Esens Unter Wahrung von Hygiene- und Abstandsregeln traf sich der Bauausschuss der Stadt Esens unter Vorsitz von Udo Folkerts (SPD) in der Mensa der Hauptschule. Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Pläne zur Umgestaltung des ZOB am Herdetor sowie der Verkehrsführung und Parkflächen am Bahnhof.

Michael Reker und Arne Meinert (Thalen Consult) stellten die ersten Vorplanungen vor. Esens sei ein Verkehrsknotenpunkt im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für die Nordwestbahn und Buslinien. Der ÖPNV soll weiter ausgebaut werden. „Vor diesem Hintergrund reichen der Parkstreifen beim Kindergarten am Bahnhof und die Anzahl der Parkplätze auf dem vorhanden Parkstreifen nicht aus“, stellte Reker fest. Auch die Verkehrsführung für Busse, die angrenzende Siedlung und den Schüler-Fahrradverkehr sei alles andere als optimal. Die von allen genutzte Fahrbahn werde zeitweise von bis zu sechs Bussen versperrt. Parkplätze und Bahn sind durch die Straße mit Querungsverkehr getrennt. „Um die Situation zu entzerren, soll die Fahrbahn gen Norden verschwenkt werden. Acht Busstellplätze sollen zwischen Fahrbahn und Bahnsteig entstehen, aufgeteilt auf zwei Fahrspuren. Nördlich der Straße sollen einmal 27 und einmal 38 Parkplätze sowie Stellplätze für Kurzzeitparker entstehen, am Bahnsteig etwa 90 Fahrradstellplätze, 20 davon abschließbar und mit E-Bike-Ladefächern. Die Kosten werden auf 1,7 Mio. Euro geschätzt. Eine Förderung vorausgesetzt läge der Eigenanteil der Stadt bei 900.000 Euro. Mit dem Ausbau soll nach dem 1. Januar 2022 begonnen werden.

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In der anschließenden Diskussion dankte Martin Mammen für die Präsentation. „Die Fläche am Bahnhof bietet nur wenig Spielraum für Alternativen. Es bleibt uns fast nichts anderes übrig, als die Umgestaltung in diese Richtung zu entwickeln.“ Ob eine Anhebung der Fahrbahn und/oder Busspuren erforderlich ist, ist noch nicht geklärt. Beim vorgestellten Plan handele es sich um eine erste Vorplanung, basierend auf einem Luftbild.

Zustimmung signalisierte auch Fokko Saathoff (SPD). „Wir brauchen hier ein hohes Maß an Sicherheit. Schüler und Pendler treffen hier auf den Siedlungsverkehr und die Busse.“ Der Kindergarten werde durch die Parkplätze eingepfercht, erklärte Dave Münster (EBI). Abschließend stimmte der Bauausschuss dem Vorhaben bei kleinen Änderungswünschen beziehungsweise Ergänzungen zu. Die vorgestellte Planung soll weiter verfolgt werden.

Klaus HändelLokalredaktion

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