Friedeburg Die Friedeburger Infumed GmbH, die medizinische Schlauchsysteme und Filtertechnik herstellt, und das Schwesterunternehmen Angiokard Spritzguss sind weiter auf Expansionskurs und bauen ihren Standort im Gewerbegebiet Russland aus. Mehr als 13 Millionen Schlauchsysteme für den medizinischen Bedarf will die 2005 gegründete Firma in diesem Jahr produzieren und vermarkten. Und im nächsten sollen es 20 Millionen werden.

So hat Infumed seine Liegenschaften in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut und an der Industriestraße 45 das Gebäude nach vielen Jahren wieder selbst bezogen – es war an Angiokard Medizintechnik vermietet. Hier befinden sich nun die wachsende Verwaltung und ein Teil der Schlauchfertigung. Nach dem Motto “Wir schaffen Neues und halten am Bewährtem fest“ haben wir die Außenhaut des Gebäudes erhalten und das Innere kernsaniert“, berichtet Geschäftsführer André Becker. In diesem Zusammenhang sei der Reinraum für die Schlauchherstellung nach dem neuestem Stand der Technik ausgebaut worden.

„Innovative EDV- und Scannertechniken kommen rund um die Produktrealisierung zum Einsatz“, wie Ron Meyer, Leiter Qualitätsmanagement, ergänzt. Unter anderem seien die Beleuchtungskonzepte und die Akustik aufwendig abgestimmt worden. Und Fotograf Klaus Schreiber aus Wilhelmshaven gestaltete die Wände mit ausgesuchten maritimen Aufnahmen. Besonderheit vor dem Haus ist die Mitte Juni installierte Ladestation für Elektrofahrzeuge, die kostenfrei genutzt werden darf. Auch den E-Bikern wird hier mit acht Ladestationen ein Angebot unterbreitet.

Im Rahmen der räumlichen Erweiterungen – der bisherige Verwaltungstrakt steht künftig für Schulungen zur Verfügung – sind die Abteilungen Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung und IT vom Nebenstandort Westerstede nach Friedeburg verlegt worden. Dort betreibt Infumed seit vielen Jahren eine weitere Manufaktur, die weiterhin bestehen bleibt.

Ron Meyer: „Im Warehouse, dem Zentrallager der Infumed, haben wir inzwischen ein komplett neues Labor unter Reinraumbedingungen in Betrieb genommen.“ Alle Bereiche in der Industriestraße 2 seien bereits vom TÜV Nord abgenommen worden. Bei der aktuellen Ausbaustufe handele es sich um die erste von fünf. Weiterer Schritt sei der Aufbau eines Automatenzentrums, das hinter der übernommenen Immobilie gelegen im Frühjahr kommenden Jahres die Funktionen der Fertigung übernehmen soll, die sich aktuell im ehemaligen Schlecker-Markt an der Friedeburger Hauptstraße befindet. Zusätzlich hat André Becker bei einem deutschen Hersteller einen dritten, weiterentwickelten Automaten bestellt. „Mitarbeiter, die durch die zunehmende Automatisierung frei werden, benötigen wir dringend an anderen Stellen“, beschreibt Ron Meyer. Angiokard Spritzguss und Infumed zusammen beschäftigen übrigens 130 Mitarbeiter.

Parallel dazu läuft der Aufbau des Verpackungszentrums in der zweiten Halle am Standort Industriestraße 45. Hierfür ist eine neue Verpackungs- und Sortiermaschine bestellt. Im nächsten Jahr sollen erneut mehr als vier Millionen Euro investiert werden. Der Qualitätsmanager: „Und das Logistikzentrum auf dem früheren Esser-Grundstück an der Industriestraße in der Nähe der Bundesstraße befindet sich in der finale Phase der Planung.“ In der „Glashalle“ sollen in naher Zukunft jährlich mehr als 150 Übersee-Container gepackt und weltweit versendet werden. Außerdem werde an einem weiteren Projekt, dem Extrudieren von Schläuchen, bereits mit Hochdruck gearbeitet – der fünfte Ausbauschritt. Infumed-Geschäftsführer André Becker: „Die Auftragslage lässt auch langfristig einen äußerst positiven Ausblick zu. Daher bauen wir den Standort Friedeburg technisch und personell weiter aus.“

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