Friesland Wer auf seinem Ausflug zum Vatertag erst einmal zu tief ins Glas geschaut hat, nimmt es mitunter nicht mehr so ernst mit der Kontaktbeschränkung und den Abstandsregeln – so die Befürchtung. Ein grundsätzliches Ausschank-Verbot an Himmelfahrt soll es im Landkreis Friesland aber nicht geben, dafür indes verstärkte Kontrollen. Darauf haben sich der Landkreis und seine Kommuen in Absprache mit der Polizei verständigt.

Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland hat ihre Präsenzstreifen sowohl mit eigenen als auch externen Kräften verstärkt. Verstöße gegen die Verordnung sollen konsequent geahndet werden. Im Vorfeld aber weisen die Behörden auf bestehende Regeln im öffentlichen Raum hin und appellieren an die Vernunft: „Jeder darf sich nur mit Personen des eigenen Hausstandes oder Personen eines weiteren Hausstandes im Freien aufhalten. Somit sind die sonst üblichen Bollerwagentouren in diesem Jahr auf Gruppen beschränkt, die aus maximal zwei Hausständen bestehen.“, teilt die Polizei mit. Zudem müssen die Personen mindestens 1,50 Meter Abstand zu Personen halten, die nicht dem eigenen Hausstand angehören.

Gastronomen dürfen nicht nur Getränke verkaufen

Für den Gastronomiebetrieb gilt zudem: Alle öffentlichen Veranstaltungen sind untersagt. Der Verzehr von Speisen muss überwiegen, ein Verkauf ausschließlich von Getränken ist nicht gestattet. Kneipen, Bars und ähnliche Betriebe müssen somit geschlossen bleiben. Selbstbedienung ist nicht erlaubt. Und: Es darf maximal die Hälfte der zugelassenen Sitzplätze belegt sein. Zudem müssen die Gastronomen Kontaktdaten der Gäste und den Besuch dokumentieren.

Wer gegen Regelungen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. So kann ein Verstoß gegen das Abstandsgebot mit bis zu 150 Euro oder die Bildung von Gruppen mit bis zu 400 Euro pro Person geahndet werden.

Zudem behalten sich Polizei und Ordnungsämter vor, den Gastronomiebetrieb zu untersagen, sollte es vor den Betrieben zu großen Menschenansammlungen kommen.

Das Thema Vatertag erhitzte schon vor einigen Tagen die Gemüter, da der Landkreis Aurich zunächst ein Alkoholverbot an Himmelfahrt in Biergärten und auf Restaurantterrassen verhängt hatte. Inzwischen gibt es einen Kompromiss: Die Wirte dürfen an den Tischen im Innen- und Außenbereich servieren, ein Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken ist aber weiterhin verboten.

Stephan GiesersFrieslandredaktion

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