Marx Zwei im Gewerbepark Marx ansässige Unternehmen – eine Firma für Umwelttechnik und eine Firma für Rohrkettensysteme – möchten ihren Betriebsstandort erweitern.

Für die betreffenden Erweiterungsflächen fehlen jedoch immer noch Bebauungspläne. Zwar wurden die dafür notwendigen Verfahren seitens der Gemeindeverwaltung angestoßen, konnten jedoch nicht fortgeführt und zum Abschluss gebracht werden. Nun hat der Landkreis einen Vorschlag unterbreitet. Für die beiden Betriebe soll es bald Planungssicherheit geben. Deshalb stand das Thema am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt wieder auf der Tagesordnung.

Fledermäuse und der Gewerbepark

Rückblick: Insbesondere der schützenswerte Bestand von Fledermäusen sorgte dafür, dass das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 10 von Marx „Gewerbepark Nord“ zur nördlichen Erweiterung des Gewerbeparks nicht fortgeführt werden konnte. Es hätte im Vorfeld eine Umsiedlung der Tiere stattfinden müssen. Das Ergebnis: Die in dem Geltungsbereich anvisierten Lagerflächen, die seitens der Firma für Umwelttechnik dringend benötigt werden, konnten bisher nicht realisiert werden, denn ohne einen Bebauungsplan gibt es auch keine Baugenehmigung.

Die Kreisverwaltung schlägt daher vor, die Bauleitplanung für den betreffenden Geltungsbereich fortzuführen. Da derzeit nicht absehbar ist, wann die Bauleitplanung für die nördliche Erweiterung im bisher vorgesehenen Umfang realisiert werden kann, sollte der Geltungsbereich zunächst auf die Bestands- und Erweiterungsflächen der Umwelttechnikfirma reduziert werden, so Fachbereichsleiter Roland Abels in der Ausschusssitzung.

Kavernengelände in Etzel

Ähnlich gestaltet sich die Situation bei der Erweiterungsabsicht einer Firma für Rohrkettensysteme. Auch hier konnte das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 11 von Marx „Östliche Erweiterung Gewerbepark Marx“ nicht abgeschlossen werden. Umstrittener Punkt waren ungeklärte Haftungsfragen für die Gemeinde hinsichtlich der Bodenabsenkungen des Kavernengeländes Etzel.

„Diese konnten zwischenzeitlich mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie und dem Landkreis Wittmund ausgeräumt werden, wenn im Bebauungsplan Hinweise zur Standsicherheit von Gebäuden aufgenommen werden“, sagte Abels. Somit soll die Bauleitplanung auch in diesem Bereich fortgeführt werden.

Die Ausschussmitglieder konnten dem Ansinnen der Verwaltung mehrheitlich folgen. Peter Assing (FWG) war dagegen. Und auch Doris Stehle (Grüne) konnte dem Ganzen nicht zustimmen. Sie warf der Verwaltung eine „Salamitaktik“ vor. Mit ihr würde man erreichen wollen, aus dem Bereich, in dem Flora und Fauna schützenswert sind, eine vollständige Gewerbefläche zu machen

Christian BehrendsFreier Mitarbeiter

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