Friesland Bereits seit Dienstagabend sind keine Bereiche mehr in Drogerien und Supermärkten abgesperrt. Discounter dürfen „ab sofort auch ihre Non-Food-Artikel wieder verkaufen“, bestätigte Tanja Freesemann aus der Pressestelle des Landkreises Friesland. Sie sprach davon, dass es bisher Unklarheiten in Niedersachsen gegeben habe.

In Friesland ist die Vorgabe des Landes von den Ordnungsämtern der Kommunen sehr genau umgesetzt worden, deshalb waren Non-Food-Bereiche abgetrennt worden, um „Publikumsverkehre zu unterbinden und die Zirkulation des Coronavirus möglichst zu verhindern“, aber auch um den kleinen Einzelhandel zu schützen. In Wittmund und Wilhelmshaven hingegen konnten jedoch Waren vom Besenstil bis zum Eierkocher oder Gartenstuhl in den Märkten erworben werden.

Verordnungen wurden gelockert

Das Land habe mit einer Klarstellung zu seiner Verordnung am Dienstag den Verkauf von Einzelhandelswaren in Supermärkten etwas gelockert. Entsprechende Verkaufsstellen wie Drogerien und Supermärkte dürfen Non-Food-Artikel anbieten.

Der Landkreis Friesland sowie die Städte und Gemeinden begrüßten zwar diese Klarstellung, „bedauern aber zugleich diese Entscheidung, die den stationären Einzelhandel, insbesondere in den kleinen und mittleren Städten im ländlichen Bereich weiter schwächen wird“, heißt es aus der Pressestelle des Landkreises.

Regionale Unternehmen trotzdem unterstützen

Da auch weiterhin insbesondere viele kleine stationäre Einzelhandelsgeschäfte geschlossen bleiben müssen, appellieren alle acht Bürgermeister und der Landrat: „Bitte halten Sie sich weiterhin nicht unnötig lange in den Verkaufsmärkten auf und denken Sie auch an die vielen Einzelhändler in unserer Region. Bleiben Sie treue Kunden und kaufen Sie dort wieder ein, sobald es möglich ist. Greifen Sie nicht auf aktuell vorhandene Alternativen zurück – wenn Sie das Produkt nicht dringend benötigen, dann warten Sie bitte, bis auch die anderen Geschäfte öffnen dürfen. Beachten Sie auch weiterhin die Abstandsregelungen und maximale Personenanzahl im öffentlichen Raum.“

Ergänzend teilte der Landkreis unserer Redaktion weiter mit, dass zu einem Non-Food-Bereich auch Blumen gehörten. Ein Supermarkt darf sie also verkaufen.

Um den örtlichen Blumenhandel zu erhalten, bieten Unternehmer zwischen Hohenkirchen, Jever, Schortens und Cleverns bereits einen Lieferservice an. In Zeiten von Corona spart man sich so die Fahrtkosten. Bislang offen ist die Frage, ob sich nun Gärtnereien ein Regal mit Lebensmitteln ins Geschäft stellen, um überhaupt öffnen zu dürfen.

Michael MehrtensLokalredaktion

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