsreichsten Land in Lateinamerika bislang gestorben. (Quelle: dpa)

Spanien stellt weitere 50 Milliarden an Corona-Hilfen bereit

Die linke spanische Regierung hat ein weiteres Hilfspaket im Umfang von 50 Milliarden Euro zur Ankurbelung der von der Corona-Krise gebeutelten Wirtschaft des Landes aufgelegt. 40 Milliarden seien als staatliche Kreditgarantien vorgesehen, um Investitionen in umweltgerechte Techniken sowie die Digitalisierung zu fördern, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press am Freitag. Ein Fonds mit 10 Milliarden Euro solle Unternehmen unter die Arme greifen, die wegen Corona in Zahlungsschwierigkeiten geraten. (Quelle: dpa)

Fußballkreis Ostfriesland ermittelt seine Pokalsieger vom Punkt

Der Fußballkreis Ostfriesland wird seine Pokalsaison wegen der Coronakrise mit reinen Elfmeterschießen „sportlich“ zu Ende bringen. Dafür hat sich der Fußballkreis in dieser Woche entschieden. Während für die Frauen, Juniorinnen und Junioren bereits Termin und Ort gefunden wurden, sind bei den Männern noch nicht alle Punkte final geklärt. Nachdem die Sparkassen Ostfrieslands signalisiert hatten, den vollen Betrag des geplanten Sponsorings zur Verfügung zu stellen, traf die erste Abfrage bei den noch im Pokal befindlichen Vereinen auf sehr große Zustimmung hinsichtlich einer Teilnahme. Unter Berücksichtigung aller bestehenden Vorschriften werden derzeit die einzelnen Spieltage geplant. Dies ist für den Spielausschuss eine große Herausforderung, da mehr als 20 Wettbewerbe mit etwa 160 Mannschaften, an verschiedenen Tagen an unterschiedlichen Orten organisiert und ausgetragen werden müssen. „Dabei sind Zuschauer auf und am Sportgelände der Austragungsorte nicht zugelassen“, macht der Fußballkreis in einer Mitteilung deutlich. Die Frauen und Juniorinnen werden bereits am kommenden Wochenende auf dem Gelände des SV Hage ihre Titelträger ermitteln.

Wirtschaftsklima in der EU wird wieder freundlicher

Das Wirtschaftsklima in der Europäischen Union hat sich mit den Lockerungen der Corona-Einschränkungen im Juni erkennbar aufgehellt. Nach dem historischen Einbruch im April werde die wirtschaftliche Lage wieder deutlich positiver eingeschätzt, referierte das Statistische Bundesamt am Freitag unter Verweis auf europäische Daten. Der im Auftrag der EU-Kommission erhobene „Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung“ liege allerdings noch weit unter dem Niveau von vor der Pandemie.

Landfrauen in Esens wieder da

Die Esenser Landfrauen sind zurück aus der Corona-Zwangspause. Nachdem viele Veranstaltungen aufgrund der Krise abgesagt werden mussten, sollen jetzt einige Aktivitäten nachgeholt werden. Bereits jetzt ist ein Gottesdienst am 12. Juli geplant.

Abonnenten lesen mehr: Esenser Landfrauen melden sich aus der Corona-Pause zurück

446 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 446 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195 674 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Freitagmorgen meldete (Datenstand 3.7., 0.00 Uhr).

9003 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 181 000 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 700 mehr als noch einen Tag zuvor.

Sängerin Ellie Goulding über Coronakrise: „Typisch britisch“

Popsängerin Ellie Goulding (33, „Love Me Like You Do“) hat den Umgang der britischen Regierung mit der Corona-Pandemie kritisiert. „Für mich war das wieder typisch britisch: ein bisschen stümperhaft“, sagte die Britin der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben es nicht richtig ernstgenommen und dazu noch einen, ich sage mal, interessanten Premierminister.“

Großbritannien gehört mit über 44 000 Toten zu den Ländern, die am härtesten von der Coronakrise betroffen sind. Premierminister Boris Johnson steht deshalb in der Kritik. „Er wollte jedem gerecht werden, hatte Sorge um Wirtschaft und Arbeitslosigkeit. Es muss schwer sein, da den richtigen Weg zu finden“, sagte Goulding.

Die 33-Jährige hat den wochenlangen Stillstand zusammen mit ihrem Ehemann, dem Kunsthändler Caspar Jopling, in ihrem Haus bei London verbracht. Die beiden sind seit September verheiratet. „Er muss jeden Tag arbeiten und ist unten im Büro. Ich sitze oben, höre Musik, schreibe, lese oder koche. Also: Es war alles gut.“

Tennis-Organisator Weindorfer setzt Zverev unter Druck

Tennis-Veranstalter Edwin Weindorfer hat Alexander Zverev unter Druck gesetzt und Kurz-Turniere in Berlin ohne den besten deutschen Tennisspieler nicht ausgeschlossen. Es gebe zwei Möglichkeiten, sagte Weindorfer der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag): „Ich sage: Sascha, ich fasse dein Verhalten als Vertragsbruch auf. Dazu habe ich mich noch nicht entschieden“, so der Österreicher. „Die zweite Möglichkeit ist, dass ich sage: Sascha, du bekommst von uns eine Chance, aber hier sind ganz klare Verhaltensregeln.“

Zverev war für sein Verhalten in der Coronavirus-Krise erneut stark kritisiert worden, nachdem ein Party-Video mit ihm, ohne zeitliche Zuordnung, im Internet aufgetaucht war.

Vom 13. bis 15. Juli und vom 17. bis 19. Juli sind Show-Wettkämpfe in Berlin mit dem Weltranglisten-Siebten Zverev vor mehreren hundert Zuschauern geplant. Der 23-Jährige war bereits aufgrund der umstrittenen Adria-Tour des serbischen Tennisstars Novak Djokovic in die Kritik geraten. Dabei waren gängige Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten worden, es hatte mehrere Corona-Fälle gegeben.

Pubs in England öffnen wieder

Cheers! Für viele Engländer hört am Samstag eine monatelange Leidenszeit auf. Denn in der Corona-Krise haben sie vor allem eines vermisst: ihren Pub. Nach mehr als drei Monaten ist nun ein Pint nach Feierabend in den urig-gemütlichen Kneipen wieder möglich. Doch was viele Briten freut, lässt Polizei, etliche Politiker und Mediziner die Haare zu Berge stehen: Sie warnen vor Gewalt und Zuständen in Notaufnahmen wie in einem „Zirkus voller betrunkener Clowns“. Das Virus könnte sich auch schneller ausbreiten.Scotland Yard hat vorsichtshalber die Zahl der Einsatzkräfte in der Hauptstadt für das Wochenende stark erhöht. „Verhalten Sie sich ruhig. Seien Sie sensibel. Passen Sie auf sich und Ihre Familie auf“, warnte Polizei-Chefin Cressida Dick in London.

+++ Ticker von Donnerstag, 2. Juli +++

Trauriger Corona-Rekord: USA mit mehr als 50.000 Neuinfektionen

Mit einer Rekordzahl von mehr als 50 000 Neuinfektionen an einem Tag spitzt sich die Corona-Pandemie in den USA dramatisch zu. Während US-Präsident Donald Trump die Gefahr herunterspielt, nahmen am Mittwoch mehrere Bundesstaaten kurz vor dem Nationalfeiertag am 4. Juli Lockerungen des Alltagslebens zurück. Demokraten werfen der Regierung Unfähigkeit vor. Und auch aus Trumps engerem Kreis kommen kritische Signale. (Quelle: dpa)

Umfrage: Jeder Zweite hat große oder sehr große Sorgen vor neuer Corona-Welle

Jeder zweite Deutsche hat große oder sehr große Sorgen vor einem deutlichen Wieder-Anstieg der Corona-Infektionen in den kommenden Wochen. Das geht aus einer Umfrage von Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend hervor. Bei rund 13 Prozent der Menschen ist die Sorge demnach sehr groß, bei etwa 37 Prozent groß. Die andere Hälfte der Bevölkerung sieht der Zukunft dagegen entspannter entgegen. Bei rund 32 Prozent ist die Sorge weniger groß, 17 Prozent beschreiben sie als klein, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Donnerstag mitteilte.

Der Umfrage zufolge haben viele Deutsche im Alltag auch Verhaltensweisen übernommen, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen. Neun von zehn Befragten (89 Prozent) gaben an, sich häufiger die Hände zu waschen. Ähnlich viele Menschen (88 Prozent) erklärten, deutlichen Abstand zu anderen einzuhalten. 85 Prozent sagten, sie würden Menschenansammlungen meiden. Fast drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) treffen nach eigenen Angaben nur noch eingeschränkt Freunde und Verwandte. (Quelle: dpa)

Schausteller aus der Region demonstrieren gegen das „Berufsverbot“

Corona hat die Geschäfte der Schausteller auf Null gefahren. „Der Bund hat uns ein ,Berufsverbot’ bis Oktober auferlegt“, sagt Theo von Halle, vom Verein Reisender Schausteller Ostfriesland. Deshalb haben viele Schausteller am Donnerstag gegen die Auflagen demonstriert – unter ihnen auch 60 aus Ostfriesland.

Zwei Neuinfektionen im Landkreis Friesland

In Friesland wurde am Donnerstag bei zwei weiteren Personen das Coronavirus nachgewiesen. Eine Person hat sich außerhalb des Landkreises Friesland infiziert. Bei der zweiten Person wird die Infektionskette noch geprüft. Das teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit.

Corona-Testzentrum in Wittmund geschlossen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KVN), Bezirksstelle Aurich, hat ihre Corona-Testzentren, unter anderem in Wittmund, jetzt geschlossen. Als Grund nennt sie die sinkenden Fallzahlen in der Region. Corona-Tests werden jetzt wieder direkt in Hausarztpraxen vorgenommen, da ausreichend Schutzausrüstung vorhanden sei, begründet die KVN Aurich. Das Testzentrum in Wilhelmshaven arbeitet nach wie vor, wenn auch mit geringeren Öffnungszeiten. Noch am Mittwoch wurden hier elf Abstriche genommen. Insgesamt wurden in Wilhelmshaven seit Gründung des Testzentrums 1229 Menschen getestet, davon 583 mit Erstwohnsitz in Friesland. Bei einem begründeten Corona-Verdacht sollen sich Patienten telefonisch bei ihrem Hausarzt oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) melden.

Der coole Sound im Corona-Jahr: The Weeknd landet bisherigen Hit 2020

Die Corona-Krise bleibt wohl weltweit mit dem Sound des kanadischen Musikers The Weeknd verbunden: Der Synthie-Popsong „Blinding Lights“ ist der bisherige Hit des Jahres. In der Halbjahresauswertung 2020 der Offiziellen Deutschen Charts kommt der Song von The Weeknd (30) aus Toronto, der eigentlich Abel Makkonen Tesfaye heißt, auf Platz eins, wie GfK Entertainment in Baden-Baden mitteilte. Das Lied im 80er-Stil mit gut 170 Beats per Minute klingt so, als würde man es schon lange kennen.

Musik und Text stammen vom schwedischen Produzenten und Erfolgskomponisten Max Martin (49, „Oops!... I did it again“) sowie Oscar Holter, Ahmad Balshe, Jason Quenneville und The Weeknd selbst.

„Blinding Lights“ wurde Ende November veröffentlicht und kam auch in einem Mercedes-Benz-Werbespot zum Einsatz. Die Komposition war in Dutzenden Ländern Nummer eins, in Deutschland alles in allem zehn Wochen - so lange wie bislang kein anderer Song in diesem Jahr. Kritiker in vielen Ländern feiern auch The Weeknds neuestes Album „After Hours“, das im März veröffentlicht worden ist.

Minijobber hart von Corona getroffen - kein Kurzarbeitsgeld

Minijobber sind Experten zufolge besonders hart von der Corona-Krise betroffen, da sie keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. „Die Corona-Krise verstärkt die Probleme des Niedriglohnsektors – vor allem für Minijobberinnen und Minijobber. Ohne das Sicherheitsnetz des Kurzarbeitergeldes erleiden sie als erste Einkommenseinbußen oder verlieren ihre Arbeit“, sagt der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger.

So ging die Beschäftigungsquote bei Minijobbern, die aus diesen Jobs ihren Haupterwerb bestreiten, im März bereits um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, wie aus einer am Donnerstag publizierten Studie hervorgeht, die DIW Econ, eine Tochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), im Auftrag der Stiftung durchgeführt hat. Da Minijobber keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen, entfällt ihr Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Nachfrage nach Corona-Pause hilft Friseur-Branche nur bedingt

Die aktuell große Nachfrage nach Haarschnitten können die Umsatzausfälle der Corona-Zwangspause bei Friseuren nur bedingt kompensieren. „Ein richtiger Nachholeffekt ist das nicht“, sagt der Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller. Er rechnet selbst für gut laufende Salons mit Jahresumsatzeinbußen von 10 bis 15 Prozent.

Im März, als die Salons dicht machen mussten, lag der Monatsumsatz in deutschen Friseursalons 37,4 Prozent unter jenen des Vorjahresmonats, wie aus einer Branchenanalyse der Unternehmensberatung Peter Zöllner im Auftrag von Wella hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Mai, als der Betrieb wieder anlief, lagen die Umsätze immerhin 15,8 Prozent über dem Vorjahr.

„Der Trend nach guter Friseurdienstleistung ist ungebrochen“, so Müller. „Wenn es einen Beweis gebraucht hätte, dann war das die Euphorie und der Hype, als die Friseure wieder öffnen durften.“ Belastend sei, dass durch Hygienevorschriften und Abstandsregeln deutlich weniger Kunden an einem Tag versorgt werden könnten als üblich. Auch arbeitsteilige Abläufe unter Kollegen seien nicht möglich. „Das trifft besonders Salons, die normalerweise eine hohe und gute Auslastung haben.“

USA kämpfen gegen Neuinfektionen an

Mehrere US-Bundesstaaten setzen angesichts des rapiden Anstiegs der täglichen Neuinfektionen ihre Anstrengungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus fort. Kalifornien und Michigan nahmen am Mittwoch Lockerungen zurück, Pennsylvania führte eine Maskenpflicht ein. US-Präsident Donald Trump glaubt indes weiter an das Verschwinden des Virus.

Die Wirtschaft werde sich bald wieder erholen und „das Virus wird irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden“, sagte der Republikaner Trump am Mittwoch dem Fernsehsender Fox Business. Die Demokraten werfen Trump angesichts solcher Äußerungen vor, im Kampf gegen das Coronavirus kapituliert zu haben - und das, obwohl die Pandemie in den USA zunehmend eskaliert.

Abonnenten lesen mehr: Gesundheitsexperten in den USA schlagen Alarm

Deutsche spenden auch in der Krise

Die Spendenbereitschaft der Deutschen hat auch in der Coronakrise nicht nachgelassen. In den Monaten Februar bis Mai 2020 spendeten die Bundesbürger mehr Geld an gemeinnützige Organisationen als im Vorjahreszeitraum, wie Zahlen des Marktforschungsinstituts GfK zeigen. „Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten, die die Coronakrise für viele Menschen mit sich bringt, hätte man durchaus erwarten können, dass es einen Spendeneinbruch gibt“, sagt Max Mälzer, Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats. Zu Beginn der Krise hätte so manche Hilfsorganisation mit einem Spendenrückgang von bis zu 90 Prozent gerechnet. Insgesamt kamen den Angaben zufolge im Jahr 2020 bislang rund 31 Millionen Euro mehr zusammen als im Vorjahreszeitraum. Demnach stieg das Gesamtspendenvolumen im Februar gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 um 6 Prozent, im März um 13 Prozent, im April um 5 Prozent und im Mai um 7 Prozent.

+++ Ticker von Mittwoch, 1. Juli +++

Pauschalreisende sollen zwischen Gutscheinen und Geld wählen

Der Bundestag will an diesem Donnerstag (15.50 Uhr) über eine Gutscheinlösung für Pauschalreisende in der Corona-Krise abstimmen. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht diese Möglichkeit vor, Reisende können aber auch ihr Geld zurück verlangen.

Dem Entwurf zufolge sollen Pauschalreisende ihr Geld zurückverlangen können, wenn der Urlaub wegen der Coronavirus-Pandemie ausfällt. Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht, die helfen sollte, Insolvenzen in der Reisebranche zu vermeiden, soll es nicht geben. Sie scheiterte am Widerstand der Brüsseler EU-Kommission. Verbraucher, die ihre Pauschalreise vor dem 8. März gebucht haben, können aber freiwillig einen Gutschein wählen, dessen Wert auch dann staatlich abgesichert ist, wenn Anbieter Pleite gehen. (Quelle: dpa)

Wittmunder Krankenhaus verschiebt fast 1000 Operationen

In Corona-Zeiten dürfen die Ärzte im Wittmunder Krankenhaus nur überlebenswichtige Eingriffe übernehmen. Das hat zu einem Operationsstau geführt. „Bis heute konnten etwa 950 bis 1000 stationäre Fälle und ambulante Operationen nicht durchgeführt werden“, erklärt Geschäftsführer Ralf Benninghoff.

Ausmaß der Kurzarbeit macht die Coronakrise deutlich

„Der Arbeitsmarkt bleibt weiter im Krisenmodus!“ Das betonte Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. Die Coronakrise sorgt weiterhin für Probleme. So stieg die Arbeitslosenquote in der Jadestadt auf 12,6 Prozent.

Modebranche in der Krise: Viele Firmen kämpfen ums Überleben

Egal ob Galeria Karstadt Kaufhof, Esprit oder Tom Tailor: Bekannte Namen schützen in der Textilbranche nicht mehr vor dem Absturz. Fast im Wochentakt mussten seit Ausbruch der Corona-Krise namhafte Modehersteller und Textilhändler Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen oder gleich Insolvenzanträge stellen. „Wir laufen große Gefahr, dass Traditionshäuser, die unsere Innenstädte seit vielen Jahrzehnten prägen, in die Insolvenz gehen“, warnte Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), angesichts der Krise.

Corona-Lage beruhigt sich wieder: 466 registrierte Neuinfektionen

Nach größeren lokalen Corona-Ausbrüchen hat sich das Infektionsgeschehen in Deutschland wieder beruhigt. So haben die lokalen Behörden dem Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt 466 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Datenstand 1.7., 0.00 Uhr). Damit entspricht die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages in etwa den Werten vor den großen Ausbrüchen Mitte Juni - etwa im Landkreis Göttingen, im Kreis Gütersloh oder in den Berliner Bezirken.

Mit Ausnahme des Anstiegs der Infektionszahlen aufgrund dieser lokalen Ausbrüche ist die Zahl der Neuinfektionen seit Ende Mai mit höchstens um die 550 Fälle pro Tag auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194 725 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete (Datenstand 1.7., 0.00 Uhr). (Quelle: dpa)

Druckereien haben trotz Corona-Lockerungen viele Auftragsrückgänge

Viele Druckereien für Werbeerzeugnisse in Deutschland verzeichnen trotz Corona-Lockerungen weiterhin viele Auftragsrückgänge. In einer Befragung von knapp 500 Unternehmen der Druck- und Medienbranche gaben 95 Prozent im Juni an, von Rückgängen und Stornierungen betroffen zu sein, wie der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) in Berlin am Mittwoch mitteilte. Am stärksten betroffen seien Druckereien, die sich auf den Markt der Werbebranche konzentrieren. Das sind zum Beispiel Produkte wie Ausstellungskataloge über Flyer bis hin zu Konzertkarten. Der Verband repräsentiert auch Verlagsdruckereien für Medienerzeugnisse. Dort seien die Einbrüche deutlich geringer, hieß es. (Quelle: dpa)

Corona-Krise lässt Arbeitslosenzahl auch im Juni steigen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist wegen der Folgen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren 2,853 Millionen Menschen ohne Job, 40.000 mehr als noch im Mai und 637.000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Normalerweise sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Juni am Ende der Frühjahrsbelebung saisonbedingt.

Stadtradeln startet in Friesland am 7. September

Gemeinsam mit den Teams der Städte Jever und Schortens sowie der Gemeinden Zetel, Sande und Wangerland nimmt der Landkreis Friesland in diesem Jahr zum 3. Mal am Klimaschutzprojekt „Stadtradeln“ teil – und zwar im Zeitraum vom 7. bis 27. September. Teilnehmer aus Bockhorn, Varel und Wangerooge können sich für das Team des Landkreises Friesland anmelden. „Stadtradeln“ ist eine bundesweite Kampagne des Klima-Bündnis mit dem Ziel, in 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer CO2-frei mit dem Rad zurückzulegen. Eigentlich war die Fahrrad-Aktion in Friesland bereits im Mai geplant, musste aber aufgrund der aktuellen Situation verschoben werden.

Weitere Infos gibt es auf der Website.

Hollywood-Stars appellieren: Tragt Masken

Oscarpreisträger Tom Hanks (63) und Hollywood-Schauspielerin Jennifer Aniston (51) haben - angesichts steigender Corona-Infektionen in den USA - zum Masketragen aufgefordert. „Es gibt wirklich nur drei Dinge, die wir tun können, um morgen zu erreichen: Eine Maske tragen, soziale Distanz wahren, uns die Hände waschen“, sagte Tom Hanks bei einer Pressekonferenz, wie das US-Promimagazin „People“ berichtete. „Diese Dinge sind so einfach, so leicht, wenn jemand es nicht schafft, diese drei sehr grundlegenden Dinge zu praktizieren - ich finde, der sollte sich schämen.“

Auch Schauspielerin Jennifer Aniston appellierte an die Amerikaner:

Zuvor hatte bereits der ehemalige „Grey’s Anatomy“-Schauspieler Patrick Dempsey die Menschen dazu aufgefordert, sich und andere mit Masken zu schützen. Wegen der steigenden Zahl der nachgewiesenen Sars-CoV-2-Infektionen in den USA, wurden in den vergangenen Tagen in mehreren Bundesstaaten Lockerungen zurückgenommen.

Deutsche Fleischindustrie vor Corona auf Hochtouren

Vor den schweren Corona-Ausbrüchen in mehreren Fleischbetrieben lief die Produktion in Deutschland auf Hochtouren. In den ersten vier Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz des Gewerbes um 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch berichtete. Dafür sorgte unter anderem die hohe Nachfrage aus China, die im selben Zeitraum den Export dorthin mehr als verdoppelt hat. Für die deutschen Verbraucher bedeutete das vor allem deutlich gestiegene Preise: Im Mai 2020 lagen sie 11,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Griechenlands Regionalflughäfen wieder für Charterflüge geöffnet

Griechenland hat am Mittwoch alle seine Flughäfen auf den Inseln und in den Ferienregionen des Festlandes für Auslandsflüge geöffnet. Erstmals nach Ausbruch der Corona-Pandemie sind am Vormittag Charterflugzeuge aus Deutschland auf dem Flughafen der griechischen Ferieninsel Kreta gelandet und wurden feierlich mit Musikanten und den lokalen Schnaps Tsikoudiá empfangen, wie das griechische Fernsehen zeigte. „Es wird eine schwierige Saison sein“, sagte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas dem Nachrichtensender Skai.

Der Tourismus ist die wichtigste Wirtschaftsbranche Griechenlands. Vergangenes Jahr hatten mehr als 33 Millionen Urlauber Hellas besucht. Die griechischen Hoteliers sagen immer wieder, sie wären zufrieden, wenn dieses Jahr 20 Prozent der Urlauberzahl vom Vorjahr erreicht werden könnte.

Corona-Fälle bei Caterer in Oberbayern: Ausbreitung eindämmen

Nach einem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen in Bayern versuchen die Behörden mit Hochdruck, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Helfen sollen weitere Tests und die Suche nach Kontaktpersonen der Infizierten in einem Betrieb des Caterers im oberbayerischen Gilching.

Bis Dienstagabend ergab die Reihentestung der Mitarbeiter 45 Fälle. Beteiligt sind die Gesundheitsbehörden von einem halben Dutzend umliegender Landkreise, aus denen Beschäftigte des Unternehmens stammen.

Fast jeder dritte Haushalt in Deutschland ohne Ersparnisse

Die Deutschen sparen wie die Weltmeister - doch fast jeder Privathaushalt hierzulande hat einer Umfrage zufolge kein Geld auf der hohen Kante. Rund 29 Prozent von gut 1000 Befragten in Deutschland machten in der jüngsten Auflage einer regelmäßigen europaweiten Umfrage der ING entsprechende Angaben. In den meisten anderen der 13 in der Studie berücksichtigten Staaten ist der Anteil der Nicht-Sparer teils deutlich geringer.

Auch in Deutschland sei der Anteil von Haushalten ohne jegliche Ersparnisse im Vergleich zur vorigen Auflage der Umfrage im Dezember etwas geringer geworden, teilte die ING Deutschland am Mittwoch in Frankfurt mit. Seinerzeit gaben noch 31 Prozent der Befragten in Deutschland an, keine Ersparnisse zu haben. „Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen der Krise bringt die Menschen offenbar dazu, vermehrt Geld zurückzulegen“, folgerten die ING-Volkswirte mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Sofern sie es können.“

Knapp die Hälfte der Deutschen gibt an, über Rücklagen von mehr als drei Monatsnettoeinkommen zu verfügen. Rechnet man diejenigen Befragten heraus, die zu dieser Frage keine Angaben machen konnten oder wollten, steigt der Wert den Angaben zufolge auf rund 59 Prozent. Nur in Großbritannien und Luxemburg liegt er deutlich höher.

Corona-Krise dämpft langfristige Nachfrage nach Energie

Der Ausbruch der Corona-Pandemie wird nach einer Prognose des Technik-Dienstleisters DNV GL den langfristigen Energiebedarf dämpfen. Im Vergleich zur Prognose vor der Krise werde der Energiebedarf der Menschheit im Jahr 2050 um 8 Prozent niedriger sein, hieß es im „Energy Transition Outlook“ des norwegischen Unternehmens, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Haupttreiber für den Rückgang der Nachfrage werde vermutlich weiter sein, dass die Nutzung von Energie immer effizienter werde. Die DNV GL erwartet aber auch, dass sich mit der Pandemie die Reise-, Pendel- und Arbeitsgewohnheiten der Menschen langfristig ändern werden. Das werde nicht nur der Transportsektor zu spüren bekommen. Weil weniger Bürogebäude gebaut würden, werde auch die Nachfrage nach Eisen- und Stahlprodukten sinken, so die Autoren.

+++ Ticker von Dienstag, 30. Juni +++

Neuer Corona-Fall in Wilhelmshaven

Ein weiterer bestätigter Corona-Fall ist dem Wilhelmshavener Gesundheitsamt am Dienstagabend, 30. Juni, gemeldet worden. Nach fast vier Wochen ohne Neuinfektion ist das der erste neue, bestätigte Fall. Es handelt sich um einen Reiserückkehrer, der sich seit seiner Ankunft in Wilhelmshaven in Quarantäne befindet. Damit steigt die Gesamtzahl der Personen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven, die mit Covid-19 infiziert sind, auf 28. 26 Personen sind bereits wieder genesen, eine Person ist verstorben.

Saarland kündigt Testungen in Fleischindustrie an

Als Reaktion auf die vermehrten Corona-Ausbrüche in der deutschen Fleischindustrie hat auch das Saarland umfangreiche Tests in der Branche angekündigt. „Bisher gibt es zwar keine bekannten Fälle in der saarländischen Fleischindustrie, aber trotzdem gilt das Prinzip der Prävention. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, umfangreiche Testungen der Beschäftigten in der Fleischindustrie auf Sars-CoV-2 durchzuführen“, sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Dienstag. Dabei sollen sowohl Mitarbeiter mit Werkverträgen als auch die Stammbelegschaft getestet werden. (Quelle: dpa)

Lettland: Regierung hebt Mundschutzpflicht im Nahverkehr auf

In Lettland hat die Regierung die bislang geltende Mundschutzpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufgehoben. Im Zuge von am Dienstag in Riga beschlossenen weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen müssen Fahrgäste in Bussen, Straßenbahnen und Zügen ab 1. Juli nicht mehr Mund und Nase bedecken. Das Tragen von Gesichtsmasken bleibt jedoch weiter empfohlen. Die Mundschutzpflicht war Mitte Mai eingeführt worden - es hielten sich jedoch nur wenige Passagiere an die in der Öffentlichkeit umstrittene Vorgabe. (Quelle: dpa)

Wilhelmshavener Nautimo öffnet wieder am Samstag

Das Nautimo tritt am Samstag, 4. Juli, in die nächste Öffnungsphase unter Corona-Bedingungen ein. Zunächst sind Besuche des Badbereiches nur an Samstagen und Sonntagen in der Zeit von 9 bis 21 Uhr möglich. Darüber hinaus wird eine dauerhafte Öffnung des Freizeitbades ab dem 18. Juli, also zu Beginn der Sommerferien, ins Auge gefasst.

Damit möglichst viele Gäste kommen können, wird die Aufenthaltsdauer auf zwei Stunden reduziert. Wer die Zeit überzieht, muss laut Ankündigung von Geschäftsführer Volker Lotsch kräftig nachzahlen.

Maximal 100 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Badehalle aufhalten. Punktuelle Einschränkungen seien aber nicht auszuschließen, da sich öffentliches Schwimmen, Ausbildungsschwimmen der Vereine und der Bundeswehr sowie Kurse überschneiden können.

Das Nautimo verzichtet auf ein Reservierungssystem, wie es in einigen Bädern angewendet wird. Desinfektionsmaßnahmen erfolgen regelmäßig im laufenden Betrieb. Grundsätzlich besteht Maskenpflicht, jedoch mit Einschränkungen, zum Beispiel in den Schwimmbereichen.

Zugang zur Saunalandschaft dagegen gibt es nur über ein Online-Buchungssystem auf der Internetseite.

Zugleich werden die seit fünf Jahren geltenden Preise um 1,50 Euro brutto erhöht. Dieser ohnehin vorgesehene Schritt wird laut Lotsch angesichts der wirtschaftlichen Situation vorgezogen. Die Mehrwertsteuersenkung wird nicht an die Nautimo-Kunden weitergegeben.

Ende der Kurzarbeit bei VW zum 1. Juli

Rund drei Monate nach dem Beginn der starken Corona-Einschränkungen in der Produktion hat die Kurzarbeit in den deutschen Volkswagen-Werken ein Ende. Ab morgen (1. Juli) sollen die Schichtpläne wieder vollständig besetzt werden, wie das Unternehmen mitteilte.An einigen Standorten und in manchen Bereichen waren die Beschäftigten schon seit längerem zurück im Einsatz. Nun werde das volle Arbeitsvolumen für die Kernmarke VW, leichten Nutzfahrzeuge und interne Zuliefersparte wiederhergestellt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

Clemens Tönnies tritt als Aufsichtsratschef beim FC Schalke 04 zurück

Die Ära Clemens Tönnies auf Schalke ist beendet. Der umstrittene Aufsichtsratschef tritt beim sportlich und wirtschaftlich in Not geratenen Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 von seinen Ämtern zurück.

Der Revierclub bestätigte am Dienstag entsprechende Meldungen der „Bild“-Zeitung und des „Kicker“ nach einer turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung.

Der 64 Jahre alte Tönnies war nach einem Corona-Ausbruch in seinem Fleisch-Unternehmen zuletzt massiv in die Kritik geraten. Erst am 27. Juni hatten parallel zum letzten Saisonspiel der Schalker beim 0:4 beim SC Freiburg rund 1000 Fans auf dem Vereinsgelände gegen den mächtigen Schalke-Boss demonstriert.

Tönnies war seit 1994 Mitglied im Kontrollgremium des Clubs und stand diesem seit 2001 vor. In dieser Zeit wurde Schalke dreimal Pokalsieger, fünfmal Vize-Meister und spielte zehnmal in der Champions League. Zuletzt wurden die sportlichen und wirtschaftlichen Probleme aber immer größer. In der Saison 2018/2019 stieg Schalke beinahe ab. In der soeben abgelaufenen Spielzeit träumte der Club nach überragender Hinserie unter Trainer David Wagner von der Rückkehr in den Europapokal, stürzte in der Rückserie aber jäh ab.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Wittmunder Zeppelin-Team steht in den Startlöchern

„Die alte Mannschaft, die auch vor Corona schon regelmäßig Dienst im Museum gemacht hat, steht in den Startlöchern. Wir sind froh, dass es endlich wieder losgeht.“ Friedrich Janssen („Fidi Druck“), Vorsitzender des Robert von Zeppelin- und Fliegermuseums, verkündete Dienstag mit einem Ausdruck von Zufriedenheit im Gesicht, dass die Ausstellung in der Kirchstraße ab heute, 1. Juli, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Jeweils dienstags bis samstags von 11 bis 16 Uhr sind bis zum Saisonende die Öffnungszeiten geplant.

Nach der unfreiwillig durch die Corona-Pandemie verlängerten Winterpause hofft die Mannschaft um Historiker Peter Zielke, der ab dem 1. Juli ebenfalls seinen Dienst wieder beginnt, auf zahlreiche Besucher. Dabei wird das Team genau darauf achten, dass die Abstände eingehalten werden. In diesem Jahr nicht mehr geben wird es allerdings das Angebot einer heimeligen Teestunde in der „guten Stube“ des Museums. „Da wollen wir gar kein Risiko eingehen“, sagt Friedrich Janssen.

Sechster Corona-Todesfall im Landkreis Leer

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es einen weiteren Todesfall im Landkreis Leer: Ein 74 Jahre alter Mann aus dem Kreisgebiet ist an den Folgen der Infektion gestorben. Es ist der sechste Todesfall seit der ersten bestätigen Infektion Anfang März.

Seit zwölf Tagen ist im Landkreis Leer kein neuer Coronafall dazugekommen. Es gibt bisher 147 bestätigte Fälle, in denen sich Menschen nachweislich angesteckt haben; davon gelten 140 Personen als genesen, eine Person ist infiziert, sechs sind verstorben. In Quarantäne befinden sich insgesamt 15 Personen.

WHO: Corona-Pandemie bei weitem nicht vorbei

Sechs Monate nach ersten Meldungen über das neue Coronavirus im chinesischen Wuhan - und weltweit inzwischen mehr als 10 Millionen Infektionen - ist die Pandemie nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch lange nicht beendet. „Wir alle wollen, dass dies vorbei ist, wir alle wollen mit unserem Leben weitermachen. Aber die harte Realität ist: Es ist noch nicht einmal annähernd vorbei“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Pressekonferenz am Montagabend.

498 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 498 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194.259 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete (Datenstand 30.06., 0.00 Uhr).

8973 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Etwa 179.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 1000 mehr als noch einen Tag zuvor.

Händler aus Holtgast reagiert auf Lockdown

Udo Janßen ist der Steinehaber (der, der Steine hat). In normalen Zeiten ist er bundesweit mit einem Mineralienstand und handwerklicher Kunst auf mittelalterlichen Festen und Märkten unterwegs – und das schon seit mehr als 20 Jahren. Seit dem Lockdown wegen der Corona-Pandemie gibt es diese Märkte und Events nicht mehr. „Und wann sie wieder öffnen dürfen, steht in den Sternen“, sagt der Mittelalter-Marktbeschicker. Wie seinen unzähligen Kollegen und Freunden wurde ihm mit dem Lockdown die Arbeitsgrundlage entzogen. Doch ans Aufgeben hat er nie gedacht. Stattdessen kam er auf die Idee, seinen etwa zehn Meter langen Verkaufsstand und die Weihnachtsmarktbude ins Internet zu verlegen.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Vom Mittelaltermarkt ins Internet

Haiti öffnet Grenzen wieder

Haiti öffnet mitten in der Corona-Krise seine Grenzen wieder. Das gelte bereits ab Dienstag für die Landgrenze zur Dominikanischen Republik wie auch für die Flughäfen, teilte Präsident Jovenel Moïse am Montag (Ortszeit) in einer Ansprache mit. Ab 6. Juli könnten außerdem Fabriken den vollen Betrieb wieder aufnehmen, sagte der Staatschef des Karibikstaates. Für andere Institutionen wie Schulen, Universitäten und Kirchen werde noch an einer Lösung gearbeitet. Diese sind seit dem 19 März geschlossen.Vor rund drei Wochen warnte die Organisation Ärzte ohne Grenzen vor einer besorgniserregend schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Haiti. Auch das dortige UN-Büro teilte vor kurzem mit, das ohnehin überstrapazierte Gesundheitssystem des ärmsten Landes der westlichen Hemisphäre werde durch die Pandemie besonders schwer beansprucht.

Mehrwertsteuer-Senkung: Viel Papierkram für Gastwirte im Jeverland

Ein Frühstück im Hotel: Es gibt frische Brötchen, dazu Orangensaft und Kaffee. Völlig normal. Inzwischen selbst in Corona-Zeiten. Für Hoteliers und Gastronomen wird es ab dem 1. Juli aber kompliziert: Brötchen, Kaffee und Übernachtung – für alles gilt ein anderer Steuersatz. Das sorgt auch im Jeverland für Chaos und viel Papierkram.

Abonnenten lesen mehr: Chaos in der Gastronomie befürchtet

Mehrere US-Bundesstaaten führen Corona-Beschränkungen wieder ein

Angesichts eines raschen Anstiegs von Corona-Neuinfektionen treten mehrere US-Bundesstaaten bei den Lockerungen der Corona-Auflagen auf die Bremse. So müssen etwa in Arizona Bars, Fitnesszentren und Kinos wieder schließen. Der Gouverneur des südwestlichen US-Bundesstaates, Douglas Ducey, erklärte am Montag (Ortszeit), auch Veranstaltungen mit über 50 Teilnehmern seien nun wieder verboten - und das nur eine Woche nach einem großen Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Arizona.

Duceys Anordnung gilt zunächst bis Ende Juli. „Wir gehen davon aus, dass sich unsere Zahlen verschlechtern werden“, sagte der Gouverneur laut US-Medien bei einer Pressekonferenz. In dem Bundesstaat mit gut sieben Millionen Einwohnern gibt es bislang rund 75 000 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen schnell angestiegen - genauso wie in den südlichen Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Florida.

UN befürchten wegen Corona mehr Genitalverstümmelungen

Die Coronakrise wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen auch den Kampf gegen Genitalverstümmelung und Kinderehen zurückwerfen. Angesichts der heruntergeschraubten nationalen und internationalen Präventions-Programme wegen der Pandemie sei davon auszugehen, dass bis 2030 zusätzlich rund zwei Millionen Mädchen eine Genitalverstümmelung erleiden würden, sagte die Chefin des Genfer Büros des UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), Monica Ferro.

Allein in diesem Jahr sind demnach 4,1 Millionen Mädchen dem Risiko einer Genitalverstümnmelung ausgesetzt. Auch die Praxis von Kinderehen steige in Zeiten von Not und Krise, sagte Ferro. Die UN-Organisation gehe wegen der Folgen der Coronakrise von 13 Millionen zusätzlichen Kinderehen bis 2030 aus.

Fußball-Gewerkschaft erwartet mehr arbeitslose Profis

Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) rechnet mit weitreichenden Folgen der Corona-Krise für die bevorstehende Transferperiode. „Es ist davon auszugehen, dass durch Corona mehr Spieler arbeitslos werden als in den letzten Sommern. Viele Clubs müssen den Gürtel enger schnallen und ihre Kader verkleinern“, sagte VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky der Deutschen Presse-Agentur: „Wir helfen mit Rechtsberatung, Laufbahncoaching und unserem VDV-Proficamp.“ Die 1987 gegründete Spielergewerkschaft hat eigenen Angaben zufolge rund 1400 Mitglieder und durch die Pandemie aktuell viel Arbeit. „Wir haben während der Corona-Krise viel Unzufriedenheit wahrgenommen, von der Regionalliga bis zur Bundesliga“, sagte Baranowsky.

Abonnenten lesen mehr.

+++ Ticker von Montag, 29. Juni +++

Jevers Gastwirte freuen sich über zusätzliche Sitzplätze im Freien

Nachdem die Stadt Jever eine Sondernutzungserlaubnis auf den Weg gebracht hat, können Kneipen, Cafés und Restaurants ihre Außensitzplätze jetzt ausweiten. Das kommt sowohl bei den Gastronomen als auch bei den Kunden gut an.

Senkung der Mehrwertsteuer: Viel Aufwand, aber wenig Ertrag?

Die Umstellung ist auch für Geschäfte und Restaurants in Wilhelmshaven mitunter mit großem Aufwand verbunden. Ob der erhoffte Effekt eintrifft, muss sich erst zeigen.

Streit um mehr Corona-Tests - NRW verlängert Beschränkungen

Bayern trifft mit seinem Vorstoß zu Corona-Tests für jedermann auch ohne Symptome auf breite Skepsis. Mehrere andere Länder lehnten am Montag eine solche Ausweitung ohne konkrete Anlässe für Massentests ab. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisierte: „Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend.“ Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verteidigte dagegen die Pläne: „Es wird sonst zu wenig getestet.“ Nach dem großen Corona-Ausbruch im Tönnies-Fleischwerk in Westfalen werden für den betroffenen Kreis Gütersloh Einschränkungen bis 7. Juli verlängert. (Quelle: dpa)

Konjunkturpaket beschlossen: Familienbonus und weniger Mehrwertsteuer

Beim Einkaufen fällt ab Juli für ein halbes Jahr weniger Mehrwertsteuer an. Wie der Bundesrat am Montag außerdem einstimmig beschloss, bekommen Familien zum Anschub der Konjunktur einen Bonus von 300 Euro pro Kind. (Quelle: dpa)

Erstes Treffen seit Corona-Ausbruch: Merkel empfängt Macron

Zwei Tage vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron auf Schloss Meseberg bei Berlin zusammengekommen. Die beiden begrüßten sich am Montag vor dem Gästehaus der Bundesregierung mit Abstand. Im Mittelpunkt ihres Gesprächs sollte der wirtschaftliche Wiederaufbau in Europa nach der Corona-Krise stehen. Es handelt sich um den ersten Besuch eines ausländischen Staatschefs bei der Kanzlerin seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Macron und Merkel hatten im Mai einen Hilfsfonds in Höhe von 500 Milliarden Euro vorgeschlagen, um die europäische Wirtschaft aus der Corona-Krise zu bringen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen präsentierte anschließend einen schuldenfinanzierten Wiederaufbauplan mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro. Davon sollen 500 Milliarden Euro als Zuschüsse und 250 Milliarden als Kredite an EU-Staaten vergeben werden. (Quelle: dpa)

Bundestag beschließt Mehrwertsteuer-Senkung und Familienbonus

Die Mehrwertsteuer wird nach einem Beschluss des Bundestags für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent gesenkt. Außerdem sollen Familien zum Anschub der Konjunktur einen Bonus von 300 Euro pro Kind bekommen. Damit die Änderungen in Kraft treten können, bedarf es am Nachmittag noch der Zustimmung des Bundesrats. (Quelle: dpa)

Die Corona-Bilanz nach sechs Monaten

Vom chinesischen Wuhan um die ganze Welt: Selten trifft eine Krise so weltumspannend alle Menschen wie in diesem Jahr Corona.Sechs Monate nach ersten Meldungen über ein mysteriöses neues Virus sind weltweit mehr als 10 Millionen Infektionen und 500.000 darauf zurückgehende Todesfälle registriert. Die Dunkelziffer nicht erfasster Infektionen und Todesfälle gilt als immens.

Abonnenten lesen mehr: Sechs Monate Coronakrise – 500.000 Tote und ein beispielloses Forschungsrennen

Corona-Testzentrum öffnet an Frankfurter Flughafen

Vor dem Einsteigen noch schnell ein Coronatest, um eine Quarantäne am Zielort vermeiden zu können: Das ist nun für Reisende am Frankfurter Flughafen möglich. Das Biotechnologie-Unternehmen Centogene hat das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport und der Lufthansa am Montag gestartet. Voraussichtlich bis Ende Juli 2021 können abfliegende und auch ankommende Passagiere das „Walk-In-Testcenter“ in der Nähe des Terminalgebäudes und des Fernbahnhofs aufsuchen. Die derzeitige Kapazität betrage etwa 300 Tests pro Stunde, hieß es.

Tennisturnier in Wimbledon 2021 nicht gegen Pandemie versicherbar

Das weltberühmte Rasen-Tennisturnier in Wimbledon wird sich trotz der Corona-Krise im kommenden Jahr nicht für einen Pandemiefall versichern können. Das berichtete die britische Tageszeitung „The Telegraph“ unter Berufung auf Aussagen des Turnier-Organisators Richard Lewis.

Das Grand-Slam-Turnier in London, das am kommenden Montag begonnen hätte, habe in diesem Jahr kaum finanziellen Schaden genommen, da die Veranstaltung mit einer siebenstelligen Summe gegen übertragbare Krankheiten versichert wurde. Neben den Veranstaltern des All England Clubs habe der britische Dachverband die durch die Absage entgangenen Einnahmen auffangen können, heißt es in dem Artikel des „Telegraph“.

Das gleiche Verfahren sei jedoch im nächsten Sommer aufgrund der aktuellen Lage unmöglich, erklärte Lewis. Übertragbare Krankheiten seien derzeit nicht versicherbar.

Griechenland rüstet sich für Tourismus-Start auf den Inseln

Athen bereitet sich auf die Öffnung seiner Regionalflughäfen, Häfen und einiger Grenzübergänge auf dem Festland für den Tourismus vor. Ärzte des griechischen Militärs werden Coronavirus-Kontrollen in den Flughäfen der griechischen Inseln ab dem 1. Juli übernehmen. In fast allen Hotels der Inseln wurden Isolierzimmer eingerichtet, wo mögliche Infektionsfälle bleiben müssen. Auch gibt es auf den Inseln eigene Corona-Test- und Isolierstationen. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT) am Montag unter Berufung auf den Zivilschutz.

Zudem müssten sich alle Reisenden nach Griechenland mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und ein Formular ausfüllen, wo sie angeben müssen, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus werde errechnen, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen, berichtete das Staatsfernsehen weiter.

Spahn kritisiert Bayerns Pläne zu Corona-Tests für alle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das geplante Angebot von Corona-Tests für jedermann in Bayern kritisiert. „Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend“, schrieb er am Montag bei Twitter. „Denn es wiegt in falscher Sicherheit, erhöht das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität.“

Bayern hatte angekündigt, als erstes Bundesland Corona-Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Dafür übernimmt das Land Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh noch deutlich über 50

Unmittelbar vor einer möglichen Verlängerung des regionalen Lockdowns im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen noch deutlich über einer kritischen Marke. Laut am Montag vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Daten gab es in dem Kreis 112,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Die kritische Marke liegt bei 50. Am Sonntag hatte die sogenannte 7-Tage-Inzidenz noch 132,9, am vergangenen Dienstag noch 270,2 betragen.Der Kreis Gütersloh ist nach den RKI-Zahlen weiterhin der einzige Kreis in ganz Deutschland oberhalb der wichtigen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Hintergrund ist der massive Ausbruch des Coronavirus beim Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Uli Hoeneß steht Clemens Tönnies bei

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies gegen seiner Meinung nach überzogene Kritik im Zuge des massiven Corona-Ausbruchs in dessen Fleischbetrieb verteidigt. „Teilweise erinnert es mich an meine Zeit mit der Steuersache. Ich glaube, wenn man mal in so einer Maschinerie drin ist, dann versucht da jeder, den anderen noch zu überholen mit seiner Kritik“, sagte der 68 Jahre alte Hoeneß in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Fernsehens am Sonntagabend. Er steht Tönnies (64), dem er schon lange freundschaftlich verbunden ist, bei. „Ich muss ehrlich sagen: Wenn Fehler gemacht wurden, muss man dazu stehen. Das tut er ja. Wenn Dinge zu ändern sind, dann muss man das auch tun. Ich gehe davon aus, dass er das tut, wenn es notwendig ist“, sagte Hoeneß.

Meldepflicht für Rückkehrer aus dem Ausland gilt weiter

Die Wittmunder Kreisverwaltung informiert nach Niedersachsen einreisende Bürger aus dem Landkreis Wittmund über deren Meldepflichten im Zuge der laufenden Corona-Pandemie: Grundsätzlich sollen sich so genannte Reiserückkehrer beim Gesundheitsamt melden, wenn sie aus dem Ausland zurückkehren. Die Behörde klärt dann ab, ob es sich um ein Risikogebiet handelt oder nicht. Denn Einreisende aus Risikogebieten sind dann verpflichtet, sich in eine 14-tägige Quarantäne, die das Gesundheitsamt laufend überwacht, zu begeben.

Das ist die aktuell vom Wittmunder Gesundheitsamt empfohlene Vorgehensweise für alle Reiserückkehrer im Wittmunder Kreisgebiet:

- Kontaktaufnahme des Einreisenden über das Bürgertelefon des Landkreises Wittmund unter Telefon 04462 / 867000.

- Mitteilung der Kontaktdaten; Einreisedatum, Ausreise- / Transitland.

DFB-Chefmediziner Meyer: „Volle Stadien, das wird noch dauern“

Die vergangenen Wochen waren bei Tim Meyer (52) von einer großen persönlichen Anspannung geprägt. Der Chefmediziner des DFB hatte als Leiter einer Taskforce das Hygienekonzept für die Geisterspiele der Bundesliga in der Corona-Pandemie erstellt. Es funktionierte, die Saison konnte sportlich beendet werden. „Viele Sportereignisse wurden und werden abgesagt, die Bundesliga hat wieder gespielt und keine fußballbedingten Infektionen verzeichnet“, sagt der Nationalmannschaftsarzt im Interview der Deutschen Presse-Agentur, in dem er über die neue Saison, die Rückkehr von Zuschauern in die Stadien sowie Länderspiele, die Champions League und eine Antikörper-Studie spricht.

Abonnenten lesen mehr: Das Geisterspiel-Konzept der Bundesliga in der Corona-Krise hat funktioniert.

Patientenschützer begrüßen Bayerns Pläne für mehr Corona-Tests

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßt die Pläne der bayerischen Staatsregierung für vorbeugende Corona-Tests. „Diese Tests sind sinnvoll, weil wir kein anderes Instrument haben, zügig und schnell eine Infektionskette zu erkennen“, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. „Mit vorbeugenden Tests haben wir die Möglichkeit, Gefahrenlagen festzustellen.“ Tests könnten aber nicht die Abstandsregeln und den Mund-Nasen-Schutz ersetzen, betonte er. Bayern will als erstes Bundesland Corona-Tests für alle einführen - auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko.

Bundestag und Bundesrat beschließen Konjunkturpaket

Bundestag und Bundesrat wollen am Montag in Sondersitzungen das Konjunkturpaket verabschieden, das Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise wieder ankurbeln soll. Es beinhaltet insbesondere die bis zum Jahresende begrenzte Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent und den Bonus von 300 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind. Die herabgesetzte Mehrwertsteuer von 7 Prozent soll bis zum Jahresende auf 5 Prozent gesenkt werden.

Zunächst wird am Vormittag der Bundestag zusammentreten, um das sogenannte zweite Corona-Steuerhilfegesetz abschließend zu beraten und zu beschließen. Ist dies geschehen, wird sich am Nachmittag der Bundesrat damit befassen.

Büroartikel-Firma Leitz plädiert für mehr Flexibilität bei Homeoffice

Bürobedarfs- und Büromöbelhersteller freuen sich über den Trend zum Homeoffice, den die Corona-Krise ausgelöst hat. Es müsse jedoch auch ein Umdenken in den Köpfen der Führungskräfte stattfinden, sagte Ard-Jen Spijkervet, Chef des Bürobedarfsspezialisten Leitz, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir arbeiten immer noch als Wurmfortsatz der Industrialisierung - dieses hierarchische Modell ist das Problem.“

Die klassische Denke, dass man immer vor Ort sein müsse, sei tief verwurzelt. „Das ist schade, denn ich glaube, die Menschen arbeiten effektiver zu Hause.“ Allerdings sei Homeoffice nicht für jeden gut, weshalb den Beschäftigten beide Möglichkeiten vorgehalten werden sollten. „Es gibt Leute, die sind digital, die haben erstmal kein Problem. Und es gibt solche, die ticken analog oder brauchen mehr persönlichen Kontakt.“

Den Trend zum Homeoffice und die dazugehörigen Herausforderungen legte jüngst auch eine Umfrage der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) offen. Zwei von drei Angestellten arbeiteten zwischendurch lieber zu Hause, ergab die Befragung von mehr als 1500 Personen. Allerdings werde diese berufliche Freiheit auch teuer erkauft: 41 Prozent der Befragten gingen davon aus, dass sich ein regelmäßiges Homeoffice nachteilig auf die Karriere auswirken könne.

Viel Kurzarbeit an Autostandorten und in Tourismusregionen

Kurzarbeit durch die Corona-Krise hat vor allem Regionen mit einem hohen Anteil von Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie Urlaubsgebiete getroffen. Das hat eine Analyse für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Gerade Städte und Kreise in Deutschland mit starker Automobilwirtschaft wiesen hohe Quoten bei der angezeigten Kurzarbeit auf, heißt es in der Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Böckler-Stiftung.

So seien im März und im April an den VW-Standorten Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) für mehr als die Hälfte aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt worden. Überdurchschnittlich viel Kurzarbeit sei auch in Fremdenverkehrsregionen angemeldet worden. So wiesen die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald (41,4 Prozent), Oberallgäu (40,4 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (35,1 Prozent) hohe Quoten auf.

An der Nord- und Ostseeküste treffe dies unter anderem auf Wittmund (35,6 Prozent), Ostholstein (34,7 Prozent) und Vorpommern-Rügen (35,5 Prozent) zu.

Mehr dazu hier: Regionale Unterschiede bei Kurzarbeit

262 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 262 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 193.761 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Montagmorgen meldete (Datenstand 29.06., 0.00 Uhr). 8961 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 4 im Vergleich zum Vortag. Etwa 178.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

+++ Ticker von Sonntag, 28. Juni +++

Erstmals keine neuen Corona-Toten in Madrid

Im spanischen Corona-Hotspot Madrid hat es erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie binnen eines Tages keinen einzigen neuen Todesfall gegeben. „Großartige Nachricht: Gestern war der erste Tag, an dem Madrid keine Toten wegen Covid-19 registriert hat“, schrieb Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso am Sonntag auf Twitter. Gemeinsam könne man es schaffen, „dass sich dieser Albtraum nicht wiederholt“, so die konservative Politikerin.

Madrid, eine der 17 sogenannten Autonomen Gemeinschaften Spaniens, ist mit bisher mehr als 8400 Toten und knapp 72 000 nachgewiesenen Infektionen die von Corona am schwersten getroffene Region des Landes. Dahinter folgt Katalonien mit mehr als 5600 Todesfällen und über 61 000 Infektionen. In ganz Spanien waren bis Sonntag 28 314 Menschen gestorben, die positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden. Die Zahl der registrierten Infektionen lag bei über 248 000.

Trotz Corona: Hohe Wahlbeteiligung bei Präsidentenwahl in Polen

Bei der Präsidentenwahl in Polen zeichnet sich trotz der Corona-Epidemie eine hohe Wahlbeteiligung ab. Bis zum Mittag gaben mehr als 24 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie die Wahlkommission am Sonntag in Warschau mitteilte. Das waren 10 Prozentpunkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt bei der Präsidentenwahl 2015. Sollte sich der Trend fortsetzen, dann könne es auf die höchste Beteiligung bei einer Wahl seit dem Ende des Kommunismus hinauslaufen, sagte der Vorsitzende der Kommission.Die Abstimmung war ursprünglich für der 10. Mai geplant, wurde aber wegen der Corona-Epidemie kurzfristig verschoben. In den Wahllokalen galten am Sonntag besondere Schutzvorschriften. Im Zentrum von Warschau standen die Menschen mit Gesichtsmasken vor den Wahllokalen Schlange, da in den Räumen nur eine begrenzten Personenzahl zugelassen war.

Neuanstieg von Corona-Infektionen: Israel will Testzeiten verkürzen

Angesichts eines starken Neuanstiegs von Corona-Infektionen in Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu die Gesundheitsbehörden angewiesen, epidemiologische Untersuchungen und Testzeiten zu verkürzen. Das sogenannte Corona-Kabinett wollte sich am Montag erneut versammeln, um über mögliche weitere Schritte zu beraten, wie Netanjahus Büro am Sonntag mitteilte.Netanjahu habe die Behörden angewiesen, den Zeitrahmen für die epidemiologische Untersuchung neuer Corona-Fälle auf 48 Stunden zu reduzieren, hieß es in der Stellungnahme. Es dürfe nicht länger dauern vom Moment der Diagnose bis zur Information aller Kontaktpersonen, die in Quarantäne gehen müssten. Außerdem müssten Corona-Testzeiten auf zwölf Stunden reduziert werden.

Union-Geschäftsführer: DFL verlangt nur einen Corona-Test pro Woche

Die Fußball-Bundesligisten müssen in der kommenden Saison ihre Trainer und Spieler nur noch einem statt bislang zwei Corona-Tests pro Woche unterziehen. Diese Richtlinie sei von der Deutschen Fußball Liga den Clubs schriftlich mitgeteilt worden, berichtete Geschäftsführer Oliver Ruhnert vom 1. FC Union Berlin bei einer Pressekonferenz am Sonntag. Vor dem Trainingsauftakt müssten allerdings zwei negative Tests pro Person vorgelegt werden. „Das ist der Stand der Dinge, und wir unterstützen das“, sagte Ruhnert.Erlaubt sind in der Saison-Vorbereitung demnach auch Trainingslager im Ausland. Testpartien dürfen allerdings nur gegen Teams bestritten werden, die sich auch im gleichen Monitoring-System befinden.

Lauterbach für passgenaue Strategie bei Ausweitung von Corona-Tests

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine zielgenaue Strategie bei der Ausweitung von Corona-Tests in Deutschland. Es sei grundsätzlich richtig, dass Bayern eine große Test-Offensive starte, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online/Print Montag). „Allerdings müssen wir dafür sorgen, dass die richtigen Leute getestet und die Tests selbst billiger werden.“ Im Herbst seien Massentests nötig. „Neue Studien deuten daraufhin, dass es stärker auf die Häufigkeit der Tests ankommt, in welchen Abständen ich Risikopersonen regelmäßig teste. Wir schauen bislang eher mit deutscher Gründlichkeit darauf, wie ungenau ein Test ist.“

Entspannte Lage zum Ferienbeginn

Erst Sonne und Sommertemperaturen, dann Wolken und Regenschauer: Zum Ferienstart in gleich sechs Bundesländern zeigte sich das Wetter am Wochenende zweigeteilt. Auch die Besucherströme an den Küsten ließen von Samstag auf Sonntag deutlich nach. Wer sich mit dem Auto auf den Weg machte, hatte fast überall freie Fahrt.

„Es ist kein super Strandwetter“, sagte Olaf Raffel vom Büsumer Tourismus Marketing Service TMS am Sonntag. Die Situation in dem Urlaubsort an der Nordsee am ersten Ferienwochenende sei ganz entspannt. „Ich glaube, heute ist eher Shoppingtag angesagt“, sagte auch die Tourismus-Direktorin von St. Peter-Ording, Constanze Höfinghoff. In Bäderorten können Geschäfte auch sonntags öffnen. Es sei aber nicht zu voll, sagte Höfinghoff. „Die Abstandsregeln können gut eingehalten werden.“

Am Samstag waren noch deutlich mehr Menschen an die Küsten gekommen. Der ein oder andere Badeort stieß zeitweise sogar an seine Kapazitätsgrenzen. An der Ostsee - in den Urlaubsorten Scharbeutz und Haffkrug - waren zwischenzeitlich die Grenzen für Parkplätze und für den Strand erreicht.

Auch das niedersächsische Nordseebad Dangast war zum Auftakt der Feriensaison gut ausgelastet. An den Stränden seien etwa die Strandkörbe auf drei Meter auseinandergerückt, damit der Radius von 1,50 Meter eingehalten werden könne.

10 Millionen Fälle und fast 500.000 Tote weltweit

Rund sechs Monate nach Beginn der Coronavirus-Pandemie gibt es US-Wissenschaftlern zufolge bereits mehr als zehn Millionen bestätigte Infektionen und fast 500 000 Todesfälle. Das ging am Sonntagmorgen (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Das am schlimmsten betroffene Land waren die USA. Dort gab es mit 2,5 Millionen die meisten bestätigten Infektionen und mit mehr als 125 000 Opfern auch die meisten bekannten Corona-Todesfälle. Zuletzt vermeldeten vor allem Bundesstaaten im Süden des Landes wie Florida, Texas, Arizona und Kalifornien Höchststände bei den Neuinfektionen. An zweiter Stelle folgte Brasilien, wo sich die Pandemie zuletzt rasant ausgebreitet hatte. Dort gab es Johns Hopkins zufolge 1,3 Millionen bekannte Infektionen und rund 57 000 Todesfälle.

Die Webseite der Hopkins-Uni wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher meist einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Der WHO zufolge gab es bis Sonntag 9,82 Millionen bekannte Infektionen und 495 000 Todesfälle.

Die Coronavirus-Pandemie begann um den Jahreswechsel in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan. Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Lungenerkrankung Covid-19 auslösen, die vor allem bei älteren oder immungeschwächten Patienten tödlich verlaufen kann.

Gauck warnt vor überzogenen Erwartungen an Corona-Politik

Die Bürger sollten nach Ansicht des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck die Einschränkungen durch die Corona-Krise nicht überbewerten. Als 80-Jähriger wisse er „von noch bedrohlicheren Lebenskrisen, von wirklicher Unfreiheit und von noch größerer wirtschaftlicher Not“, sagte Gauck der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Je besser es den Menschen geht, desto größer werden natürlich auch ihre Erwartungen.“ Bislang sei Deutschland aber aufgrund der staatlichen Maßnahmen vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Es gebe daher hinreichend Gründe, zuversichtlich zu bleiben.

Zugleich lobte der Altpräsident (Amtszeit: 2012-2017) das Gros der Bevölkerung. „In einer Phase, in der sehr viel Wut und Frust gegen die Regierung hätte entstehen können, ist sogar ein Sympathiebonus für diejenigen entstanden, die Verantwortung tragen. Die Leute sehen dann doch die Vorteile unserer Gesellschaftsordnung.“

Proteste gegen die Corona-Maßnahmen von Anhängern der politischen Ränder kritiserte Gauck. „Ein paar Illiberale rechts wie links tun auf einmal so, als würden sie Freiheitseinschränkungen nicht ertragen“, sagte er. „Das kommt mir komisch vor.“

Volkswirte: Arbeitslosigkeit geht wegen Corona weiter nach oben

Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute erwarten eine weiter steigende Arbeitslosigkeit in Deutschland im Zuge der Corona-Krise. „Die Zahl der Arbeitslosen dürfte in den nächsten Monaten weiter steigen, denn es wird weitere Entlassungen geben und die Unternehmen stellen weniger ein“, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatliche Förderbank KfW.

„Es kommt in den kommenden Monaten darauf an, dafür zu sorgen, dass sich die Arbeitslosigkeit nicht verfestigt und zu bleibenden Nachteilen führt“, betonte sie. Dies gelte vor allem für junge Leute ohne Berufsabschluss. Die Ausbildung werde in der Corona-Krise wegen wirtschaftlicher Probleme, aber auch wegen praktischer Erfordernisse des Social Distancing zu einer Herausforderung.

Virologe Streeck fordert „Eingreiftruppe für Infektionskrankheiten“

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck fordert angesichts der Corona-Pandemie schnelle Eingriffsmöglichkeiten bei Infektionskrankheiten auf nationaler und internationaler Ebene. So müsse etwa die Weltgesundheitsorganisation gestärkt werden, sagte Streeck in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Seiner Meinung nach sollte es „ein Emergency Response Team der WHO“ geben. „Eine Einheit, die weltweit Infektionen eindämmen kann.“

Auch für Deutschland wünscht er sich „eine Eingreiftruppe für Infektionskrankheiten.“ Diese solle ein Verband sein, der national agiere, „nicht ausschließlich auf der Ebene der Länder“. Für sinnvoll hält er, einen solchen Verband „beim Robert-Koch-Institut anzudocken“. Dieser solle eigenes Eingreifpersonal haben und auch auf das Technische Hilfswerk zurückgreifen können. Bei der Pandemie-Bekämpfung in Deutschland hatte es immer wieder Diskussionen um ein bundeseinheitliches Vorgehen gegeben. Alleingänge einzelner Länder, etwa bei Lockerungen der Schutzmaßnahmen, waren wiederholt in die Kritik geraten.

Der Virologe warnte zugleich vor weiteren und möglicherweise noch gefährlicheren Pandemien in der Zukunft. „Das kann passieren“, sagte Streeck. Auch ein bekanntes Virus könne sich verändern und aggressiv werden, wie die Spanische Grippe vor hundert Jahren. „Oder die Aedes-Mücke wird durch den Klimawandel bei uns heimisch, und wir bekommen es mit Dengue-Fieber zu tun.“

Nachfrage nach Wohnmobilen zum Mieten zieht an

Viele Menschen setzen in diesem Jahr auf Camping-Urlaub und mieten dafür Wohnmobile. Bei den Vermietern sind mit den Corona-Lockerungen im Mai die Buchungen deutlich gestiegen. Unter den Kundinnen und Kunden seien auch viele, die zum ersten Mal Camping ausprobieren wollten, sagt Thomas Kretschmer vom Verbund unabhängiger Wohnmobilvermieter im bayerischen Staffelbach.

Die Sharing-Plattform „PaulCamper“, bei der private Besitzer ihre Campingbusse, Wohnmobile und Wohnwagen gegen Geld verleihen, verzeichnet seit Anfang Mai mit fast 9000 Buchungen ein Wachstum von 100 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Corona beschleunige den Camping-Trend, sagt Gründer Dirk Fehse.

Spargelbauern unterschiedlich stark von Corona-Krise betroffen

Zum Ende der Spargelsaison ziehen Landwirte eine gemischte Bilanz angesichts der Coronakrise. „Die Betroffenheit ist sehr unterschiedlich“, sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bernhard Rüb, der dpa. So hätten besonders Spargelbauern gelitten, die normalerweise viel Gemüse an die Gastronomie verkauften. Wegen der wochenlangen Schließung von Restaurants zur Eindämmung der Pandemie hätten einige Landwirte Einbußen von um die 60 Prozent der normalen Umsätze gehabt, hieß es auch vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband. Auch der Deutsche Bauernverband sprach von erheblichen Verlusten durch die Schließung der Gastronomie. Zudem habe zu Beginn der Saison das Einreiseverbot für Erntehelfer den Bauern zu schaffen gemacht.

Beim Direktverkauf an Hofläden habe es in den vergangenen Wochen hingegen eine sehr hohe Nachfrage gegeben. „Die wurden geradezu gestürmt“, berichtete Rüb. So habe es auch einige Bauern gegeben, die deutliche Zuwächse beim Umsatz verzeichnet hätten.

Mehr als 2,5 Millionen Corona-Fälle in den USA gemeldet

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in den USA hat am Samstag die Marke von 2,5 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Mehr als 125 000 Menschen in den USA sind demnach bereits infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Weltweit steuert die Zahl der Infizierungen auf die 10-Millionen-Marke zu. Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 weltweit nähert sich einer halben Million.

In den USA hatte die Zahl der innerhalb eines Tages neu gemeldeten Infektionen zuletzt einen neuen Höchststand erreicht: Für Freitag meldeten örtliche Behörden mehr als 45 000 bestätigte Neuinfektionen, wie die „New York Times“ am Samstag berichtete. Daten der Universität Johns Hopkins zufolge waren es 45 255 Neuinfektionen. Bereits am Donnerstag war mit mehr als 40 000 Fällen ein Rekord erreicht worden.

Die Webseite der Forscher der Johns-Hopkins-Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen der Universität zuletzt allerdings auch wieder nach unten korrigiert. Die US-Zahlen sind auch wegen der Größe der Vereinigten Staaten mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern nur schwer mit anderen Ländern vergleichbar.

300 Gäste eines Clubs in der Schweiz müssen in Corona-Quarantäne

In der Schweiz müssen 300 Menschen nach dem Besuch eines Clubs vorsorglich in eine zehntägige Quarantäne. Mehrere Gäste des Betriebs in Zürichs waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich am Samstagabend mitteilte. Der Clubbetreiber konnte den Behörden eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher des Clubs vom Abend des 21. Juni aushändigen.

Dank dieser Liste habe das Contact-Tracing-Team die Gäste am Samstag über die notwendige Quarantäne informieren können, hieß es. Zuletzt hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz wieder zugenommen. Binnen eines Tages wurden 69 neue Fälle bekannt, etwa drei Mal mehr als zu Wochenbeginn.

Die Welt gegen Corona: Staaten sagen weiteren Milliardenbetrag zu

Beim internationalen Spendenmarathon für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19 sind neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die EU-Kommission und Deutschland sagten am Samstag bei einer virtuellen Geberkonferenz knapp 5,3 Milliarden Euro zu. Weitere Großspenden kamen zum Beispiel aus den USA und Kanada. Damit stiegen die Einnahmen laut EU-Kommission auf insgesamt 15,9 Milliarden Euro.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem unglaublichen Ergebnis. Der Spendenmarathon sei ein bewegender und zugleich greifbarer Moment der Einigkeit zwischen Bürgern, Regierungen, Philanthropen, Gesundheitsorganisationen und Wirtschaftsführern.

Von der Leyen hatte die Geberkonferenz zusammen mit der New Yorker Nichtregierungsorganisation Global Citizen organisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte konkret zusätzliche 383 Millionen Euro zu, während von der Leyen weitere 4,9 Milliarden Euro an EU-Mitteln ankündigte. „Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein“, erklärte Merkel in ihrer Videobotschaft zum deutschen Beitrag.

Die Mittel der EU-Kommission sollen als Kredite und Garantien fließen, die deutschen Gelder als Zuschüsse. Bereits am 4. Mai hatte Deutschland einen Beitrag von 525 Millionen Euro für die Impfstoffallianz CEPI, die Globale Impfallianz GAVI, die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene Produktentwicklungspartnerschaften zugesagt.

+++ Ticker von Samstag, 27. Juni +++

EU sagt weitere 4,9 Milliarden Euro für Kampf gegen Corona zu

Die EU hat zum Auftakt einer virtuellen Geberkonferenz zur Corona-Pandemie weitere 4,9 Milliarden Euro zugesagt. Das Geld solle eingesetzt werden, um besonders verwundbare Länder zu unterstützen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstag. Jeder Mensch auf der Welt müsse Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfstoffen bekommen - egal wo er lebe, wo er herkomme oder wie er aussehe.

Erste Urlauber aus Deutschland in Bulgarien eingetroffen

In Bulgarien haben die ersten deutschen Touristen seit Beginn der Corona-Krise ihren Sommerurlaub begonnen. Mit einem Charterflugzeug aus Frankfurt trafen am Samstag in der Schwarzmeer-Metropole Warna 120 Feriengäste ein. Auch aus Berlin und Hannover wurden bis zum Abend weitere Charterflüge erwartet. Die ersten Touristen aus Deutschland wählten die Badeorte Slatni Pjassazi (Goldstrand) und Albena für ihren Urlaub, wie das Staatsfernsehen in Sofia berichtete.

Deutschland und Russland sind die größten Märkte für Bulgariens Fremdenverkehr. Der Tourismus steuert gut zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukts (BIP) des ärmsten EU-Landes bei. In der Branche sind elf Prozent aller Beschäftigten tätig. Bulgariens Tourismus setzt in diesem Jahr auf eine verlängerte Sommersaison, um die Ausfälle im Juni zumindest teilweise ausgleichen zu können. In den Badeorten am Schwarzen Meer haben viele große Hotels noch nicht geöffnet.

Am Freitag waren die ersten ausländischen Feriengäste seit dem Ausbruch der Corona-Krise im südlicheren Burgas eingetroffen. Tourismusministerin Nikolina Angelkowa begrüßte die fast 190 Urlauber aus den Niederlanden und Belgien am Flughafen mit Rosen und Folk-Programm. Offiziell soll die Sommersaison für ausländische Touristen erst am 1. Juli beginnen. Bulgarien wurde bislang relativ schwach vom Coronavirus getroffen.

Corona-Infektionen erreichen in den USA neuen Höchststand

In den USA ist die Zahl der innerhalb eines Tages neu gemeldeter Coronavirus-Infektionen Medienberichten zufolge auf einen neuen Höchststand geklettert. Für Freitag meldeten örtliche Behörden mehr als 45 000 bestätigte Neuinfektionen, wie die „New York Times“ am Samstag berichtete. Das Covid-Projekt des Magazins „Atlantic“ zählte rund 44 400 positive Testergebnisse - was immer noch ein Rekord wäre. Der Zähler der „Washington Post“ wiederum registrierte 45 755 Neuinfektionen. Die offiziellen Daten der Gesundheitsbehörde CDC für Freitag werden erst mit Verzögerung bekanntgegeben.

Vor allem in südlichen Bundesstaaten wie Florida, Texas und Kalifornien ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt innerhalb weniger Tage deutlich angestiegen. In den USA gibt es den Daten der Universität Johns Hopkins zufolge inzwischen fast 2,5 Millionen bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Mehr als 125 000 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben.

FC Liverpool verurteilt wilde Fan-Feiern nach Meistertitel

Die Feiern Tausender Fans nach dem Meistertitel des FC Liverpool haben angesichts der Corona-Pandemie für Verärgerung beim Club, dem Bürgermeister und der Polizei der Stadt gesorgt. In einer gemeinsamen Stellungnahme am Samstag verurteilten sie das Verhalten und warnten vor möglichen Folgen. Bürgermeister Joe Anderson sagte dem Sender BBC, er sei frustriert, wütend und traurig.

Die Fans hatten sich am Freitag auf einem Platz am Ufer des Mersey River zum Feiern versammelt und hinterließen reichlich Müll, der am Samstag beseitigt werden musste. 95 Prozent der Anhänger hätten sich hervorragend verhalten, sagte Anderson, „aber eine kleine Minderheit beschmutzt den Namen des FC Liverpool“.

Der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ist seit Donnerstagabend der erste englische Fußball-Meistertitel seit 30 Jahren sicher. Auch Klopp hatte dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Der Club wies in der gemeinsamen Stellungnahme darauf hin, dass es eine Siegesparade geben werde, sobald dies wieder sicher sei. „Unsere Stadt befindet sich immer noch in einer öffentlichen Gesundheitskrise, und dieses Verhalten ist komplett inakzeptabel“, hieß es unter Bezug auf die Feiern. Es müsse sichergestellt werden, dass all das durch den Lockdown Erreichte nicht wieder zunichte gemacht werde.

Ersatz-Pride: Demo in Berlin gestartet

Trotz des abgesagten Christopher Street Days (CSD) in der Hauptstadt am 25. Juli ist am Samstagmittag in Berlin ein Demonstrationszug von Hunderten Schwulen, Lesben und Transsexuellen gestartet. Unter dem Motto „Pride Berlin: Save our Community, Save our Pride“ wurden mehr als 1000 Teilnehmer erwartet. Sie wollten vom Nollendorfplatz im Stadtteil Schöneberg über den Potsdamer Platz zum Alexanderplatz ziehen. Die offizielle CSD-Parade mit Zehntausenden Demonstranten, diversen Partywagen und Hunderttausenden Zuschauern war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Merkel warnt vor Corona-Leichtsinn - „Lage ist ernst“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger angesichts der weiter bestehenden Gefahren durch das Coronavirus vor leichtsinnigem Verhalten gewarnt. „Die von dem Virus ausgehende Gefahr ist weiterhin ernst“, sagte sie am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Merkel wiederholte explizit ihren Appell vom Anfang der Krise Mitte März: „Nehmen Sie es ernst, denn es ist ernst.“

„Wir vergessen es leicht, weil Deutschland bislang einigermaßen gut durch die Krise gekommen ist, aber das heißt nicht, dass wir geschützt wären, dass die Gefahr gebannt wäre“, betonte die Kanzlerin jetzt. „Dass dies nicht so ist, zeigen die sich aktuell rasant ausbreitenden regionalen Ausbrüche.“

Kreis Gütersloh: Kennziffer für Neuinfektionen noch deutlich über 50

Im Kreis Gütersloh liegt die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage trotz einer Abwärtstendenz weiter deutlich über der entscheidenden Marke von 50. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Der Kreis Gütersloh ist der einzige Kreis in Deutschland oberhalb dieser Marke.

Nach den jüngsten RKI-Daten gab es im Kreis Gütersloh 164,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - nach zuvor 177,7 Fällen am Freitag. Am Dienstag betrug der Wert laut NRW-Gesundheitsministerium noch 270,2. Hintergrund ist der massive Corona-Ausbruch beim Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Im benachbarten Kreis Warendorf war die wichtige Kennziffer für die Pandemie-Bekämpfung schon am Freitag mit 47,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen unter die Marke von 50 gefallen. Nach den Daten von Samstag sackte sie nun sogar auf nur noch 19,8 Fälle ab. In beiden Kreisen gelten stärkere Beschränkungen.

Menschenrechtler: Turkmenistan verheimlicht Corona-Epidemie

In der Corona-Pandemie verheimlicht die zentralasiatische Republik Turkmenistan Menschenrechtlern und Diplomaten zufolge weiter die Ausbreitung des gefährlichen Virus. Die Regierung in dem autoritär geführten Staat an der Grenze zum Iran gefährde mit ihrem Schweigen Menschenleben, teilte die Organisation Human Rights Watch (HRW) am Samstag mit. Nach offiziellen Angaben gibt es in der Ex-Sowjetrepublik, die ähnlich abgeschottet ist wie Nordkorea, keinen einzigen Fall der Lungenkrankheit Covid-19. HRW listet aber zahlreiche Quellen auf, die das Gegenteil belegen, darunter auch mehrere Todesfälle von Ärzten.

Britische Regierung will Quarantänepflicht für Reisende lockern

Die britische Regierung will Reisende aus einer Reihe von Ländern von der umstrittenen Pflicht zur 14-tägigen Isolation befreien. Das berichteten mehrere Medien am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach soll am Montag eine Liste von Staaten vorgelegt werden, die vom 6. Juli an von der Regelung ausgenommen sind. Dazu sollen unter anderem Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und auch Deutschland gehören, so die Berichte. Reisende aus Portugal, Schweden und den USA müssen sich demnach hingegen weiterhin nach Betreten des Landes für zwei Wochen isolieren.

Die Maßnahme war am 8. Juni in Kraft getreten und von verschiedenen Seiten heftig kritisiert worden. Mehrere Fluggesellschaften hatten Klage dagegen eingereicht. Auch in der konservativen Regierungspartei von Premierminister Boris Johnson rumorte es.

Kein anderes Land in Europa hat so viele Todesfälle durch die Coronavirus verzeichnet wie Großbritannien. Dort starben bislang mehr als 43 500 Menschen, nachdem sie positiv auf das Virus getestet wurden.

687 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 687 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 193 243 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Samstagmorgen meldete (Datenstand 27.06., 0.00 Uhr).

8954 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 6 im Vergleich zum Vortag. Etwa 177 500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Tokio meldet höchste Zahl an Corona-Infektionen seit Notstandsende

Japans Hauptstadt Tokio hat am Samstag die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Aufhebung des nationalen Notstands Ende Mai registriert. Demnach wurden 57 Menschen binnen eines Tages positiv auf das Coronavirus getestet, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Damit bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit nunmehr vier Tagen um die Marke von 50 Fällen. Als Cluster wurden unter anderem Tokios nächtliche Amüsierviertel ausgemacht. Landesweit stieg die Zahl am Vortag erstmals seit Anfang Mai wieder auf mehr als 100 Fälle.

Der Trend der Neuinfektionen zeigte bis Ende Mai nach unten, doch nach Aufhebung des Notstands am 25. Mai begann die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tokio wieder zu steigen. Die Millionen-Hauptstadt will im Sommer nächsten Jahres die wegen der globalen Pandemie verschobenen Olympischen Spiele ausrichten. Japan hatte vergangenen Monat den Notstand im ganzen Land aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei. Während des Notstands waren die Bürger gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben. Ausgangssperren wie in Europa sind rechtlich nicht möglich.

Fußballsaison in Niedersachsen wird abgebrochen

Nach 107 Tagen haben die Amateurkicker endlich Klarheit, wie es weitergeht: Die Fußballsaison wird in Niedersachsen abgebrochen. Außerdem stimmte Mehrheit der Delegierten auf dem Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbands für eine Quotientenregelung mit Aufstieg und ohne Abstieg. Eine Frage bleibt aber weiter unbeantwortet.

Mehr dazu hier.

Bisher mehr als 600 Coronavirus-Tests vor Formel-1-Auftakt

Vor dem Formel-1-Auftakt am 5. Juli im österreichischen Spielberg hat es bei rund 600 Tests auf das Coronavirus noch keine positiven Ergebnisse gegeben. Das sagte Manuela Machner, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Spielberg, der Nachrichtenagentur APA.

Seit zwei Wochen werden in der Region Spielberg vor allem Hotellerie-Mitarbeiter wöchentlich getestet. Die Tests sind nach wie vor freiwillig. Knapp 400 Angestellte mehrerer Betriebe hatten sich gemeldet. Nur wenige schlugen das Angebot der Tests für eine der österreichweit fünf Pilotregionen aus, sagte die Tourismus-Chefin. Allein am vergangenen Donnerstag seien 148 Personen in der Test-Straße „abgefertigt“ worden. Das Prozedere der Probeentnahme durch das geöffnete Autofenster dauert nur wenige Minuten.

Rund um die ersten beiden Formel-1-Saisonrennen in Spielberg im Juli sollen insgesamt zwischen 10 000 und 12 000 Coronavirus-Tests durchgeführt werden. Nur durch ein strenges Hygienekonzept ist es überhaupt möglich, dass die Motorsport-Königsklasse mit knapp vier Monaten Verspätung starten kann. Fans werden bei den WM-Läufen in der Steiermark am 5. und 12. Juli nicht dabei sein.

Krankenkasse: Wenigste Krankmeldungen in einem Mai seit zehn Jahren

Bei der Techniker Krankenkasse (TK) haben sich im Mai so wenige Arbeitnehmer krank gemeldet, wie in keinem Mai der vergangenen zehn Jahre. Demnach lag der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter bei 3,35 Prozent, wie eine Auswertung der Kasse zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 2010 lag der Anteil im Monat Mai bei 3,39 Prozent. Der niedrigste Mai-Krankenstand seit Beginn der Auswertungen wurde nach Angaben der TK 2006 mit 2,92 Prozent gemessen. Im März hatte der Krankenstand mit 6,88 Prozent noch den höchsten Wert seit 20 Jahren erreicht, eher er im April auf 3,99 Prozent gesunken war. Damals wurde der Anstieg auch mit präventiven Krankmeldungen aufgrund der Corona-Pandemie erklärt.

Volkswirte: Arbeitslosigkeit steigt wegen Corona weiter

Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute erwarten eine weiter wachsende Arbeitslosigkeit in Deutschland im Zuge der Corona-Krise. „Die Zahl der Arbeitslosen dürfte in den nächsten Monaten weiter steigen, denn es wird weitere Entlassungen geben und die Unternehmen stellen weniger ein“, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatliche Förderbank KfW.

Auch Katharina Utermöhl, Volkswirtin bei der Allianz-Gruppe, geht von steigender Arbeitslosigkeit aus. „Viele Firmen werden schlussendlich doch nicht um Kapazitätsanpassungen, sprich Jobstreichungen oder gar eine Insolvenz, herumkommen“, sagte sie. „Daher besteht für rund jeden fünften Kurzarbeiter in Deutschland weiterhin ein erhöhtes Risiko, in die Arbeitslosigkeit zu rutschen.“

Marc Schattenberg von der Deutschen Bank geht im Juni von knapp drei Millionen Arbeitslosen aus - ein Plus von rund 180 000 im Vergleich zum Vormonat. Die Zahl der Kurzarbeiter werde sich Ende Mai bei fast acht Millionen bewegen. Damit liegt die Deutsche Bank etwas über der Prognose der Allianz, die 2,869 Millionen Arbeitslose in Deutschland erwartet. Damit würde der höchste Stand seit 2013 erreicht.

Lockerung der Corona-Regeln – der aktuelle Stand in Niedersachsen

Kontaktbestimmungen: Gruppen von bis zu zehn Personen dürfen sich treffen - sind es Angehörige oder Mitglieder zweier Haushalte, dürfen es auch mehr sein.

Schulen und Kitas: Die Kitas sind in einem eingeschränkten Betrieb wieder für alle Kinder geöffnet. Alle Jahrgänge haben wieder Unterricht in den Schulen.

Feste und Veranstaltungen: Messen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Für private Feiern zum Beispiel in einem Restaurant gelten die Kontaktbestimmungen mit der Obergrenze von zehn Personen, sofern es sich nicht ausschließlich um Angehörige oder die Mitglieder zweier Haushalte handelt.

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet.

Demonstrationen: Demos unter freiem Himmel können ohne Ausnahmegenehmigung stattfinden.

Grüne: Klöckner muss bei Reformen in Fleischindustrie liefern

Nach dem Treffen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit Vertretern der Fleischindustrie machen die Grünen Druck, es bei Reformen in der Branche nicht bei Ankündigungen zu belassen. „Auch für die Regierung wird es keine zweite Chance geben, sie muss jetzt liefern“, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Er bezog sich damit auf die Aussage Klöckners, die Branche werde keine zweite Chance bekommen. Die CDU-Politikerin dringt auf grundlegende Veränderungen im Fleischmarkt, um den ständigen Preiskampf und problematische Bedingungen zu unterbinden. Die Corona-Krise mit dem Infektionsausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sei wie ein Brennglas für das, was falsch laufe, hatte Klöckner nach dem Treffen mit Branchenvertretern am Freitag gesagt.

Spendenmarathon geht mit Stars in den Endspurt

Mit Online-Auftritten weltberühmter Musiker und einer digitalen Geberkonferenz geht an diesem Samstag der Spendenmarathon für den Kampf gegen die Corona-Pandemie in den Endspurt. Für das ab 20 Uhr im Internet zu sehende Konzert haben die Organisatoren Stars wie Justin Bieber, Shakira, Coldplay und Miley Cyrus gewinnen können. Bei der Konferenz davor (15.00 Uhr) sollen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister Boris Johnson und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen. Von den Vereinten Nationen ist Generalsekretär António Guterres mit dabei.

Oxford-Forscherin: Gefahr trotz Corona-App nicht vorbei

Die Menschen in Deutschland sollten trotz des erfolgreichen Starts der Corona-Warn-App bei ihren Vorsichtsmaßnahmen gegen nicht nachlassen - darauf hat die renommierte Immunologin Lucie Abeler-Dörner vom Nuffield Department of Medicine der Universität Oxford hingewiesen.

„Die Ausbrüche in Gütersloh und Göttingen zeigen, dass die Gefahr noch nicht vorbei ist, und dass es wichtig ist, Ausbrüche so schnell wie möglich zu erkennen.“ Abeler-Dörner hatte zusammen mit anderen Forscherinnen und Forschern in einer Studie simuliert, wie eine Kontaktverfolgungs-App gegen die Ausbreitung des Coronavirus helfen kann. Dabei kamen sie zum Schluss, dass eine Tracing-Anwendung dann anfängt zu wirken, sobald mindestens 15 Prozent der Bevölkerung mitmachen. Die Zahl der Downloads der deutschen Corona-Warn-App stieg am Freitag auf 13,3 Millionen an, das entspricht 16 Prozent der Bevölkerung.

Mehr dazu hier.

Ihre Meinung

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.